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  • 29. Oktober 2010 21 2 Min.

Für David Bahati sind Schwule und Lesben Kriminelle, von denen viele den Tod verdient haben.

In Uganda wird wieder über die Einführung der Todesstrafe für Homo­sexuelle diskutiert - währenddessen führt die Outing-Aktion einer Zeitung zu Übergriffen auf Schwule und Lesben.

Ein geplantes Gesetz über die Verschärfung der Sanktionen gegen homo­sexuelle Handlungen soll nun wieder ins Parlament eingebracht werden; David Bahati von der Regierungspartei NRM hatte es bereits vor einem Jahr vorgeschlagen. "Schwere Homosexualität" soll demnach zur Hinrichtung führen, "normale Homosexualität" soll - wie bereits jetzt - eine lebenslängliche Haftstrafe zur Folge haben. Todeswürdig ist laut Bahati, Sex mit einem gleich­geschlechtlichen Behinderten oder Jugendlichen zu haben. Aber auch schwulen "Serientätern" wird mit dem Galgen gedroht.

"Jeden Tag meines Lebens setze ich mich dafür ein, dass dieses Gesetz verabschiedet wird", erklärte Bahati gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender CNN. "Gott hat den Menschen zwar Freiheiten gegeben, aber niemand hat das Recht, eine Straftat zu begehen. Wir denken, dass Homosexualität in unserem Land eine Straftat ist", so die Begründung.

Die Mehrheit der Bevölkerung steht hinter der harten Linie gegen Schwule und Lesben: In einer Umfrage des Pew Research Center aus dem Jahr 2007 sprachen sich 96 Prozent der Bevölkerung für ein Homo-Verbot aus.

Direktlink | CNN berichtet über die Lage von Schwulen und Lesben in Uganda

Kürzung der Entwicklungshilfe?


Die Outing-Kampagne der Zeitung "Rolling Stone" steht unter dem Motto: "Hängt sie!"

Europäische und nordamerikanische Länder protestierten vor einem Jahr lautstark gegen die Einführung der Todesstrafe für Homo­sexuelle. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) drohte - wie auch Vertreter anderer Staaten - dem bitterarmen Land damit, die Entwicklungshilfe zu kürzen (queer.de berichtete).

Die Outing-Kampagne einer Zeitung trägt ihr übrigens zur Verunsicherung bei: Die "Rolling Stone", die in keiner Verbindung zur gleichnamigen US-Musikzeitschrift steht, veröffentlichte seit Anfang Oktober die Namen von "Top-Homos". Dazu gab es eine unmissverständliche Aufforderung auf der Titelseite: "Hängt sie!". Unter den Geouteten sind auch einfache Dorfbewohner, von denen teilweise auch Fotos veröffentlicht wurden, die die Zeitung aus sozialen Netzwerken wie Facebook heruntergeladen hat.

Homo-Aktivisten aus Uganda berichten nun, dass es vermehrt Übergriffe auf Schwule und Lesben gegeben habe. Frank Mugisha von Sexual Minorities Uganda erklärte gegenüber der BBC, eine Frau sei nach ihrem Outing fast gesteinigt wurden. Die Lage im Land sei katastrophal: "Manchen wird der Jobverlust angedroht, bei anderen drohen Familienmitglieder mit dem Rausschmiss aus ihrem eigenen Haus." Da Homo­sexuelle keinerlei staatlichen Schutz genießen, würden sie wie Freiwild behandelt. (dk)

-w-

#1 FloAnonym
  • 29.10.2010, 15:42h
  • Das sind nicht nur Barbaren, sondern die sind auch bigott:

    denn das Geld von Schwulen und Lesben (auch UNSERE Steuergelder fließen teilweise in Entwicklungshilfe) nehmen die gerne an!

    Ganz ehrlich:
    ich bin langsam nicht mehr bereit solche faschistischen Regime mit meinem Geld zu unterstützen und an der Macht zu halten!

    Deshalb:
    Entwicklungshilfe für solche Staaten komplett streichen. Darunter leiden dann zwar auch die nicht betroffenen, aber die bekommen eh das wenigste davon. Das meiste dient diesen Regimen um sich an der Macht zu halten...

    Ich hab lange genug auf Besserung gehofft, aber langsam die Schnauze voll. Wenn die uns so pervers finden, will ich die nicht auch noch finanzieren!!!
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#2 lukeAnonym
  • 29.10.2010, 16:01h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • Soll ich's wieder verlinken?

    Westerwelle droht schwulenfeindlichen Staaten

    Der Vorsitzende der FDP rechnet mit einem Wahlsieg für Schwarz-Gelb bei der Bundestagswahl 2009. Für diesen Fall macht er bereits jetzt seinen Anspruch auf das Außenamt in der Bundesregierung geltend. In dieser Funktion möchte er schwulenfeindlichen Staaten die Entwicklungshilfe streichen.

    www.welt.de/politik/article2855313/Westerwelle-droht-schwule
    nfeindlichen-Staaten.html


    Aber war klar und abzusehen... anders als beim Fussball ist vor der Wahl nicht nach der Wahl.

    Westerwelle, setzen, sechs.
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#3 stromboli
  • 29.10.2010, 16:10hberlin
  • Antwort auf #2 von luke
  • der guido ist vorsichtig geworden; sollten ihm die ämter verlustig gehen, brauchts vieleicht einen auslands- alterssitz..
    Harz4 4 und die hohen lebenshaltungskosten bei bleibendem netto vom brutto, lassen dann keine grossen sprünge zu.
    Da ist uganda ein sicherer zufluchtsort für ungeoutete
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