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- 11. November 2010 2 Min.

Werbeposter der Ex-Gay-Gruppe (Bild: PFOX)
Eine Ex-Gay-Gruppe ist in die Positivliste der Organisationen aufgenommen worden, die von der Weltbank mit Spenden unterstützt werden.
Wie das Washingtoner Homo-Magazin "Metro Weekly" meldet, sind die Homo-Heiler von Parents and Friends of Ex-Gays & Gays (PFOX) erstmals in die Liste der Community Connections Campaign aufgenommen worden. Mit diesem Programm sollen Mitarbeiter ermutigt werden, an gemeinnützige Organisationen zu spenden - die Weltbank legt dann zu jeder Zuwendung noch einmal 50 bis 100 Prozent des Betrages hinzu.
PFOX wird nun auf der Liste der von der Weltbank genehmigten Gruppen direkt über der Homo-Gruppe PFLAG aufgeführt, die sich für die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben einsetzt. Ein Sprecher der Weltbank erklärte, seine Organisation unterstütze nicht direkt die Homo-Heiler. "Weil die PFOX die Minimalanforderungen für eine Aufnahme erfüllt hat, ist die Gruppe dieses Jahr dabei", erklärte er via E-Mail. Zu den Kriterien zählt etwa, dass eine Initiative als gemeinnützig anerkannt wird und in der Region Washington aktiv ist.
"Widerlich und skandalös"

Weltbank-Liste der Spendenorganisationen: Die Homo-Hasser sind direkt über eine Hilfsorganisation für Schwule und Lesben aufgeführt. (Bild: Weltbank)
Wayne Besen von der Homo-Gruppe "Truth Wins Out" nannte die Aufnahme der Homo-Heiler in die Liste "widerlich und skandalös". "Die Weltbank soll sich nicht hinter Formalitäten verstecken. Hass bleibt Hass", so Besen.
PFOX setzt sich wie andere Ex-Gay-Gruppen aus religiösen Gründen dafür ein, Homosexuelle mit einer Konversionstherapie zu "heilen". Der amerikanische Psychologenverband hält diese meist christlich-fundamentalistisch auftretenden Organisationen für gefährlich, da sich die sexuelle Orientierung nicht ändern lasse - und die Ex-Gays bei junge Menschen mit ihrer "Therapie" psychologische Probleme auslösen, die oft im Selbstmord enden. Zudem setzen sich diese Organisationen auch für unmenschliche Gesetze ein. So wirbt der frühere PFOX-Chef Richard Cohen dafür, dass in Uganda die Todesstrafe für Homosexualität eingeführt werden soll (queer.de berichtete).
Auch in Deutschland versuchen Homo-Heiler, Fuß zu fassen. Im Juli warnte deshalb der Lesben- und Schwulenverband vor der Ex-Gay-Bewegung und richtete eine Beratungsseite für Opfer der Fundamentalisten ein (queer.de berichtete). (dk)















Frei rumlaufen dürfen sie trotzdem noch immer, im Gegensatz zu ihren Opfern.
www.youtube.com/watch?v=aDiYeJ_bsQo