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- 03. November 2010 1 Min.

Theologin Angelika Walser kritisiert das System Kirche (Bild: Universität Wien)
Die Wiener Theologin Angelika Walser denkt, dass die Sexualmoral der katholischen Kirche krank macht.
Von Carsten Weidemann
Wer ist ein guter Katholik? Jemand, der die Sexualmoral befolgt oder jemand, der sich ihr widersetzt, weil sie krank macht? Für Theologin Angelika Walser ist klar, dass die zweite Wahl die Richtige ist. Die Tageszeitung "Stuttgarter Nachrichten" berichtet in ihrer heutigen Ausgabe von einer Diskussionsrunde vom vergangenen Wochenende, bei der die Wissenschaftlerin, die am Institut für Moraltheologie der Universität Wien arbeitet, eingeladen war.
"Ich werfe der Kirche eine latente Leib- und Körperfeindlichkeit vor", zitiert das Blatt sie. "Die Kirche wird sich an diesem Punkt reformieren müssen". Schwule Priester, die sich in dem patriarchalisch organsierten Männerbund einerseits aufgehoben fühlen, andererseits aber keine ausreichende sexuelle Reife entwickeln, weil sie ihre Regungen verstecken müssen, sowie eine antifeministische Haltung; Das seien Bedingungen, die Keuschheit zum "erdrückenden Ideal" mache. Die Missbrauchsfälle seien ein "systemisches Problem der Kirche".
Pessimistisch ist die Theologin allerdings, was den Reformwillen- und die Wandelbarkeit der katholischen Kirche angeht: "Das wird eine jahrhundertelange Aufgabe sein."
Links zum Thema:
» Der komplette Bericht der Stuttgarter Nachrichten















Schön ist es natürlich, wenn diese Dinge von einer Theologin angemahnt werden - und nicht von "phösen" Atheisten. So bekommen sie zumindest ein wenig mehr Gewicht.