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  • 23. Dezember 2010 25 2 Min.

Kondome? Gott bewahre!

Keine frohe Weihnachtsbotschaft: Die Katholische Glaubenskongregation erlaubt nach wie vor keinen Gebrauch von Gummis.

Von Jürgen Friedenberg

Papst Benedikt XVI pfeift sich wieder einmal selbst zurück. Eine kurz vor Weihnachten von der Katholischen Glaubenskongregation veröffentlichte Note "Über die Banalisierung der Sexualität" stellt klar, dass die Worte des Papstes in dem Aufsehen erregenden Interview mit seinem Biographen Peter Seewald "weder die Morallehre noch die pastorale Praxis ändern." Dies wurde so gedeutet, dass der Vatikan, unter bestimmten Voraussetzungen, erstmals den Gebrauch von Kondomen erlaube.

Doch das Kondom bleibt verboten. Dies ist der Kernsatz der ungewöhnlichen Vorweihnachtsbotschaft des Vatikans. Keine frohe Botschaft also, sondern eine bedauerliche Banalisierung der Sexualität durch die für die "Bewahrung der reinen Lehre" verantwortliche zentrale katholische Institution.

Ausdrücklich wird in der Note darauf verwiesen, dass der eheliche Geschlechtsakt "offen sein muss für die Erzeugung von Nachwuchs." Nach wie vor leugnen die Glaubenshüter die universelle Bedeutung der Sexualität, die ja weit über das körperliche Geschehen hinaus reicht und das Leben des einzelnen, seiner nächsten Mitmenschen und der Gesellschaft wesentlich beeinflusst.

Verzweifeltes Bemühen

Ist es auch Wahnsinn, hat es doch Methode: schon mehrmals hat dieser Papst missverständliche oder auch missverstandene Formulierungen gebraucht und sie dann, wenn das Echo seinen Erwartungen nicht entsprach, nachträglich zu relativieren versucht.

Es mag sein, dass Benedikt in seinem verzweifelten Bemühen, althergebrachte kirchliche Traditionen und zukunftsträchtige An- und Einsichten miteinander zu versöhnen, bewusst diese verbale Schaukelpolitik betreibt. Ob es dem Papst gelingen kann, den Teufel mit Belzebub auszutreiben, ist zumindest fraglich, denn er setzt dabei seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel.

-w-

#1 MarekAnonym
  • 23.12.2010, 16:08h
  • Die können noch so viele Ablenkungsmanöver starten:
    ändern werden die sich nie!!

    Das wird immer eine rückwärtsgewandte, totalitäre Organisation bleiben, die am liebsten Demokratie und Rechtsstaat abschaffen will um wieder (wie im Mittelalter) selbst autokratisch zu herrschen und den Menschen diktieren zu können, wie sie zu leben haben.

    Um ihr Ziel totaler Bevormundung zu erreichen, nehmen die sogar in Kauf, dass Menschen sterben.
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#2 bastapapsta
  • 23.12.2010, 16:14h
  • "Ob es dem Papst gelingen kann, den Teufel mit Belzebub auszutreiben, ist zumindest fraglich".

    Wie soll der sogenannte Papst seine eigene schizopfhrene imaginäre 2. Hälfte "austreiben" ?

    Dazu müsste er ja selbst verschwinden, wenn man seinen Schatten nicht mehr sehen soll.
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#3 herrenlosAnonym
  • 23.12.2010, 16:23h
  • Antwort auf #2 von bastapapsta
  • "...denn er setzt dabei seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel."

    dazu müsste er allerdings erstmal eine haben.

    bei menschen, die neben den weltlichen Herren nicht auch noch geistlich-religiöse herren nötig haben, mit sicherheit nicht.
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