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Kommentare zu:
Bund will Homo-Paare im Beamtenrecht gleichstellen


#31 Timm JohannesAnonym
  • 14.10.2010, 04:24h
  • @feles19
    Wer hat's erfunden ? Antwort: die Dänen waren die Ersten bei der Einführung der Lebenspartnerschaft.

    Bitte nicht das Märchen und die Lüge streuen, das wir Deutschen oder die Schweizer die Ersten waren.

    ----

    Ansonsten gut das dieser Gesetzentwurf nun endlich kommt !!! Mir fehlt dann vor allem der Gesetzentwurf zur Gleichstellung im Einkommenssteuergesetz und einkommenssteuerlichen Nebengesetzen (Fünftes Vermögensbildungsgesetz, Altersvorsorge-Zertifizierungsgesetz, Wohnungsbau-Prämiengesetz, Abgabenordnung, Bewertungsgesetz, ...). Die Grünen haben hierzu einen guten Gesetzentwurf erarbeitet.

    Und das Adoptionsrecht gehört angepasst und auf nichtleibliche Kinder erweitert.
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#32 stromboliProfil
#33 ClementineAnonym
#34 Timm JohannesAnonym
  • 14.10.2010, 15:03h
  • @Clementine
    In solchen Fragen verstehe ich auch keinen Spass.

    Da bleibe ich lieber bei den Fakten, das JETZT unter Schwarz/Gelb die Anpassungen alle kommen, die unter Schwarz/Rot (Grosse Koalition) versäumt wurden. Schon jetzt schneidet daher Schwarz/Gelb besser ab als die Grosse Koalition, was die Bürgerrechtspolitik angeht. Nur die Grünen machen weiterhin ebenso eine gute Figur und gefallen mir sehr.

    Sollte dieser Gesetzentwurf verabschiedet werden, wovon auszugehen ist, dann geht es vorrangig für die meisten homosexuellen Paare um die Gleichstellung im Einkommenssteuergesetz und den einkommenssteuerlichen Nebengesetzen (Abgabenordnung, Altersvorsorge-Zertifizierungsgesetz, Fünftes Vermögensbildungsgesetz, Wohnungsbauprämiengesetz,...) ; denn der Rest an Gesetzen ist mittlerweile gleichgestellt. Daneben wichtig erscheint mir noch die Anpassung des Adoptionsrechtes.

    ---
    Bei der Einkommenssteuerreform ("Mehr Netto vom Brutto", "gibt Euch der Guido") hat leider die FDP bisher kläglich Nichts erreicht; wahrscheinlich dürfte dies der eigentliche Vertrauensverlust der FDP gegenüber liberalen Wählern sein.

    Denn natürlich wurde die FDP und Westerwelle auch dafür gewählt, das eine einkommenssteuerliche Entlastung der arbeitenden Bevölkerung erfolgt. Denn mittlerweile wurden im Laufe der Jahre die arbeitenden Menschen immer mehr steuerlich belastet und unsere spätrömischen Postdekadenz Hartz IVler durften es sich schön in der ausufernden Sozialhängematte gemütlich machen.

    Der Tatort am Sonntag hat es gut auf den Punkt gebracht, wo gezeigt wurde, das deutsche HartzIV Empfänger keinen Spargel stechen wollen und lieber das Geld vom deutschen Sozialamt kassieren; und da deutsche HartzIVer damit auch "durchkommen", müssen dann aus Osteuropa Erntehelfer angeworben werden.

    Westerwelle hat da vollkommen Recht mit seinen Aussagen, auch wenn das viele, viele nicht hören wollen.
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#35 goddamn. liberalAnonym
  • 14.10.2010, 15:55h
  • Antwort auf #34 von Timm Johannes
  • Danke für die erbauliche Unterweisung, Du evangelischer Christenmensch!

    Sehr christlich ist es nicht, von Oben nach Unten zu treten. Liberal auch nicht.

    Im sozialen Unfrieden gibt es keinen liberalen Frieden. Wer andere tritt, weil sie sozial 'nutzlos' sind, sollte sich nicht wundern, wenn er - z. B. wg. 'nutzloser' Unfruchtbarkeit - zurückgetreten wird. Um vor Sozialdarwinismus zurückzuschrecken, braucht es keiner christlichen Nächstenliebe, das ist allein schon eine Frage kalter Logik...
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#36 work watchAnonym
  • 14.10.2010, 16:15h
  • Antwort auf #35 von goddamn. liberal
  • Phantasieloser, verlogener, erz-reaktionärer Propaganda-Müll, der zum Beispiel auch von so etwas ablenken soll.

