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  • 17. November 2010 17 2 Min.

So offen wie bei "Little Britain" sind in Deutschland nur wenige Pfarrer.

Evangelische Pfarrer in Bayern sollen künftig in Pfarrhäusern mit ihrem schwulen oder lesbischen Lebenspartner zusammenwohnen dürfen.

Der Landeskirchenrat hat entschieden, das bisherige Verbot aufzuheben, wie Landesbischof Johannes Friedrich mitteilte. Bisher durften evangelische Pfarrer mit ihrem Lebenspartner nur in einer Privatwohnung zusammen leben. Das Thema ist in der vergleichsweise konservativen bayerischen Luther-Kirche umstritten. Es wird erwartet, dass es bei der Landessynode, die vom 21. bis 25. November in Neu-Ulm stattfindet, zu heftigen Kontroversen kommen wird. Das Kirchenparlament muss der Entscheidung noch zustimmen.

Friedrich begründete den Richtungswechsel mit der liberaler werdenden Gesellschaft. Die Kirche sei zudem inkonsequent gewesen, zwar homo­sexuelle Beziehungen von Pfarrern zuzulassen, aber die Partner dieser Mitarbeiter mit einem Wohnverbot im Pfarrhaus zu belegen. Dennoch gibt es Regeln, die schwule und lesbische Pfarrer einhalten müssen: "Auch homo­sexuelle Partnerschaften sind dahingehend zu profilieren, dass sie auf Dauer angelegt sind und zwei Menschen lebenslang Verantwortung füreinander übernehmen", erklärte Friedrich. Die Pfarrer müssen daher nach deutschem Recht verpartnert sein und die Kirchenführung muss dem Zusammenleben genehmigen. Eine Zustimmung werde nach Angaben des Landesbischofs nur erteilt, wenn sichergestellt sei, dass der Frieden in der Kirche und der jeweiligen Gemeinde nicht gefährdet werde.

Kritik von konservativen Christen

Zuvor hatten konservative Kirchenmitglieder gegen das Entgegenkommen der Kirche protestiert. So erklärte der "Arbeitskreis Bekennende Christen in Bayern" (ABC), dass die Bibel Homosexualität als "widernatürlich" beschreibe. Schwule und Lesben müsste daher eher geholfen werden, ihre Empfindungen zu überwinden als sie zu akzeptieren. Im ABC sind 20 an alten Werten orientierte christliche Gruppen organisiert.

Die evangelische Kirche regelt den Umgang mit Homosexuellen regional. So erlauben etwa nur neun der 22 Gliedkirchen die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. (dk)

-w-

#1 mir san mirAnonym
  • 17.11.2010, 14:01h

  • zieht eva brunne jetzt nach fürstenfeldbruck?
    gliedkirchen - was für ein frauenfeindlicher ausdruck! da haben die zahlreichen pfarrerinnen ja doch noch was zu tun.
    ansonsten ein klarer wayne-fall. Gibts sonst nichts mehr zu berichten?
    noch einmal overbeck und ich kündige das abo hier!!
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#2 jojoAnonym
  • 17.11.2010, 16:22h
  • na, hauptsache, "ehe und familie" bleiben das "leitbild" der kirche, homos im pfarrhaus werden ausdrücklich zur "ausnahme" erklärt und müssen auf allen hierarchie-ebenen um erlaubnis betteln, um mit ihrem partner zusammenwohnen zu dürfen!

    wo kämen wir schließlich hin, wenn die kirche von gestern auf heute solche irrlehren wie den gleichheitsgedanken ernst nehmen oder gar vertreten würde? ;-)
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.11.2010, 19:32h
  • Die schwulen Kollegen der Katholenfakultät sollen bald nachziehen! Nachtigall, ick hör Dir trappsen!
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