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- 14. Dezember 2010 2 Min.

Sepp Blatter bei der Pressekonferenz (Bild: Screenshot)
FIFA-Chef Sepp Blatter hat Schwulen und Lesben empfohlen, bei einem Besuch der WM 2022 im Emirat Katar auf Sex zu verzichten.
Er reagierte damit auf die Frage einer Journalistin auf einer Pressekonferenz in Johannesburg, die sich nach dem Wohlbefinden von schwulen und lesbischen Fans bei der WM in Katar erkundigte. Schließlich sei Homosexualität dort verboten. Die Frage führte zunächst zu Gelächter bei Blatter und im Publikum. Als der Pressereferent schließlich schon um die nächste Frage bat, erklärte der offensichtlich amüsierte Schweizer: "Ich würde sagen, sie sollten sich von sexuellen Aktivitäten fernhalten."
Später erklärte der 74-Jährige: "Wir sind offen für alles und jeden, ob rechts, links oder was auch immer." Wenn Schwule und Lesben ein Spiel irgendwo in Katar 2022 ansehen wollten, so Blatter, "dann werden sie mit Sicherheit hereingelassen." Die schwulenfeindliche Gesetzgebung schob er dabei auf den Islam: "Das ist eine andere Kultur, weil es eine andere Religion ist. Im Fußball kennen wir aber keine Grenzen."
Zu viel Aufregung um WM in Katar
Der Chef des Weltfußballverbandes kritisierte, dass es zu viel Aufregung um einen Wettkampf gebe, der erst in zwölf Jahren stattfinden wird. Die Ungleichbehandlung von Fans würde die FIFA jedoch in keinem Fall akzeptieren, so Blatter: "Es wird keine Diskriminierung gegen Menschen geben", ist er sich sicher. Das sei schließlich so in den FIFA-Statuten festgelegt.
Zuvor hatten Homo-Aktivisten die Vergabe an das Emirat kritisiert, weil dort auf Homosexualität fünf Jahre Haft stehen. Es gibt auch immer wieder Berichte über die Auspeitschung von Schwulen. So wurde 1995 ein Amerikaner zu sechs Monaten Haft und 90 Peitschenhieben wegen homosexueller Handlungen verurteilt. Der schwul-lesbische britische Fan- und Amteurspielerverband Gay Football Supporter's Network hat zum Boykott der WM aufgerufen (queer.de berichtete). (dk)














