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  • 09. November 2010 26 2 Min.

Vlatko Marković wünscht sich eine schwulenfreie Nationalmannschaft.

Der Chef des kroatischen Fußballbundes hat erklärt, dass er keine homo­sexuellen Spieler in seinem Team dulden werde - dagegen ruft der deutsche Fußballer Mario Gomez Schwule zum Coming-out auf.

"Solange ich Präsident des Fußballbundes bin, wird kein Homo­sexueller in der Nationalmannschaft spielen", erklärte Vlatko Marković gegenüber der Tageszeitung "Vecernji List". Der 73-Jährige sagte weiter, ihm sei ohnehin noch nie ein schwuler Kicker begegnet: "Zum Glück spielen nur normale Leute Fußball". Marković war in den 1950er und 1960er Jahren bei Fußballclubs in Jugoslawien, Österreich und Belgien aktiv. Von 1993 bis 1994 trainierte er die kroatische Nationalmannschaft.

Homo-Gruppen haben bereits angekündigt, den Verbands-Präsidenten wegen Diskriminierung anzuzeigen. Außerdem wollen sie sich bei der europäischen Fußballvereinigung UEFA beschweren.

Das Thema Homophobie im Fußball ist auch in Deutschland nach dem Schiedsrichter-Skandal wieder hochgekocht. In der Schlammschlacht hat der ehemalige DFB-Funktionär Manfred Amerell nun DFB-Chef Theo Zwanziger angezeigt (queer.de berichtete).

Mario Gómez empfiehlt Coming-out


Mario Gomez: "Schwulsein ist doch längst kein Tabuthema mehr" (Bild: Wiki Commons / Ralf Reinecke / CC-BY-SA-3.0)

Der deutsche Nationalspieler Mario Gomez von Meister Bayern München empfiehlt schwulen Profifußballern dagegen, sich zu offenbaren: "Sie würden dann wie befreit aufspielen. Schwulsein ist doch längst kein Tabuthema mehr", erklärte der 25-Jährige gegenüber der Zeitschrift "Bunte" "Wir haben einen schwulen Vizekanzler, der Berliner Bürgermeister ist schwul. Also sollten sich auch Fußballprofis zu ihrer Neigung bekennen".

Bislang hat sich nur ein englischer Profi 1990 zu seiner Homosexualität bekannt. Justin Fashanu brachte das kein Glück. Der einstige Hoffnungsträger musste mehrfach das Team wechseln und verübte 1998 unter mysteriösen Umständen Selbstmord. Er wurde gerade 37 Jahre alt. (dk)

#1 MrBelMarie
  • 09.11.2010, 18:43hHamburg
  • Naja sooo lange wird er wohl nicht mehr Präsident sein, bei dem Alter...
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#2 Knueppel
  • 09.11.2010, 19:02h
  • '(...) Solange ich Präsident des Fußballbundes bin, wird kein Homosexueller in der Nationalmannschaft spielen", erklärte Vlatko Marković gegenüber der Tageszeitung "Vecernji List" ...'

    Was für ein "Idiot"!

    Selbstverständlich spielen längst *schwule Fußballer in der Nationalmannschaft, allerdings müssen sie aufgrund zu erwartender Nachteile mit ihrem Coming-Out warten.

    Mit Verlaub Herr Präsident, Sie sind ein "homophobes Arschloch"!!!

    (*die werde ich jetzt nicht outen, weil sie sonst einen Spießrutenlauf vor sich hätten)
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#3 Linu86
  • 09.11.2010, 19:03hAachen
  • Ich wil mich jetzt mal auf das Kommenatr von Gomez beziehen, weil das Darüberstehende bedarf wohl keines Kommentars.

    Die Vokabeln die wir gebrauchen formen auch unsere Ansichten. Wieso wird eigtl. im Zusammenhang mit Homosexualität immer von "Neigungen" gesprochen (siehe Gomez: "zu ihrer Neigung bekennen")? Wieso reduziert man hier mal wieder alles auf den sexuellen Aspekt? Ich habe auch noch nie von einer "heterosexuellen Neigung" gehört...
    Auch anhand anderer Ausdrücke und Phrasen wird das immer wieder sehr schön sichtbar, selbst wenn die Leute es eigentlich nicht böse meinen....
    Heterosexuelle haben Beziehungen,
    Homosexuelle haben Sex
    Heterosexuelle haben Familien,
    Homosexuelle starten Experimente
    Heterosexuelle haben eine moralische Vision,
    Homosexuelle haben eine "Agenda"
    Heterosexuelle haben ein Leben,
    Homosexuelle haben einen "Lebensstil/Lebenswandel"
    Heterosexuelle haben Ehen,
    Homosexuelle haben "eingetragene Lebenspartnerschaften" ("Autoversicherung" gabs ja leider schon)
    Schon traurig irgendwie.
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