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- 06. Dezember 2010 2 Min.

Szene aus der Treasure-Island-Produktion "Built to Fuck" (Bild: Treasure Island Media)
In Kalifornien hat die US-Behörde für Arbeitssicherheit (OSHA) eine Geldstrafe in Höhe von 21.500 Dollar (16.200 Euro) gegen das Studio Treasure Island Media verhängt, weil es Darsteller in gesundheitliche Gefahr gebracht haben soll.
Das Pornobranchenmagazin XBIZ berichtet, dass die Behörde fünf Monate lang den Fall untersucht hat und dabei mehrere Verstöße gegen Gesundheitsauflagen festgestellt habe. So sollen Darsteller vom Studio nur unzureichend geschützt worden sein: "Die Mitarbeiter wurden Sperma und anderen infektiösen Stoffen ausgesetzt, sowohl während des Filmens als auch bei der Reinigung des Sets." Die OSHA kritisierte, dass das Filmstudio auf riskante Sexszenen setze, ohne vorher Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen: "Treasure Island Media hat praktisch nichts unternommen, um den Kontakt mit Blut oder Sperma zu minimieren. Einer der Gründe war, dass keine Schutzbarriere wie das Kondom verwendet wurde."
Treasure Island Media ist in der Vergangenheit oft wegen seiner Gruppensexszenen kritisiert worden, bei denen die Darsteller keine Kondome verwenden. In der kalifornischen Pornobranche sind Barebackszenen angesichts der hohen HIV-Infektionsraten unter amerikanischen Schwulen verpönt. So sind diese Filme bei etwa bei den prestigeträchtigen GayVN Awards automatisch disqualifiziert. Porno-Regisseurin Chi Chi Larue gilt als Vorreiterin der Ächtung von Barebackpornos. 2008 erklärte sei: "Ich habe Angst, dass mehr und mehr Darsteller ihre Gesundheit beim Dreh gefährden und falsche Vorbilder sind" (queer.de berichtete).
Aufregung um HIV-positiven Pornodarsteller
Dabei hat Treasure Island Media im vergangenen Monat für weitere Aufregung gesorgt: Das Studio teilte mit, dass in einem neuen Film erstmals ein HIV-Positiver ungeschützten Sex mit seinem negativen Lebenspartner haben werde (queer.de berichtete). Da der Darsteller eine retrovirale Therapie begonnen hat, ist seine Viruslast sehr gering - damit ist auch die Ansteckungswahrscheinlichkeit minimal. Diese Viruslastmethode wird auch von der Deutschen Aids-Hilfe anerkannt, bedarf aber einer ständigen Kontrolle (queer.de berichtete). Eine Sprecherin der OSHA erklärte, dass die Ankündigung nicht der Grund für die Geldstrafe gewesen sei, sondern bereits mehrfach Beschwerden über Treasure Island Media bei der Behörde eingegangen seien.
Das Pornostudio will die Strafe nicht akzeptieren und hat bereits Widerspruch eingelegt. Im kommenden Jahr wird es deshalb eine Anhörung vor Gericht geben. (dk)















HIV ist immer noch ein großes Thema und Barebackpornos sind da die falschen Vorbilder.
Was ich jedoch noch schlimmer finde als reine Barebackpornos sind die Filme z.B. von Eurocreme wo erst mit Gummi gefickt wird und hinterher gierig geschluckt wird was das Rohr her gibt. Hier entsteht der Eindruck schlucken ist ja gar nicht so schlimm höchstens so gefährlich wie küssen.
Klar ohne Gummi ist geiler und schlucken ist auch nett wenn ich in einer festen Beziehung lebe und / oder den HIV Status meines Partners kenne aber ohne dieses Wissen ???
Letztlich ist jeder Mensch für sich selbst verantwortlich und muss die Konsequenzen seiner Entscheidungen tragen. Aber der Spruch AIDS bekommt man nicht, AIDS holt man sich. hat leider nichts an seiner Aktualität verloren.