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- 06. November 2010 2 Min.

Schnüffelstoffe aus der Alpenrepublik sind Geschichte
Die Schnüffeldroge ließ sich bis vor kurzem noch bequem per Internet aus Wien ordern. Die Gesundheitsbehörden drehen den Hahn zu.
Von Christian Scheuß
Mitte Oktober verriet das Nachrichtenblatt "Kleine Zeitung" ihren Lesern ein vermeintlich großes Geheimnis, dass in schwulen Kreisen schon lange keines mehr war: "Österreich hat sich zum Hauptumschlagplatz für den Konsum und Handel der Droge Poppers entwickelt." Aus dem Gesundheitsministerium hieß es, dass der Handel "noch" möglich sei und erließ laut Online-Händler gayrado.com zur selben Zeit ein vorläufiges Verkaufsverbot. Die österreichischen Arzneimittelagentur AGES PharmMed, eine Kontrollbehörde zur Überwachung des Medizinmarktes, kündigte zudem an, sich in diesem Jahr um "arzneimittelrechtliche Randbereiche" kümmern zu wollen. Das hat sie getan, wie der Online-Versandhändler "poppersdealer.com" am 5. November seinen Kunden per E-Mail mitteilte.
"Das Österreichische Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen ist nunmehr der Auffassung, dass es sich bei Poppers um Arzneimittel handelt und hat uns aufgefordert, unsere Kunden darüber in Kenntnis zu setzen", heißt es in der Nachricht. Den Konsumenten empfehle die Behörde, die erworbene Ware "zu entsorgen". Das mag die Popperskäufer zum Schmunzeln bringen, für Stirnrunzeln dagegen sorgt der Hinweis, dass die Behörde den Poppershändler auch aufgefordert habe, Namen und Adressen der verständigten Kunden zu übermitteln. Eine Forderung, die man bei der Qlams Trading GmbH, die poppersdealer.com betreibt, zurückweist: "Dem können wir unter Verweis auf §11 Datenschutz unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie dem Fehlen einer rechtlichen Grundlage nicht nachkommen. Diesbezüglich haben wir auch bereits Kontakt mit der Österreichischen Datenschutzkommission aufgenommen."
Neue Warenströme: Versand nun aus England
In Deutschland und anderen europäischen Ländern stehen die Nitritverbindungen mit der bekannten aufgeilenden Wirkung bereits seit langem auf der Liste verschreibungspflichtiger Wirkstoffe. Onlinehandel und Versand waren deshalb nicht von hier aus möglich. Es existierte aber über die Sexshops ein lebhafter Graumarkt mit Fläschchenverkauf unter der Ladentheke. Das Risiko, erwischt zu werden, ließ man sich mit ordentlichem Preisaufschlag vergüten. Der österreichische Internethandel hat die Preise ins Rutschen gebracht und es für die Kunden sehr bequem gemacht.
Die Versandhändler haben schnell reagiert auf die neue Situation und inzwischen neue Firmen in England gegründet. So gehört zum Beispiel der Shop poppers.at jetzt nicht mehr zur Nilion Trading GmbH in Wien, sondern zur Red Fun Ltd. mit Sitz in Stockport, nahe Manchester. Der Versand erfolgt jetzt auch aus Großbritannien. Weltweit. Nur nicht mehr nach Österreich.
Links zum Thema:
» Poppers - Das Handbuch zur schwulen Sexdroge, bei Amazon
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Ich meine, Homosexuelle sind schon so vielfältig abhängig von allem Möglichen, dass da Poppers eine unter Anderen ist.
Nur: Wer garantiert die tollen Therapien nach EKAF Richtlinien und wer prüft die Verträglichkeit mit anderen Drogen nebenher, wie sie in grossem Masse konsumiert werden?
Früher hiess es: Mit 30 jage ich mir eine Kugel in den Kopf. Dann sah man die Homos noch mit 50 auf den Toiletten herumstreunen. Jetzt wird schon ab Mitte 20 "gedrögelt" und dann siechen sie bis zur Pension dahin. Wer bezahlts? Die Krankenkassen - wie lange noch?
Und der dickste Hammer: Bei all dem haben sich die Leute nie wirklich kennengelernt. Denn Drogen schaffen Abhängigkeiten nach allen Seiten, aber keine Solidarität und keine Freunde, mit denen man auch ohne Ficken älter werden kann...