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- 15. November 2010 2 Min.

Trauzeuge war Skype: Mark Reed und Dante Walkup sind das erste schwule Ehepaar, das in Texas geheiratet hat.
Ein schwules texanisches Paar hat via Skype geheiratet, um so das Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Partner zu umgehen.
Wie das Homo-Magazin "Dallas Voice" meldet, haben sich Mark Reed und Dante Walkup am 10. Oktober in einem Hotel im Westen von Dallas vor 80 Gästen das Ja-Wort gegeben. Da Schwule und Lesben in Texas nicht heiraten dürfen, hat eine Standesbeamtin aus der Hauptstadt Washington D.C. die Trauung übernommen. Er war auf einem Großbildschirm mit Hilfe von Skype zugeschaltet worden. Ihre Eheurkunde wurde dem Paar danach ganz altmodisch vom Briefträger überbracht.
"Wir wollten das auf diese Art durchziehen, weil bei einer Eheschließung hier in unserer Heimat Dallas auch unsere Familie und unsere Freunde dabei sein können", erklärte Reed nach der Hochzeit. "Es war wichtig, dass unsere beiden Familien gekommen sind. Obwohl wir schon seit zehn Jahren ein Paar sind, haben sie sich nie richtig getroffen. Wenn wir nach Washington gegangen wären, wären nicht alle Leute dabei gewesen, die uns wichtig sind." Washington ist rund 2.000 Kilometer von Dallas entfernt. Das Paar musste allerdings vor der Eheschließung persönlich nach Washington fahren, um die Hochzeit beim Standesamt anzumelden.
Widerstand in Texas
Noch ist unklar, ob Texas gerichtlich gegen die Eheschließung vorgeht. Internethochzeiten sind nach der gegenwärtigen Gesetzgebung nicht verboten, argumentiert Reed. Allerdings gibt es in dem konservativen Bundesstaat nach wie vor viel Widerstand gegen die E-Hochzeit. So weigerte sich etwa die Tageszeitung "Dallas Morning News", eine bezahlte Hochzeitsanzeige zu drucken.
Mark Reed ist ein Aktivist für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben. So ist er etwa Vorstandsmitglied der Homo-Gruppe GetEQUAL, die durch spektakuläre Aktionen auf die Ungleichbehandlung von Schwulen und Lesben hinweist. Erst im Mai dieses Jahres wurde Reed in Washington festgenommen, nachdem er sich mit fünf anderen Aktivisten an den Zaun des Weißen Hauses gekettet hat. Er wollte damit gegen das Homo-Verbot in den US-Streitkräften demonstrieren.
In den USA dürfen die Bundesstaaten entscheiden, ob und auf welche Art sie Homo-Paare anerkennen. Derzeit ist die Ehe in fünf Bundesstaaten sowie der Hauptstadt Washington und in einem Indianerreservat in Oregon für Schwule und Lesben geöffnet. Neun weitere Staaten haben eingetragene Lebenspartnerschaften eingeführt. Die Bundesregierung erkennt die schwulen und lesbischen Eheschließungen nach einem Gesetz aus dem Jahr 1996 allerdings nicht an. Das führt etwa dazu, dass ausländische Partner von Amerikanern nach einer Heirat nicht automatisch eine Niederlassungserlaubnis erhalten, wie es bei heterosexuellen Paaren der Fall ist. (dk)















da wird's sogar twens wie mir ganz heiß.