    ("Evangelische" sind übrigens chauvinistischer und ausländerfeindlicher als Katholiken oder Konfessionslose. Beim Antisemitismus haben dann die Katholiken die Nase vor den Evangelischen und Konfessionslosen rechten Bodensatz)

    Zu den Beispielen:

    Jan ist Arzt, bis vor kurzem war er Oberarzt in einem nahegelegenen Krankenhaus. Immer wieder klopften Headhunter an seiner Tür an und machten ihm Angebote, die man eigentlich nicht ablehnen kann: Schweden, Kanada, Großbritannien, das doppelte Gehalt, einen „Bürojob“ für die Frau und einen Platz in einer internationalen Schule für die Tochter. Hierzulande wurde die Frau vor wenigen Monaten durch eine preiswertere Leiharbeitskraft ersetzt und Jans Wünsche nach einer Lohnerhöhung wurden abgelehnt. Stattdessen wurde sein Arbeitsplatz nun auf drei Krankenhäuser in der Region verteilt – Ärztemangel, man kennt das Problem. Da Jan „regional verwurzelt“ ist, blieb er im Land, kündigte, nahm einen Kredit auf und machte sich als niedergelassener Facharzt selbstständig. Viele andere Ärzte sind dem Lockruf des Geldes gefolgt. Jans Stelle wird heute von einem jungen Iraner ausgeübt, der eigentlich besser Assistenzarzt geblieben wäre und die deutsche Sprache nur rudimentär beherrscht.

    Jürgen ist Ingenieur und arbeitet als Entwicklungsleiter bei einem Automobilzulieferer. Die größte Konkurrenz für seinen Arbeitgeber kommt mittlerweile aus der Türkei – nein, nicht weil dort die Löhne so niedrig sind, sondern weil die Herstellung von Gummielementen sehr energieaufwendig ist und deutsche Stromkonzerne nicht nur beim Endverbraucher fürstlich zulangen. Von der Konkurrenz in der Türkei hat Jürgen bereits mehrere Angebote bekommen – mehr Gehalt, ein Haus für ihn und seine Familie auf Firmenkosten, einen Platz in einer internationalen Schule für seinen Sohn. Bislang ist Jürgen immer noch in Deutschland, obwohl sein Gehalt während der flauen Zeiten der Wirtschaftskrise um ein Viertel gesenkt wurde und er zeitgleich seine angesammelten Überstunden der Firma “spenden” musste. Urlaubs- und Weihnachtsgeld gibt es schon lange nicht mehr. Von seinen deutsch-türkischen Facharbeiterkollegen, so weiß Jürgen zu berichten, sind bereits mehrere in die Türkei abgewandert. Die Arbeitssprache in den türkischen Werken ist übrigens Deutsch.

    Marko ist gebürtiger Serbe und war seinerzeit IT-Spezialist bei einem serbischen Telekommunikationsunternehmen. Lange ging er mit der Idee schwanger, in die EU auszuwandern und sich selbstständig zu machen. Als Deutschland die Green-Card einführte, wurde Marko hellhörig, schließlich sprach er neben Serbokroatisch auch fließend Deutsch und Englisch. Die Beamten an der deutschen Botschaft in Belgrad waren zwar nett zu ihm, nur behandelten sie ihn wie einen Bittsteller, und nicht wie einen „umworbenen Spezialisten“. Als man Marko mitteilte, dass die Green-Card natürlich nur für ihn selbst gelte und er Frau und Kinder vielleicht später nachholen könnte, wurde es ihm zu bunt. Heute lebt und arbeitet Marko in England und beschäftigt 20 Mitarbeiter – seine Frau hat auf Vermittlung der britischen Botschaft in Belgrad gleich eine Teilzeitstelle bei der Kommune bekommen und seine Kinder haben einen Platz auf einer guten Privatschule erhalten, für die Marko die ersten fünf Jahre noch nicht einmal Schulgeld bezahlen muss.
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#37 stromboliProfil
  • 14.10.2010, 19:04hberlin
  • Antwort auf #35 von goddamn. liberal
  • lach.. unser evangelicher spargelstecher in hochform!
    Da zeigt sich, aus welchem stroh der gestrickt ist!
    Erklärt seine steuerbevorteilungsfantasien, und seine absurde lobbyhaltung.
    Vermute mal evangelisch verbeamtet ( irgend sowas...) mit fdp- gruppendynamischer kurzausbildung im internetwerben für partei und westerschwelle.

