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  • Von Christian Scheuß
    12. November 2010 10 2 Min.



In der Ausgabe der Augsburger Allgemeinen vom 11. November stoßen wir auf einen Gerichtsreport, in dem sowohl die darin Beteiligten als auch der Reporter das Bild vom "alten Aids" mit seinen vermeintlich lebensbedrohlichen Folgen an die Leser weiter transportieren.

Was geschah: Anfang März 2010 erschütterte eine Einbruchsserie die Ruhe der Bewohner des bayerischen Ortes Pfaffenhofen. Ein Suchtkranker übte sich nächtelang in der Beschaffungskriminalität und hatte sich dafür Praxen und Geschäfte ausgesucht. Bis ihn der 62-jährige Ex-Bürgermeister Hans Prechter mit aller Wucht stoppen konnte. "I hob' eam hoid an d'Wand druckt. Es ist halt manchmal doch ganz gut, wenn man ein bisserl schwerer ist ", zitiert die Zeitung die Aussage des über hundert Kilo schweren Mannes vor dem darüber schmunzelnden Richter. Prechter hatte den Einbrecher im eigenen Haus erwischt. Der Geplättete setzte sich heftig zur Wehr und verletzte den Kommunalpolitiker durch einen Biss und mit einem Schraubenzieher, bevor er fixiert und der Polizei übergeben werden konnte. Aber Prechter hatte, so schreibt der Reporter, "die ersten Tage danach auch eine ganz schlimme Furcht" Denn: "Es hätte ja sein können, dass er Aids hat - das hat mich schon ziemlich belastet", sagt Prechter.

Keine Frage, der Lokalpolitiker ist Opfer eines kriminellen Geschehens mit traumatisierenden Nachwirkungen: Aber hat ihn kein Mediziner über die Wahrscheinlichkeit einer Infektion in diesem Fall aufgeklärt? Hat er keine Postexpositions-Prophylaxe mit HIV-Medikamenten verschrieben bekommen, um eine Infektion mit großer Sicherheit verhindern zu können? Hat irgendjemand die Relationen klarmachen können: Dass - zum Schmunzeln anregendes - starkes Übergewicht möglicherweise ein höheres Gesundheitsrisiko darstellt, als eine gut kontrollierbare HIV-Infektion, die "ganz schlimme Furcht" erzeugt?

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.11.2010, 23:43h
  • Beschaffungskriminalität ist eines der Verbrechen, das am häufigsten in unserem Land zu beobachten ist. Auch mein Lebenspartner wurde Opfer eines solchen kriminellen Subjektes. Und das ist noch gar nicht so lange her. An einem Wochenende im September hat einer in das Modellbaugeschäft in der Nacht vom Samstag auf Sonntag eingebrochen und nach Verwertbarem für das Verticken über EBAY gesucht. Dabei wurde er von der Polizei in flagranti ertappt und mit Handschellen fixiiert. Als wir am Tatort eintrafen, war die Verglasung der Eingangstür demoliert und der Täter hatte sich beim Aussteigen auch noch verletzt. Die Kripo, die dann einige Zeit später (zuvor hatte die in der Nähe eine Haschplantage konfisziert) eintraf, hat alles nochmal nach Fingerabdrücken untersucht und ist auch fündig geworden.

    Wir erfuhren schließlich, daß der Einbrecher schon einiges auf dem Kerbholz hatte und in andere Geschäfte und sogar in einer Schule (!!!) einbrach. Sein Bruder, der auf den Raubzügen mit dabei war, konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Bleibt nur zu hoffen, daß die beiden demnächst im Knast schmoren!
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#2 herve64Ehemaliges Profil
  • 14.11.2010, 10:14h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • "Beschaffungskriminal ität ist eines der Verbrechen, das am häufigsten in unserem Land zu beobachten ist.":

    Also, der Unsinn, den du hier zusammenschreibst, ist schon wirklich sagenhaft! Nur weil dein Partner Opfer von einem Einbruch mit dem Motiv Beschaffungskriminalität war und diese Umstände ihn und dich persönlich treffen, kannst du noch lange keine Aussage darüber treffen, wie häufig dieses Delikt in diesem Land vorkommt. Wenn du schon eine derartige These aufstellst, dann solltest du sie mit Zahlen belegen anstelle deine persönlichen Befindlichkeiten hier episch auszubreiten.

    Abgesehen davon geht es hier in erster Linie um eine krankhafte AIDS-Phobie auf dem Lande und nicht um Beschaffungskriminalität.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.11.2010, 14:23h
  • Antwort auf #2 von herve64
  • Doch es geht genau auch darum!

    Beschaffungskriminalität ist in Deutschland gang und gäbe und von dieser Tatsache lasse ich mich auch nicht abbringen!
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