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- 03. Dezember 2010 2 Min.

Plakat bei einer Demonstration für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben: "Lass uns das nächste Mal über deine Ehe abstimmen" (Bild: mind on fire / flickr / by-sa 2.0)
Der US-Bundesstaat Illinois hat die Einführung von eingetragenen Partnerschaften beschlossen.
Der Senat hat den "Civil Unions" mit 32 gegen 24 Stimmen zugestimmt. Zuvor hatte bereits das Repräsentantenhaus für den Entwurf votiert. Der demokratische Gouverneur des 13 Millionen Einwohner zählenden Staates hat angekündigt, das Gesetz zu unterschreiben. Es könnte dann am 1. Juli 2011 in Kraft treten. Das Gesetz beinhaltet praktisch alle Rechte und Pflichten der Ehe auf der Ebene des Bundesstaates.
Damit würden 15 der 50 US-Bundesstaaten Homo-Partnerschaften anerkennen. 10 Staaten bieten ihren eingetragene Partnerschaften, in fünf Staaten dürfen Schwule und Lesben heiraten - ebenso in der Hauptstadt Washington und dem Reservat der Coquille-Indianer im südlichen Oregon. Die Homo-Partnerschaften werden im Bundesrecht wegen des umstrittenen "Gesetzes zur Verteidigung der Ehe" allerdings nicht anerkannt. Dieses Gesetz ist allerdings von einem Bundesgericht für verfassungswidrig erklärt worden (queer.de berichtete). Bis zu einer endgültigen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wird das Gesetz aber voraussichtlich noch in Kraft bleiben.
"Separate but equal"
Homo-Aktivisten begrüßten die Entscheidung, sehen sie aber nur als ersten Schritt auf dem Weg zur Eheöffnung: "Das Ziel ist natürlich, diese 'Separate but equal'-Regelung zu beenden", erklärte Jacob Meister von der Civil Rights Agenda. "Separate but equal" (getrennt, aber gleich) ist der juristische Grundsatz, der von 1896 bis 1954 die Rassentrennung in den USA legitimierte.
Religiöse Aktivisten bedauerten dagegen die Einführung von Civil Unions. So erklärte die katholische Bischofskonferenz von Illinois: "Die Ehe ist nicht nur eine Beziehung zwischen Menschen. Die Ehe wurde von unserem Schöpfer in Harmonie mit der Natur von Man und Frau errichtet", so die katholischen Bischöfe. Rechte für Homo-Paare bedeuteten einen "schweren Konflikt mit der Religionsfreiheit". (dk)














