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- 25. Oktober 2010 2 Min.

Ein Demonstrationsteilnehmer bei der Schweigeminute für die Opfer von homofeindlichen Übergriffen. (Bild: Steve Punter / flickr / by-sa 2.0)
Am Samstagabend haben sich in der britischen Hauptstadt am Trafalgar Square 2.000 Menschen versammelt, um gegen die steigende Zahl der Übergriffe gegen Schwule und Lesben zu protestieren.
Die Teilnehmer, von denen viele in einem Drag-Kostüm gekommen waren, zündeten Kerzen an. Zudem gab es Auftritte eines schwulen Orchesters und eines Homo-Chores. An der Veranstaltung nahm auch Lynne Featherstone, die Staatssekretärin für Gleichberechtigung, teil. Auch der stellvertretende Londoner Bürgermeister Richard Barns sowie der Neffe des ermordeten amerikanischen Homo-Aktivisten Harvey Milk waren für die Protestkundgebung an den Platz im Zentrum Londons gekommen.
Die Demonstranten erinnerten an Ian Baynham, der vor einem Jahr von Homo-Hassern in der britischen Hauptstadt von drei 18- und 19-jährigen Teenagern zu Tode geprügelt wurde (queer.de berichtete). Wie die Londoner Polizei mitteilte, wurden in der Stadt von März 2009 bis April 2010 insgesamt 1.336 homophob motivierte Übergriffe registriert. Diese Zahl sei in den letzten Jahren gestiegen, erklärte die Metropolitan Police.
Staatssekretärin fordert: "Hassverbrechen ausrotten"

Staatssekretärin Lynne Featherstone (Bild: UK Home Office)
"Wir werden Hassverbrechen ausrotten, wann auch immer und wo auch immer diese begangen werden", verspricht Staatssekretärin Featherstone bei einer Rede vor den Demonstranten. Sie ist Mitglied der Liberaldemokraten, die als homofreundlichste der drei großen englischen Parteien gelten. "Weil wir wissen, dass wir noch viele Menschen überzeugen müssen, arbeiten wir in Schulen und anderen Bereichen der Gesellschaft daran, die Einstellungen zu ändern, die für diese schrecklichen Gewaltausbrüche verantwortlich sind", sagte die 48-Jährige weiter.
Nach dem Mord an Baynham waren im vergangenen Jahr 6.000 Menschen in London und 1.500 in Liverpool gegen Hassverbrechen auf die Straße gegangen (queer.de berichtete). (dk)















solange Politik und Kirchen uns weiter diskriminieren, entsteht ein gesellschaftliches Klima der Diskriminierung, dass dann auch Gewalt zur Folge hat.
Übrigens:
das gilt nicht nur für offene Diskriminierung, sondern auch für versteckte:
Die wenigsten Politiker werden zugeben, dass sie uns hassen (Politiker geben selten etwas zu). Aber alleine schon, wenn man uns nicht vollkommen zu 100% gleichstellt, ist das schon Diskriminierung genug!!
(Bsp: die FDP, die uns immer gerne umgarnt, aber gleichzeitig erklärt, warum sie nicht die Ehe öffnen will, uns nicht in Art. 3 GG aufnehmen will, etc.)
Und sowas schafft dann ein gesellschaftliches Klima, dass Mobbing, Hassverbrechen, etc. erst möglich macht.