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https://queer.de/?13227
  • 26. November 2010 37 2 Min.

(Bild: Wiki Commons / Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern - Landeskirchenamt / PD)

Die Landessynode der evangelischen Kirche in Bayern hat gebilligt, dass lesbische oder schwule Pfarrer mit ihrem gleich­geschlechtlichen Lebenspartner im Pfarrhaus wohnen dürfen.

Im Kirchenparlament stimmten von den 108 Mitgliedern nur fünf gegen den Antrag, fünf weitere enthielten sich der Stimme. Zuvor hatte der Landeskirchenrat die Aufhebung des Wohnverbots beschlossen, weil die Kirche bereits jetzt homo­sexuelle Beziehungen von Pfarrern zulässt (queer.de berichtete). Deshalb sei es inkonsequent, das Zusammenleben des Paares zu verhindern, so Landesbischof Johannes Friedrich. Verpartnerte Pfarrer müssen sich das Recht auf Zusammenleben aber künftig zunächst von der Kirchenführung genehmigen lassen. Bislang hätten sich fünf Paare bei der Landeskirche gemeldet, die gerne zusammenleben wollen, erklärte Friedrich. Er geht davon aus, dass sich in den kommenden Monaten noch weitere Pfarrer melden werden.

Leitbild bleibt die Hetero-Ehe

Pressesprecher Johannes Mirkus zeigte aber sofort die Grenzen der Toleranz unter den bayerischen Lutheranern auf. So sei die eingetragene Lebenspartnerschaft, die Voraussetzung für das schwul-lesbische Zusammenleben im Pfarrhaus sind, nach wie vor die schlechtere Lösung als die traditionelle heterosexuelle Ehe: "Ehe und Familie sind das Leitbild des Zusammenlebens. Dieses Leitbild muss vertreten werden, auch wenn die eigene Lebensform sich davon unterscheidet", heißt es in der offiziellen Pressemitteilung.

Bei der nächsten Herbsttagung in einem Jahr soll das Thema Homosexualität bei der Landessynode wieder auf dem Plan stehen. Dann soll die jetzige Regelung überprüft werden.

In den meisten Landeskirchen - etwa in Württemberg - dürfen Schwule nicht mit ihrem Partner zusammenleben. Kritiker der Regelung erklärten, dass schwule evangelische Pfarrer oder lesbische Pfarerinnen dadurch ohne Not gezwungen werden, ihre Beziehung geheim zu halten. (dk)

-w-

#1 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 26.11.2010, 12:49h
  • Wohl gemerkt gebilligt, unter bestimmten Voraussetzungen. Billigung ist nicht mit Akzeptanz zu verwechseln, wie das unser Forenpastor immer wieder tut. Billigung ist Beleidigung.
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#2 jojoAnonym
  • 26.11.2010, 12:59h
  • "Ehe und Familie sind das Leitbild des Zusammenlebens. Dieses Leitbild muss vertreten werden, auch wenn die eigene Lebensform sich davon unterscheidet"

    aha. wenn das perverse gesocks schon zusammenleben muss, dann soll es wenigstens nicht annehmen (oder gar predigen!) dürfen, das sei jetzt wirklich normal. ich weiß ja nicht... unter echter akzeptanz stelle ich mir irgendwie was anderes vor.

    ich glaube, ich werde wirklich nie verstehen, mit welchen knoten in der selbstachtung manche menschen sich arrangieren - und sich dabei womöglich noch einreden, sie trügen ihren kopf wirklich aufrecht.
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#3 stephan
  • 26.11.2010, 13:42h
  • Echt ein Witz! ... Ganz super Sache!

    Man beachte: Wir akzeptieren Anfang des dritten Jahrtausends, dass die ev. Kirche sich so ein Übermaß an Toleranz an die Brust heften kann ...

    Das wird nur noch getoppt von der großzügigen Genehmigung des Papstes unter bestimmten Umständen Kondome benutzen zu dürfen.

    Ich welcher Welt leben wir eigentlich, dass wir es den Vertretern von sog. 'religiösen' Anschauungen solche Rechte einräumen? Eine echt bekloppte Welt! Muss wohl an den Menschen und ihren beschränkten Geistesgaben liegen!
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