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- 15. Dezember 2010 2 Min.

Es gibt Geld... (Bild: tacker / flickr / by-nd 2.0)
Das deutsche Verteidigungsministerium hat erklärt, schwule und lesbische Lebenspartner bei den Vorschussregelungen zukünftig wie Ehepaare zu behandeln.
Vorschüsse können nun zum Beispiel auch anlässlich der Begründung einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft gewährt werden. Das Verteidigungsministerium reagiert damit auf einen Beschwerdebrief des Lesben- und Schwulenverbandes vom November 2010. Darin wurde die Praxis gerügt, den Gehaltsvorschuss, der Soldaten bei Eheschließung, Scheidung oder Erstbezug der gemeinsamen Wohnung zusteht, Schwulen und Lesben vorzuenthalten.
Im August 2010 war der Antrag auf Darlehensvorschuss einer lesbischen Soldatin aus dem ostfriesischen Aurich von der zuständigen Wehrbereichsverwaltung Nord und vom Verteidigungsministerium zurückgewiesen worden. Die Entscheidung war damit begründet worden, die Bestimmungen im Besoldungsgesetz würden eindeutig festlegen, dass Eingetragene Lebenspartnerschaften nicht mit der Ehe gleichgestellt werden dürfen. Auch eine Eingabe der Betroffenen an den Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus half nicht weiter.
LSVD-Sprecher Manfred Bruns wandte sich daraufhin an die Hardthöhe, da er die Regelung als rechtswidrig betrachtete. Er forderte das Verteidigungsministerium auf, die Vorschussrichtlinien an die aktuelle Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts anzupassen und den Hinweis aufzunehmen, dass der unverzinsliche Vorschuss auch aus Anlass einer Verpartnerung gewährt werden darf.
Das hatte nun Erfolg: Das Ministerium teilt mit, "dass Vorschüsse aus Anlass der Begründung oder Aufhebung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft in entsprechender Anwendung der Grundsätze der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts gewährt werden können". Die Wehrbereichsverwaltung Nord wurde angewiesen, den Antrag entsprechend neu zu entscheiden. (pm/dk)















Viel erfreulicher emfpinde ich, das rückwirkend zum 1. Januar 2009 die Gleichstellung bei der Besoldung und Versorgung der verpartnerten Soldaten im bereits in Erster Lesung in Bundestag und Bundesrat verabschiedeten Regierungsgesetzentwurf vorgesehen ist.
Damit ist dann im Bereich der deutschen Bundeswehr die Gleichstellung durchgesetzt.
Im übrigen finde ich es gut, das endlich die Wehrpflicht fällt und die Bundeswehr verkleinert wird. Meinetwegen kann sie sogar noch kleiner sein und auf 100.000 schrumpfen anstatt wie vorgesehen auf 185.000 Soldaten. Das würde dem Bund viel Geld sparen, das für andere dringende Probleme benötigt wird (mehr Kindergeld, kostenlose Kindergartenplätze, mehr Pflegegeld).
Schön das die Wehrpflicht endlich fällt.