Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?13483
  • 11. Januar 2011 11 2 Min.

Holger Weinert in der "Hessenschau" (Bild: HR)

Moderator Holger Weinert ist empört über eine Frage im "Großen Hessenschau-Quiz", in dem auf seine Homosexualität angespielt wurde.

In der am Sonntag im HR-Fernsehen ausgestrahlten Show hat Moderator Jörg Bombach die Kandidaten gefragt, wer bereits Fastnachtprinzessin in Frankfurt gewesen sei. Als mögliche Antworten wurde neben den "Hessenschau"-Moderatorinnen Constanze Angermann, Barbara Müller-Geskes und Michaele Scherenberg (richtige Antwort) auch Holger Weinert genannt. "Das ist Mobbing!", empört sich der 59-jährige Journalist nun in der "Bild"-Zeitung. Er habe sofort seinen Anwalt angerufen, um seinen Heimatsender zu verklagen. Von diesem Vorhaben rückte er aber nach dem Gespräch ab: "Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zum HR, seit nunmehr 25 Jahren. Ich untersage aber, die Sendung weiter zu verbreiten. Und ich erwarte eine Entschuldigung!".

HR: "Keine Absicht"

Diese erhielt er umgehend via "Bild": Fernsehdirektor Manfred Krupp versicherte, dass sich der Hessische Rundfunk nicht über die Sexualität Weinerts lustig machen wollte: "Dass man diese Frage auch als Anspielung auf sein Sexualleben verstehen kann, auf die Idee sind wir gar nicht gekommen. Das war keine Absicht", so Krupp. Die Frage wurde inzwischen herausgeschnitten und ist in Wiederholungen nicht mehr zu sehen.

Weinert gehört zu den populärsten HR-Gesichtern. Seit 1986 moderiert er das Regionalmagazin "Hessenschau", außerdem ist aus Sendungen wie "Holgers Waschsalon" oder "Rheinpartie" bekannt. Zusammen mit Luc Jochimsen und Michel Friedman betreute er das politische Magazin "3, 2, 1". Er engagierte sich auch über Jahre für die Aids-Hilfe. Für seine hoch gelobte ARD-Reportage "Ulis letzter Sommer" erhielt er 1990 den Journalistenpreis der Deutschen Aids-Stiftung. 2006 verpartnerte sich Weinert mit seinem Lebensgefährten Roland Klostermann im Frankfurt (queer.de berichtete). (dk)

#1 FloAnonym
  • 11.01.2011, 14:40h
  • Da kann ich ihm nur recht geben:
    hätte es das wirklich mal aus Jux gemacht, okay, aber ihn einfach so zwischen 3 Frauen für die Rolle einer Prinzessin zu nennen ist ein Beispiel übelster Homophobie!
  • Direktlink »
#2 wiederholspurAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.01.2011, 14:57h
  • Ich hatte mir am Sonntag das Quiz angesehen und war schon etwas verwundert, daß Herr Weinert bei den Auswahlantworten dabei war. Gut, daß er die Entschuldigung seines Chefs angenommen hat!
  • Direktlink »