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- 18. Oktober 2010 2 Min.

Im Krisenjahr 2010 gibt es keinen Mr. Gay Europe (Bild: Mr Gay Europe)
Der Mr.-Gay-Europe-Wettbewerb fällt dieses Jahr aus - kurz vor Beginn der Veranstaltung in Genf sagten die Organisatoren das Event aus finanziellen Gründen ab - Schuld sei der Hauptsponsor, die Hotel-Kette Kempinski, die Vertragsbruch begangen habe.
Grund für den Rückzug ist der schleppende Ticket-Verkauf. Am Freitag gab das Grand Hotel Kempinski in Genf schließlich bekannt, dass es aus dem Sponsorenvertrag aussteigt, weil die Einnahmen hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind.
Die Veranstaltung sollte am Dienstag beginnen und bis zum 24. Oktober andauern. "Den Finanzen nach ist Mr. Gay Europe eine kleine Organisation, die auf ehrenamtliche Mithilfe angewiesen ist", erklärten die Veranstalter nach der Absage. "Das Hotel hat uns die Option gegeben, einen bestimmte Anzahl an Zimmern für das Event zu buchen, aber wir haben keine Möglichkeit, das Budget in letzter Sekunden noch zu erhöhen."
Bereits gekaufte Eintrittskarten für das große Finale am Samstag sind bereits via PayPal erstattet worden. Es kann noch bis Ende der Woche dauern, bis das Bezahlsystem alle Rückerstattungen gebucht hat, erklärten die Veranstalter.
Vorwürfe gegen Grand Hotel Kempinski
Die Organisatoren beschuldigen nun die Hotel-Kette des Vertragsbruchs. Allerdings könne man wegen der hohen Kosten nicht gegen Kempinski vorgehen. "Die Mr.-Gay-Europe-Organisation will festhalten, dass wir nie eine bestimmte Anzahl an verkaufen Zimmern versprochen haben", schreiben die Veranstalter.
Was in der Schweiz nicht funktioniert, soll auf den Philippinen nachgeholt werden: Alle Teilnehmer sind eingeladen, beim Mr.-Gay-World-Wettbewerb 2011 in Manila teilzunehmen. Europa darf nun wegen der Absage mit größerer Delegation nach Fernost reisen. Der europäische Teilnehmer, der dann die beste Platzierung erhält, wird offiziell zum Mr. Gay Europe 2010 erklärt. (dk)
Links zum Thema:
» www.mrgayeurope.com














