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  • 20. Oktober 2010 58 2 Min.

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) (Bild: L. Chaperon/CDU Wiesbaden)

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat in einem Interview erklärt, dass auch gleich­geschlechtliche Paare konservative Werte - etwa bei der Kindeserziehung - leben könnten. Eine Gleichberechtigung im Adoptionsrecht lehnt sie aber weiter ab.

"Natürlich können sich homo­sexuelle Paare genauso liebevoll um Kinder kümmern", sagte die 33-jährige Christdemokratin aus Wiesbaden dem Debattenmagazin The European. Sie wies darauf hin, dass Schwule und Lesben schließlich auch in Deutschland adoptieren dürften - allerdings nur als Einzelperson, nicht als Paar. Diese Einschränkung sei wichtig, denn es gebe nur eine Sache, die Homo-Paare "naturgemäß nicht bieten können - nämlich Verschiedengeschlechtlichkeit", so die Ministerin. "Wir wissen aber, dass es für die Entwicklung eines Kindes wichtig ist, mit beiden Geschlechtern aufzuwachsen".

Warum "Verschiedengeschlechtlichkeit" von so herausragender Bedeutung ist, erklärte Schröder nicht. Sie sagte lediglich, dass es nach ihrer Überzeugung das Beste sei, "wenn Kinder beide Geschlechter in der Elternrolle erleben". Aus diesem Grund müssten heterosexuelle Paare stets gegenüber Schwulen und Lesben bevorzugt werden.

Studien widersprechen der Ministerin

Dabei zeigen Studien, dass Kinder von Schwulen und Lesben keine Benachteiligungen erleiden. Erst vor einem Jahr hat das Bundesjustizministerium eine derartige Untersuchung veröffentlicht (queer.de berichtete). "Entscheidend ist eine gute Beziehung zwischen Kind und Eltern und nicht deren sexuelle Orientierung", lautete damals das Fazit.

Dennoch erklärte Schröder, dass in der Union ein "Bewusstseinswandel" im Verhältnis zu Homo-Paaren stattfinde. "Ich freue mich, dass es eine LSU gibt - Lesben und Schwule in der Union. Die meisten von ihnen verstehen sich selbst als konservativ", sagte die Ministerin. "Schließlich können auch in einer homosexuellen Partnerschaft konservative Werte gelebt werden."

Die Union ist die einzige im Bundestag vertretene Fraktion, die nach wie vor eine Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Adoptionsrecht ablehnt. Koalitionspartner FDP sowie die oppositionellen Sozialdemokraten, Linken und Grünen teilen dagegen die Ängste der Konservativen vor schwulen und lesbischen Eltern nicht. (dk)

-w-

#1 RabaukeAnonym
  • 20.10.2010, 15:32h
  • Ohne dem "Mädel" zu Nahe kommen zu wollen, erst Recht, müssen: Sollen sich die Homo´s jetzt "Titten" umschnallen? Sich quasi verstellen, damit das "Bild" dieser Gesellschaft wieder passt? Liebe Kristina: Komm im Frühjahr mit so einem Unsinn. Warum? Da fällt das selbstvorhandene "Grün", hinter den zwei kleinen Ohren nicht auf.
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#2 jojoAnonym
  • 20.10.2010, 15:32h
  • ah. aber einzelne adoptiv-eltern können die ersehnte "verschiedengeschlechtlichkeit" bieten? wie machen die das? sollten wir dann vielleicht bei der adoption hermaphroditen bevorzugen?

    es muss irgendein mysterium am konservativen familienbild geben, das mir immer noch verschlossen bleibt.

    es muss wohl mit dem christlichen glauben zu tun haben. da werden wasser zu wein, beleidigungen zu gleichberechtigung und einzelpersonen zu paaren...
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#3 sylviafee
  • 20.10.2010, 15:53hBerlin
  • Sorry ich weis nicht mehr was es ist.
    Eigentlich hätte ich bei einer jungen modernen Ministerin mehr Toleranz und Ehrlichkeit erwartet.
    Aber andienen an die ewigen Parteigestrigen ist wohl wichtiger, sieht man ja auch bei der jungen Union.
    Schade das diese kuschenden speichllecker nicht in der lage sind ehrliche und wichtige politik für die bürger dieses landes zu machen. Dazu gehört eben auch eine diskriminierungsfreihe politik, ist die ministerin wirklich so dumm dämlich, dass sie ihren eigenen schwachsinn tatsächlich glaubt, geht sie tatsächlich vor seiner scheinheiligkeit in die knie?
    Schade nichts neues-ehrliches-modernes in der christlichen welt.
    Eventuel sollten wir endlich anfangen und die konservativen werte wieder aufleben lassen wen binden wir zuerst auf den scheiterhaufen.
    Europa frau ministerin ist da schon weiter, also gute nacht frau ministerin schlafen sie gut.
    Der verpartnerte schwesterwelle könnte doch mal schauen wie altrömisch dekadent dieser cdu/csu haufen ist wollen wir hoffen, dass die merkwürdige nicht berlin in brand stecken will, obwohl der fackeln hat sie viele.
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