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- 11. Januar 2011 2 Min.

Katar ist der bislang exotischste Austragungsort einer Fußball-Weltmeisterschaft. (Bild: Rainer Ebert / flickr / by-sa 2.0)
Beim 8. internationalen Treffen des Netzwerkes der schwul-lesbischen Fußballfanclubs (QFF) wurde am Wochenende eine Resolution gegen die Vergabe der WM 2022 an Katar beschlossen.
Mehr als 80 Delegierte aus 19 schwul-lesbischen Fußballfanclubs erklärten bei dem Treffen in der Bielefelder SchücoArena, die WM im Golfemirat bedeute die "Ausgrenzung schwuler und lesbischer Fans". In Katar stehen auf homosexuelle Handlungen bis zu fünf Jahre Haft.
Daher "verurteilt Queer Football Fanclubs als weltweit größte Homosexuellenvereinigung im Fußballfanbereich die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2022 an Katar durch die FIFA aufs Schärfste". Der Weltfußballverband solle bei der künftigen Vergabe von Fußball-Weltmeisterschaften auch internationale Menschenrechtskonventionen berücksichtigen und damit seinen Teil "für eine Kultur der Freiheit, Toleranz und Gleichheit unter den Menschen" zu sorgen.
Ferner erwarten die Fußballfans, dass den schwulen und lesbischen Gästen während der Spiele "derselbe Respekt, dieselbe Achtung und derselbe Schutz zuteil wird" wie den übrigen Teilnehmern. Die FIFA-Kritik an der WM-Vergabe ist die erste Resolution, die QFF verabschiedet hat.
Anders als die Vereinigung von Fans aus Deutschland, der Schweiz und Spanien propagiert das britische Gay Football Supporter's Network einen Boykott der WM 2022 (queer.de berichtete). Zuletzt sorgte FIFA-Chef Sepp Blatter für Aufregung, als er bei einer Pressekonferenz schwulen Fans empfahl, bei einer Teilnahme in Katar auf Sex zu verzichten (queer.de berichtete). Nach scharfer Kritik von schwul-lesbischen Gruppen entschuldigte sich Blatter für die Äußerung (queer.de berichtete). QFF will nun mit Blatter in Dialog treten: Zum nächsten Treffen Anfang Oktober im schweizerischen Bern luden sie den FIFA-Chef ein.
Neue QFF-Mitglieder
Bei dem Treffen wurden mit den NorisBengeln aus Nürnberg und "Warm Up 95" aus Düsseldorf zwei weitere Fanclubs aufgenommen. Damit erhöht sich die Zahl der Mitglieder auf 23. "Erfreulich ist, dass in unseren Fanklubs immer mehr Heteros Mitglied werden und auch zu unseren Treffen kommen. Ihnen ist unser Einsatz gegen Diskriminierung im Stadion unterstützenswert und die vereinsübergreifenden Freundschaften wichtig", erklärte Pressesprecher Dirk Brüllau. (dk)
Links zum Thema:
» Welt.de: Kein Bier, keine Fans – Katars Asien-Cup-Fiasko














So waren die Olympischen Spiele in China zu erklären und so ist jetzt die Vergabe der Fußball-WM an solch ein homophobes Land zu erklären. Ein Land, wo die Sicherheit der Spieler, Fans und Journalisten nicht gewährleistet werden kann!
Da es denen nur noch um Profitmaximierung geht, kann man sie auch nur so erreichen: durch kompletten Boykott!!
Auch von Firmen, die das sponsern (Nutella, Coca-Cola, etc. sind ja da die typischen Vertreter..., ist eh alles ungesund).