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- 08. Januar 2011 2 Min.

Trotz Ablehnung und "Heilungsversuchen": Manga und Sori kommen am Ende zusammen
"Dakan - Schicksal" ist der erste in Westafrika gedrehte Homo-Film - in wunderschönen Bildern und mit Happy End. Das Drama ist nun als DVD bei Salzgeber erschienen.
Von Carsten Weidemann
"Dakan - Schicksal" ist der erste in Westafrika gedrehte Film über eine schwule Liebe. In wunderschönen Bildern, mit der Musik des legendären Sory Kouyaté und mit einem unmissverständlichen Happy-End für die Liebe von Manga und Sori widerspricht Regisseur Camara den Vorurteilen vieler schwarz-afrikanischer Politiker und Kirchenmänner, dass Schwulsein "unafrikanisch" sei.
Die Story: Manga und Sori sind noch Schüler, als sie sich ineinander verlieben. Dass sich ihre Klassenkameraden über sie lustig machen, stört sie nicht. Aber als sie ihren Eltern von ihrer Liebe erzählen, stoßen sie auf Ablehnung und Unverständnis. Soris Vater, ein angesehener Geschäftmann, möchte, dass sein Sohn in seine Fußstapfen tritt, und sorgt dafür, dass die beiden Liebenden in getrennte Klassen versetzt werden. Mangas Mutter sieht ebenfalls all ihre Hoffnungen in ihren einzigen Sohn zerstört.
Unter dem Druck versuchen beide Jungs, gegen ihr Schwulsein anzugehen. Manga sucht bei einer traditionellen Heilerin Hilfe, um seine Liebe zu "kurieren", später geht er erfolglos eine Beziehung zu einer jungen Frau ein. Sori zieht auch mit einer Frau zusammen und wird Vater. Doch am Ende sehen die beiden jungen Männer ein, dass sie nur voreinander geflüchtet sind, und ihre Liebe triumphiert gegen alle Widerstände.
"Dakan - Schicksal" wurde u.a. mit dem Großen Preis der Jury beim renommierten schwullesbischen Filmfestival Outfest in Los Angeles ausgezeichnet.
Dakan - Schicksal, Spielfilm, Guinea/Frankreich 1997, Regie & Drehbuch: Mohamed Camara, Mitwirkende: Mamady Mory Camara, Aboucar Touré, Cécile Bois, Länge: 89 Minuten, franz. OF mit dt. Untertiteln, Salzgeber
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de.wikipedia.org/wiki/Gesetze_zur_Homosexualit%C3%A4t
Im Nachbarstaat Guinea-Bissau ist Homosexualität erlaubt. Das Gleiche gilt auch für Mali und Sierra Leone, beides ebenfalls Nachbarstaaten Guineas. Was ich damit sagen will ist, daß die Dreharbeiten in Guinea bestimmt sehr schwierig gewesen sein dürften. Dennoch ein mutiger Schritt, dort einen solchen Film zu machen!