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- 13. November 2010 2 Min.

Diese Zeilen sind für die Polizei eine Sachbeschädigung
Wie erst jetzt überregional bekannt wurde, haben Unbekannte in der Nacht zum letzten Montag einen Bürgersteig am Audimax in Greifswald mit homofeindlichen Parolen beschmiert. Anlass für die Zeilen "Homosexuell = Volkstod" und "Gender Mainstream ist krank" war offenbar eine Aktionswoche gegen Sexismus und Homophobie, die in dem Hörsaalgebäude der Universität in dieser Woche stattfand.
Wie der Verein lesbischer & schwuler Polizeibediensteter (VelsPol) in Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, nahm die Greifswalder Polizei die Sache nicht sonderlich ernst. Eine Strafanzeige einer Asta-Verantwortlichen wurde zunächst nicht aufgenommen. Auf eine Anzeige eines Uni-Mitarbeiters hin seien Beamte dann vor Ort erschienen, hätten Spuren gesichert und eine Sachbeschädigung aufgenommen.
"Homosexuelle dürfen offensichtlich nach der Auffassung der Beamten in Greifswald öffentlich verunglimpft werden", kritisiert VelsPol. Die Beamten hätten "mindestens den Anfangsverdacht der Volksverhetzung" prüfen und "mehr Fingerspitzengefühl" zeigen sollen. "Das Geschehen zeigt uns, dass hier noch sehr viel Aufklärungsbedarf innerhalb der Polizei zum Thema Homosexualität / Homophobie besteht." VelsPol will zusammen mit dem LSVD an der Sache dranbleiben.
Waren es Rechtsradikale?

Die Aktionstage fanden trotzdem statt
Das Studentische Online-Portal der Uni, webmoritz.de, vermutet, das Kürzel ANG könnte für "Autonome Nationalisten Greifswald" stehen: "Der Schriftzug erinnert sehr an die Graffitis, die während der Erstsemesterwoche rund um die Mensa entstanden und für eine 'NS-Hochschulgruppe' warben."
Die "Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie", die seit Montag bis diesen Sonntag laufen, umfassen in Vorträgen und Diskussionen so unterschiedliche Themen wie "Genderfragen in der tschechischen Literatur und Kultur", "Don't ask don't tell" und schwulenfeindliche Songs im Reggae. Auch ein Workshop "Geschlechterumwandlung" und eine Abschlussparty standen auf dem Programm. (nb)














Was die Ausländer betrifft, zeignet sich zur Zeit ein Umdenken ab; und auch, was Schwule betrifft, wird es demnächst einen neuen "Sarrazin" geben, der laut gegen Schwule wettern wird. Dann wird der Zeitpunkt da sein, dass viele Heteros endlich gegen Schwule das laut sagen dürfen, was sie bisher nur denken.
Wir sollten also auf der Hut sein und uns bewusst sein, dass eine Minderheit von 3-4 % auch in Zukunft von der Toleranz der Mitmenschen abhängig sein wird.