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- 17. Dezember 2010 2 Min.

(Bild: tm-tm / flickr / by-sa 2.0)
Gegen den erbitterten Widerstand der katholischen Kirche will das Fürstentum Liechtenstein eingetragene Partnerschaften einführen.
Der Landtag im Hauptort Vaduz hat am Donnerstag das Partnerschaftsgesetz in erster Lesung beraten. Nach Angaben des "Liechtensteiner Volksblattes" gibt es unter den Abgeordneten des Parlaments keine Stimmen gegen die Anerkennung von lesbischen und schwulen Partnerschaften. Mehrere Vertreter der Vaterländischen Union, einer liberal-konservativen Partei, die 13 der 25 Parlamentarier stellt, haben jedoch auf einem Abstandsgebot von eingetragenen Lebenspartnerschaften gegenüber der (heterosexuellen) Ehe bestanden. Einzelheiten des Gesetzes müssen noch ausgearbeitet werden. Es gilt aber als sicher, dass schwul-lesbische Paare kein Adoptionsrecht erhalten. Lesben wird der Zugang zur Fortpflanzungsmedizin weiterhin verwehrt.
Katholische Kirche: Anerkennung von Homo-Paaren ist ein "Skandal"
Trotz der Einschränkungen will die katholische Kirche in Liechtenstein unbedingt die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften verhindern: Es gehe immerhin um den "Fortbestand der Gesellschaft, den allein die auf der Ehe begründete Familie und nicht eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft garantieren kann", erklärte Generalvikar Markus Walser gegenüber der "Basler Zeitung". Homosexualität sei eine "schwere Abirrung", so Walser weiter. Auch der Vaduzer Erzbischof Wolfgang Haas fährt schwere Geschütze auf: "Praktizierte Homosexualität ist objektiv eine schwere Sünde, deren rechtliche Anerkennung geradezu einen Skandal darstellen würde", sagte der 62-Jährige gegenüber der Tageszeitung "Liechtensteiner Vaterland".
Die beiden einzigen Nachbarländer des 36.000 Einwohner zählenden Staates haben bereits gleichgeschlechtliche Partnerschaften eingeführt. In der Schweiz sind nach einer Volksabstimmung seit 2007 eingetragene Partnerschaften möglich. In Österreich hat die Große Koalition das Partnerschaftsgesetz zum 1. Januar 2010 beschlossen. (dk)













"Schwere Abirrung" Wie lange noch müssen Steuern zahlende Buerger wie Schwule und Lesben sich solche schwere Diskriminierung gefallen lassen? Die Katholen holen ihr Geld ja meist vom Staat!
Mit dieser blutigen Hetze gegen uns muss endlich Schluss sein! Wir brauchen überall einen gesetzlichen Diskriminierungsschutz, der Vorrang gegenüber der Meinungsaeusserungsfreiheit und Religionsfreiheit hat, damit solche religiös-faschistischen Äußerungen endlich bestraft, und unsere Suizidraten auf ein durchschnittliches Niveau sinken!
Und bitte, wer noch immer dieser menschenverachtenden "Kirche" angehört soll endlich austreten!