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Hier lernen Kinder, an welcher Stelle Dieben Hand oder Fuß abgeschlagen werden muss. (Bild: BBC News/Screenshot)

Nach BBC-Recherchen werden in bis zu 40 islamischen Wochenend- oder Abendschulen in Großbritannien Schubücher aus Saudi-Arabien verwendet, die als Strafe für Homosexualität den Tod fordern.

Das Fernsehmagazin "Panorama" berichtete in einer am Montag ausgestrahlten Folge über die Bücher, mit der 5.000 Schüler zwischen sechs und 18 Jahren im Land unterrichtet werden. Die Schulbücher beschreiben Sex unter Männern generell als todeswürdig. Einzig über die Art der Exekution gibt es demnach verschiedene Ansichten: Schwule könnten entweder gesteinigt, verbrannt oder von einer Klippe gestürzt werden.

Auch andere brutale Bestrafungsmethoden werden ausführlich beschrieben. So heißt es etwa: "Die Hände von Dieben werden für eine erste Straftat abgehackt, ihre Füße für ein weiteres Vergehen." Illustrationen verdeutlichen den Schülern, wo die Gliedmaßen abgetrennt werden sollen.

Die Bücher sind zudem durchzogen von Antisemitismus: Juden würden sich demnach in Schweine und Affen verwandeln, schreiben die Autoren an einer Stelle. Ziel der "zionistischen Bewegung" sei es, die Weltherrschaft zu übernehmen, indem sie Zwietracht unter Feinde säen würde.

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Bildungsminister Michael Gove (Bild: Wiki Commons / Paul Clarke / CC-BY-3.0)

Die saudische Regierung hat erklärt, dass sie keinerlei Verbindungen zu den britischen Islamschulen unterhalte. Allerdings erhielten Schulen wie auch die BBC die Bücher aus einem Gebäude in West-London, das der saudischen Regierung gehört.

Der konservative Bildungsminister Michael Gove erklärte, dass der Inhalt der Bücher "absolut unagemessen" sei: "Saudi-Arabien ist ein souveränes Land. Ich will mich nicht in dessen Bildungssystem einmischen. Aber eins ist klar: In englischen Schulen kann antisemitisches Gedankengut nicht gelehrt werden". Gove erklärte, dass der Staat diese Schulen nun überprüfen und gegebenenfalls eingreifen müsse. Bislang gibt es keine Kontrollen für Schulen, die weniger als zwölfeinhalb Stunden pro Woche unterrichten. (dk)

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#1 Frankyboy
  • 23.11.2010, 13:03h
  • Unfassbar...

    Glaube hin - Glaube her, sowas darf in der westlichen Welt einfach nicht passieren bzw. unterrichtet werden! Zum Glück ist es aufgefallen, bleibt nur zu hoffen, dass Mr. Gove dort eingreift!
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#2 Gollom Anonym
  • 23.11.2010, 13:24h

  • Aaaaah!!!was geht nur in diesen kranken köpfen vor,die solche strafen fordern?da hilft nur eins,alle sogenannten lehrbücher verbrennen,und dem verfasser dieser bücher selber mal spüren lassen was schmerzen sind
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#3 dummfugAnonym
  • 23.11.2010, 13:44h
  • Antwort auf #2 von Gollom
  • @#2: ...verbrennen...

    Nein, verbrennen dürfen wir Bücher nicht. Es sind Zeugnisse falscher Lehre und dürfen daher (quasi Beweismaterial) auch für spätere Generationen nicht verbrannt werden. Aber die Verbreitung dieses nach unserem Gesetz und unserer Moral muss verboten werden, und Kindern und Jugendlichen darf der Zugang nur gewährt werden, wenn darüber kritisch gesprochen wird.

    Selbstverständlich muss radikal gegen radikale, falsche Vorstellungen vorgegangen werden. Und erst recht gegen die, die diese "Propaganda" in Umlauf bringen oder sogar verteidigen.
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