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  • 06. Januar 2011 64 2 Min.

The Peel Hotel in Melbourne: Ab sofort dürfen auch Heten an die Stange (Bild: Andrew Thompson)

Der schwule Pub "The Peel Hotel" im australischen Melbourne darf seine Gäste nicht mehr nach der sexuellen Orientierung fragen. Um Heterosexuelle vor Diskriminierung zu schützen, hat das Victorian Civil and Administrative Tribunal (VCAT) eine 2007 erteilte Ausnahmegenehmigung zurückgenommen.

Noch vor drei Jahren war der Gay-Bar im Stadtteil Collingwood von den Behörden gestattet wurden, "Menschen, die sich nicht als homo­sexuelle Männer identifizieren", legal den Eintritt zu verwehren. Außerdem hätten sie sich vor allem auf Jungesellinnen-Abschiedspartys wie Zootiere gefühlt. "Wir richten uns vor allem an homo­sexuelle Männer und wollen diese schützen", so McFeely. (queer.de berichtete). Die Anti­diskriminierungs­stelle folgte damals der Argumentation des Inhabers Tom McFeely, dass andernfalls der Charakter der einzigen Gay-Bar der Stadt in Gefahr sei. Vor allem auf Jungesellinnen-Abschiedspartys hätten sich seine Gäste wie Zootiere gefühlt, klagte McFeely im Dezember 2006 gegenüber der Presse: "Wir richten uns vor allem an homo­sexuelle Männer und wollen diese schützen."

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Einem Bericht der Tageszeitung "Herald Sun" zufolge hat das VCAT nun Bauchschmerzen bekommen, ob die Frage nach der sexuellen Orientierung wirklich mit den Antidiskriminierungsrichtlinien der Stadt und der Achtung der Menschenrechte vereinbar sei. Für die kommenden drei Jahre wurde die Ausnahmegenehmigung deshalb gelockert: "The Peel Hotel" darf seine Gäste nun nicht mehr nach ihren sexuellen Präferenzen befragen. Allerdings ist es dem Pub erlaubt, seine Besucher vor Eintritt über das Konzept aufzuklären. Die Entscheidung, ob man im "Peel" ein Bier trinken möchte oder nicht, ist damit jedoch allein dem Gast überlassen.

Die schwule Bar hat der neuen Regelung nicht widersprochen. Unabhängig von den Auflagen des VCAT hat "The Peel Hotel" das Recht, störende oder pöbelnde Gäste vor die Tür zu setzen. (cw)

-w-

#1 bananasEhemaliges Profil
  • 06.01.2011, 13:14h
  • Ich glaube, das ist auch bei uns in Deutschland eine "Grauzone". Eigentlich muß eine Gaststätte (o.ä) eine Herren.-und eine Damentoilette, getrennt voneinander haben, sonst gibt es keine Konzession. Die Damentoilette ist dann meist der Darkroom und es kontrolliert nur niemand mehr. Was ich übrigens nicht bedauere. Es ist dann nur eben so und meist geduldet, solange sich eben niemand beschwert.
    Hier kann man nur sagen, Pech gehabt.
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#2 herve64Ehemaliges Profil
  • 06.01.2011, 13:36h
  • Na ja, es kommt halt auch immer darauf an, welchen Charakter die schwule Location an sich hat. Handelt es sich um eine reine Bar, dann spricht m. E. nichts dagegen, dass dort auch Frauen oder Hetero-Männer verkehren. Handelt es sich bei diesem Schuppen allerdings um ein Etablissement mit Darkroom oder sonstigen Cruising-Einrichtungen, dann sind Frauen und Hetero-Männer Störfaktoren.
    Allerdings könnte man das ganze Spielchen auch mal umdrehen: inwieweit ist es eigentlich zulässig, in Frauenkneipen Männern grundsätzlich den Zutritt zu verwehren? Oder mit welchem Recht kann man als schwules Paar aus einem (Hetero-)Schuppen heraus geworfen werden? Von den diskriminierenden Stammtischwitzen, die dort über Schwule kursieren, mal ganz zu schweigen.

    Kurz und gut: wieso hat eigentlich eine Personengruppe das Recht, eine andere auszuschließen und die andere umgekehrt wiederum nicht?
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#3 Leo20mal6Anonym