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  • 18. November 2010 12 2 Min.

Der kroatische Verbandschef Vlatko Markovic

Die europäischen Fußballverband UEFA hat Ermittlungen gegen den Chef des kroatischen Verbandes aufgenommen, weil dieser ein Schwulenverbot verhängt hatte.

Vlatko Markovic hatte Anfang November in einem Interview erklärt, dass während seiner Präsidentschaft "kein Homo­sexueller in der Nationalmannschaft spielen" dürfe (queer.de berichtete). Jetzt wird der in der Schweiz ansässige europäische Verband entscheiden, ob Markovic gegen die UEFA-Rechtspflegeordnung verstoßen hat. Artikel 11 verlangt eine Bestrafung von Funktionären, wenn sie eine Gruppe von Personen herabsetzen oder diskriminieren. Die Anhörung ist für den 25. November angesetzt.

Markovic hat sich bereits für seine Aussage entschuldigt und erklärt, er sei missverstanden worden: "Es war nicht meine Absicht, jemanden zu verletzen. Ich habe nichts gegen Minderheiten", ließ er nun verbreiten.

"Schwule sind fürs Ballett"


Zdravko Mamic will schwule Schriftsteller, keine schwulen Fußballer

Seine homofeindliche Aussage ist aber in Kroatien aber auf fruchtbaren Boden gefallen, denn auch andere Fußballer und Funktionäre äußern sich kritisch gegenüber Schwulen. Zdravko Mamic, der Vizepräsident des Spitzenclubs Dinamo Zagreb, versucht sich etwa in der Boulevardzeitung "24 Sata" in homo­sexueller Berufsberatung: "Ich würde auch keine Schwulen in meiner Nationalmannschaft spielen lassen. Schwule sind fürs Ballett. Die können Journalisten oder Schriftsteller werden", so Mamic. Sein Club spielt dieses Jahr auch international in der Europa-League (Gruppe D).

Kroatien, das gegenwärtig kein Mitglied der EU ist, gilt als äußerst konservatives Land. Schwule und Lesben haben hier einen schweren Stand: In den letzten Jahren sind etwa CSD-Teilnehmer immer wieder tätlich angegriffen worden. Das Land bemüht sich aber, im Zuge der EU-Beitrittsverhandlungen europäische Standards im Diskriminierungsschutz umzusetzen. Es wird erwartet, dass Kroatien bis 2013 in die Union aufgenommen wird. (dk)

-w-

#1 FloAnonym
  • 18.11.2010, 17:38h
  • Wenns ans Geld oder die Karriere geht, fühlt man sich plötzlich "missverstanden". Aber ich frage mich: was kann man an dieser Aussage missverstehen?

    Ansonsten hoffe ich, dass die EU ihre Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt und Kroatien nicht eher in die EU aufgenommen wird, ehe dort nicht Schwule und Lesben gleichgestellt sind!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.11.2010, 22:32h
  • Dann kann die UEFA gleich auch noch gegen Herrn Mamic wegen dessen homophoben Äußerungen in Stellung gehen und ermitteln! Hoffentlich fällt die Strafe so hart wie möglich aus!
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