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  • 20. November 2010 5 1 Min.

Die Idee mit der "It gets better"-Kampagne aus den USA zieht immer weitere Kreise. Jetzt hat auch die britische Homo-Organisation "Stonewall" bei YouTube einen Kanal eröffnet, um mit Videobotschaften möglichst prominenter Menschen für eine diskriminierungsfreie Atmosphäre für homosexuelle Jugendliche an Schulen zu werben. Bestes Pferd im Videostall der UK-Version ist Premierminister David Cameron, der zunächst lobt, was bereits alles an Gleichstellung erreicht worden ist. Um dann schwul-lesbische SchülerInnen zu ermutigen, ihr Leben in die Hand zu nehmen, und nicht auf bessere Zeiten zu warten.

Erstaunlich ist auf jeden Fall, wie bereitwillig sich inzwischen hochrangige Politiker für solche von der Community entwickelten Projekte einbinden lassen. Was wäre geschehen, wenn Bundeskanzler Helmut Kohl in seiner Weihnachtsansprache vor 20 Jahren bereits so etwas gesagt hätte wie: "Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Die Gechichte lehrt uns, dass Hass und Gewalt nur zu Mauern in unseren Köpfen führt. Doch die Landschaften der Liebe sollen für das gesamte deutche Volk blühen. Auch für Euch, liebe homosexuelle Schülerinnen und Schüler." (cs)

-w-

#1 meet the pinkAnonym
  • 20.11.2010, 14:22h
  • "Was wäre geschehen, wenn Bundeskanzler Helmut Kohl in seiner Weihnachtsansprache vor 20 Jahren bereits so etwas gesagt hätte ..."

    Alle Welt hätte angenommen, dass ihm dieser Film von Mal zu Mal besser gefallen hat. Und manche Jungs in Lichterhagen hätten vielleicht nicht das Gefühl gehabt für eine schweigende Mehrheit zu handeln?

    de.wikipedia.org/wiki/Mein_wunderbarer_Waschsalon

    Baroness Thatcher of Kesteven fand den Film grauenhaft.

    Gibt es viele Schwule im Bereich Medien?
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.11.2010, 16:51h
  • Und wann kommt sowas in Deutschland???
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#3 eMANcipation*Anonym
  • 20.11.2010, 21:10h
  • Soll der schlechte Witz über Helmut Kohl jetzt die Tatsache unter den Teppich kehren,

    dass es hierzulande bis zum heutigen Tage KEIN einziger Spitzenpolitiker aus der so genannten ersten Reihe, geschweige denn ein Regierungschef, für nötig hält,

    die Lebenssituation homosexueller Jugendlicher, welche zunehmend homophobe Einstellungen ihrer Altersgruppe,

    zunehmend weniger gefühlte Freiheit für homosexuelle Kontakte gerade unter männlichen Jugendlichen,

    massive verbale und psychische, teilweise sogar rohe Gewalt im schulischen wie allgemein gesellschaftlichen Alltag

    sowie ein offiziell bestätigtes viermal höheres Suizidrisiko einschließt,

    endlich effektiv und mit allen verfügbaren politischen und rechtsstaatlichen Mitteln zu verbessern?

    Dieses lebenswichtige Thema auch nur ein einziges Mal breitenwirksam auf nationaler Bühne anzusprechen?

    Wann finden unsere Community und nicht zuletzt so genannte schwule Medien endlich die klare Sprache, die die Realitäten dringend erfordern?

    Zum Beispiel:

    Heteronormativität und Homophobie töten Kinder und Jugendliche!

    Und deshalb müssen sie überall - in der "Erziehung", in den Kindergärten und Schulen, in den Massenmedien (!), allgemein im gesellschaftlichen Diskurs (siehe nicht zuletzt Hassverbreitung und Diffamierung im Namen von Kirchen und "Religion") und im öffentlichen Raum - von Anfang an aktiv bekämpft werden!
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