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- 18. Oktober 2010 2 Min.

Vince Vaughn in "The Dilemma" (Bild: Universal)
Homo-Gruppen protestieren seit Wochen gegen einen Schwulenwitz, der in dem Trailer des Hollywood-Filmes "The Dilemma" gezeigt wurde - Hauptdarsteller Vince Vaughn verteidigt nun den umstrittenen Scherz.
Mitte September veröffentlichte die Produktionsfirma Universal die Filmvorschau, die von Hauptdarsteller Vince Vaughn eröffnet wird. Seine Figur sagt darin: "Elektroautos sind schwul. Ich meine, nicht homosexuell-schwul, sondern meine-Eltern-sind-Aufsichtspersonal-beim-Schultanz-schwul." Homo-Gruppen haben das scharf kritisiert, da es in den letzten Wochen mehr und mehr Berichte über Selbstmorden von Jugendlichen nach homofeindlichen Anfeindungen gibt (queer.de berichtete). Universal hat daher den betreffenden Trailer in der vergangenen Woche zurückgezogen (queer.de berichtete). Es ist bislang unklar, ob die besagte Szene aus dem Film geschnitten werden soll. "The Dilemma" soll Mitte Januar 2011 in den US-Kinos anlaufen.
Vaughn: Scherze bauen Vorurteile ab
Vaughn ("Hochzeit mit Hindernissen") bezeichnete die scharfe Reaktion schwul-lesbischer Gruppen gegenüber "Deadline Hollywood" als Fehler. Der 40-jährige erklärte, er sei genauso erbost über das Mobbing von Schwulen und Lesben. Allerdings sei seine Szene dafür nicht verantwortlich: "Comedy und Witze über unsere Unterschiede bricht die Spannungen und bringt uns zusammen", sagte der Schauspieler. "Wenn wir jetzt Trennlinien und sagen, wir können nur über bestimmte Themen Witze machen, dann erzeugt das eine Kluft zwischen uns. Wo ist die Grenze?".
Die Gay & Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) erwiderte, dass es Menschen nicht zusammenbringe, wenn die Bezeichnung für eine Minderheit als Schimpfwort missbraucht wird: "Wenn das Wort 'schwul' abwertend benutzt wird, dann macht das Jugendlichen und insbesondere den mobbenden Rabauken deutlich, dass Schwulsein etwas Falsches und Lachhaftes ist", erklärte GLAAD-Präsident Jarrett Barrios. Er bot Vaughn eine Zusammenarbeit an, um künftige Ausrutscher zu vermeiden. Laut Barrios sind es Schwule und Lesben leid, von Hollywood als schlechte Pointe missbraucht zu werden. (dk)
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