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  • 02. November 2010 7 2 Min.

Voller Körpereinsatz für den neuen TV-Ermittler (Bild: Screenshot Pro7)

Christoph Maria Herbst geht als TV-Kommissar vor einem Schwulen mit heruntergelassenen Hosen in die Knie. Queer.de hat zugeschaut.

Von Carsten Weidemann

"Lippenstift. An diesem Schwanz ist Lippenstift." Das sind Sätze, die es aus dem Mund eines deutschen TV-Ermittlers bislang noch nicht gegeben hat. Geschweige denn, dass Derrick und Konsorten es jemals gewagt hätten, unterhalb der Gürtellinie ihrer Verdächtigen zu ermitteln. Kommissar Kreutzer, der auf Pro7 am Monntagabend seinen ersten Fall lösen musste, tut das. Gespielt wird der Bulle von Christoph Maria Herbst, den man nur zu gut als fiesen Büroleiter Stromberg kennt. Ein bisschen der Strombergerschen Hinterfotzigkeit steckt auch in dieser Rolle.

In einem Nachtclub wird die Sängerin Dinah ermordet in ihrer Garderobe aufgefunden. Alle sind zunächst verdächtig. Auch der junge Kellner Roger (Ludwig Trepte), der sein schmales Gehalt mit dem dealen von Kokain und Heroin aufbessert. "Ich habe richtig guten Stoff da", lockt Kreutzer seinen Verdächtigen in einen leeren Lagerraum, gibt vor, mit ihm Sex haben zu haben. "Zieh Dich aus, na los. Hose runter. Komm schon", fordert Kreutzer, und geht auf die Knie. Tja, der dauergeile Kellner hat zuvor offensichtlich bereits orale Freuden von Dinah empfangen dürfen, war dann aber wohl zu faul, ins Bad zu gehen. Und Dinah, so stellt sich nun heraus, ist gar keine echte Frau.

"Kreutzer kommt" heißt der Titel der Serie ganz exakt, auch wenn das für die Szene mit dem Kellner nun nicht zutrifft. Man wolle einen "politisch unkorrekten" Ermittler zeigen, heißt es beim Sender, was wiederum den Tatsachen entspricht. Das macht aber auch den einzigen Reiz der Show aus. Christoph Maria Herbst ist in seinen kaltschnäuzig zynischen Rollen einfach unschlagbar. Doch diesem Krimi geht die Logik der Handlung flöten und es tummeln sich einfach zu viele Stereotypen am Tatort.

-w-

#1 GeorgFalkenhagen
#2 DomiAnonym
  • 02.11.2010, 15:05h

  • Naja wers schön findet solls eben gucken. Ist ja klar das bei so einem Sender wie Prosieben nichts bei raus kommt. Der Artikel im Blog von ich glaube es war Steven Milverton war ja schon vernichtend.
    Also ich werde es mir nicht angucken und wenn ich Stromberg schaut, sehe ich das auch von einem anderen Blickwinkel.
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#3 zeitungsléserAnonym
  • 02.11.2010, 15:17h
  • ob nun schwul, oder nicht - entscheidend ist das:
    schlecht gemacht (der nuschelt sich da was zusammen, haben die keine Tontechniker bei Pro7?), die Story ist dünn, dass man durchsch... kann und die Dialoge ziehen sich wie Kaugummi, um die Zeit zu strecken:
    ich habe mich schon lange nicht mehr so gelangweilt. Da hilft nur eins: Abschalten!
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