    Das erklärt die dünnen ergüsse im wiederholungstakt, sind doch beide, ihn "speisende quellen" bar jeglicher kenntnis über spargelstechen und zusammenhang zwischen lohnarbeit und lohnausbeutung!

    Aber hauptsache, er bekommt sein sparkel zum discountpreis nachgeworfen und er kann seine evangelischen gemeindmitglieder mit einem sopargelessen gratis beglücken...
    Man merkt, der herr macht sich über tv- serien sachkundig.

    Lass diese stammtischpolitiker mal erst los wenn ihre interessen nicht mehr nur beschnitten sondern auch in frage gestellt werden...
    fackelzüge sag ich nur!
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#38 WinfridAnonym
  • 14.10.2010, 19:17h
  • Hallo "work watch", ich finde die Beispiele die du hier bringst sehr gut und treffend!
    Sind die jetzt aus deinem persönlichen Umfeld oder gibt es dafür eine Quelle? Ich würde sie gern verwenden!

    Gruß Winfrid
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#39 axelschwarz
  • 14.10.2010, 19:57h
  • Die Herrschaften in der ReGIERung werden zur Jagd getragen. Es ist kein Erfolg, es ist wieder einmal eine ZWANGsläufige Handlung nach entsprechenden Gerichsurteilen deutscher und EU-Instanzen. Dieser Gesetzentwurf ist auch ein Kotau an die CSU Hardliner um Geis und die reaktionäre Gang.

    Und der Neid auf Beamte ist überflüssig. Ich konnte mir damals das gar nicht aussuchen. Die ersten Bezüge waren sehr gering. Nun ist es besser. Aber Beförderungen, die gibt es nicht mehr.
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#40 irgendwannAnonym
  • 14.10.2010, 20:05h
  • Antwort auf #38 von Winfrid
  • Das ist wohl von hier entnommen:

    www.spiegelfechter.com/wordpress/4271/willkommen-in-der-norm
    alitat


    Zahlreicher werdende Beispiele kenne ich aber auch aus meinem Umfeld.

    Weiter gibt es auch einige deutsche Studenten, die sich zu ihrem Studium intensiv mit der türkichen Sprache vertraut machen. Sie und ihre Eltern hatten aber schon seit Jahrzehnten ein freundlich entspanntes Verhältnis zu ihren Nachbarn oder Kollegen. Türkische
    Staatsbürger unterschiedlicher Ethnien.

    Im Umfeld gibt es auch den bisexuellen Vater,
    ehemals erfolgreiche Mittelschicht, der seinen
    Sohn zum Abitur und zum Studium brachte.
    Jetzt werden die beiden mit den HartzIV-Schikanen übelst, wirklich fies, hinterhältig gemein traktiert.

    Man bekommt vom zusehen und helfen schon den Hass. Ich meine das wörtlich. Mein Eindruck ist mittlerweile, dass man hier weitere Lebensentwürfe ersticken will. Ich meine das ohne Drama oder Übertreibung.

    Die gleiche Geschichte gibt es dann nochmal
    mit einem Freund, schwuler Vater und seine Tochter, die er seit dem 9 Lebensjahr alleine großzog.

    Sie wohnen zusammen. Kindergeld und Darlehens-Bafög der Tochter wird auf HartzIV
    angerechnet. Nur ist im Moment gar kein Bafög
    da, da sich die Mutter weigert das Einkommen anzugeben.

    Ich werde mit Freunden bis Januar Miete, Unterhalt und Fahrtkosten der beiden vorstrecken.

    In diesen beiden Fällen ist der Studienerfolg, trotz guter Leistungen (2,0), nicht ungefährdet.

    Ich werde hier keine Einzelfall-Scheiße-Fragen beantworten.
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