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- 09. Juli 2004 2 Min.
Sie haben die Nase von Dieter Bohlen voll: Vorzeige-Lesbe Elli rockt endlich derbe, während Alexander versucht, auch ohne "Mr. Penisbruch" die Pop-Karriere hinzukriegen.
Von Jan Gebauer
"In my dream" (ab dem 12.7. im Handel) heißt die zweite Single der diesjährigen "Deutschland sucht den Superstar"-Gewinnerin Elli. Die erste "This Is My Life" stammte aus der Feder von Dieter Bohlen und war ein Top-5-Hit. Mit der neuen Single macht Elli genau das wahr, was sie schon kurz nach ihrem Sieg ankündigte: Ohne Dieter Bohlen eine Karriere aufbauen. Richtig rockig präsentiert sich die Sängerin mit der charismatischen an Melissa Etheridge erinnernden Stimme. Beim CSD in Köln stellte sie den Titel bereits auf der großen Straßenfest-Bühne vor und begeisterte damit das Publikum. Allen Kritikern zum Trotz hat sie auch den Text selbst geschrieben. Komponiert haben keine Geringeren als Philipp Grüll und Katharina "Nina" Wächter, mit denen sie bei Panta Rei (ihrer ehemaligen Band vor DSDS) zusammen gespielt hat. "In my dream" wurde von dem namhaften Produzenten Frank Bornemann (u. a. Guano Apes) neu bearbeitet. Beste Voraussetzungen für die Spitze der Charts, zumal die Nummer wirkliche Ohrwurm-Qualitäten hat!
"Here I am" heißt das zweite Album von Alexander, dem DSDS-Gewinner der ersten Staffel. In neun Monaten harter Studioarbeit hat Alexander den Longplayer eingespielt, der natürlich auch seine letzten Top-Hits "Free like the wind" und "Behind the sun" enthält, denen immer noch der Bohlen-Schmalz anhaftet. Die aktuelle Single "Sunshine after the rain", diesmal ohne Dieter, bietet zwar flotteren Pop, kommt aber über gefälliges "Tralala"-Niveau nicht hinaus. Im Gegensatz zu seiner Kollegin Elli fehlen dem smarten Sunnyboy immer noch Ecke und Kanten, um sich vom Meer "der netten Jungs von Nebenan" abzuheben. Auf dem Album gibt es noch jede Menge anderer Songs ohne die Hilfe von Bohlen und das tut dem Sound von Alexander auf lange Sicht sicher gut. Bleibt nur abzuwarten, ob das Publikum mitspielt. C. C. Catch, Thomas Anders, Chris Norman, Errol Brown oder auch Bonnie Tyler können ein Lied davon singen, wie schnell die Verkaufszahlen zurückgehen, wenn man sich vom "Meister" los sagt. Daran ändert auch "das Nase rümpfen" über seine Kompositionen nichts.
9. Juli 2004, 18:40
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