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  • 18. Januar 2011 29 2 Min.

Lance L. nahm sich nur wenige Monate vor seinem High-School-Abschluss das Leben. (Bild: FB)

Ein 18-jähriger schwuler Schüler aus Miltona (US-Bundesstaat Minnesota) hat sich am Wochenende das Leben genommen - Senator Al Franken verspricht nun ein Bundesgesetz, das Diskriminierung von Schwulen und Lesben an Schulen untersagt.

Lance L. wurde leblos am Samstagabend in seinem Elternhaus aufgefunden. Er wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht, Ärzte konnten aber nur noch seinen Tod feststellen. Die Polizei hat bislang noch keine Angaben darüber gemacht, woran der Junge gestorben ist - er habe sich aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit selbst getötet. Bereits seit rund einem Jahr gibt es vermehrt Berichte über junge Schwule und Lesben, die von Teilen ihrer Umwelt nicht akzeptiert werden und daher den Freitod wählen.

Mitschüler von L. haben nach Angaben des regionalen TV-Senders KSAX erklärt, der 18-Jährige sei in der Schule wegen seiner Homosexualität tagtäglich gemobbt worden. Kurz nach seinem Tod haben Mitschüler eine Facebook-Kampagnenseite gegründet, in der sie Konsequenzen für Mobbing an Schulen fordern: "Wir sind hier, um uns für jeden einzusetzen, der Hilfe braucht. Die Lehrer beschützen uns nicht, also müssen sich die Schüler helfen."


Einst wurde Al Franken als Komiker in der TV-Serie "Saturday Night Live" bekannt - seit 2009 ist er US-Senator und gilt als einer der homofreundlichsten Politiker des Landes. (Bild: Jeff McEvoy, United States Senate)

Als Reaktion auf den Selbstmord hat der demokratische US-Senator Al Franken sein Beileid ausgesprochen und eine bundespolitische Initiative angekündigt: "Mein Herz ist bei Lances Familie und seinen Freunden", erklärte Franken. "Schwule und lesbische Kids brauchen mehr Schutz. Sie sind zwei bis drei Mal eher Mobbing ausgesetzt als heterosexuelle Jugendliche". Franken will sich daher verstärkt dafür einsetzen, ein Gesetz zum Schutz der Jugendlichen zu verabschieden.

Der Entwurf zum Student Non-Discrimination Act, der bereits seit einem Jahr intern im Parlament debattiert wird, würde Mobbing gegen Schüler aufgrund ihrer sexuellen Orientierung bundesweit verbieten. Dazu gehört etwa, dass Schulen, die weiterhin Schwule oder Lesben diskriminieren, sämtliche Bundesmittel gestrichen werden würden. Es ist allerdings unklar, ob das Gesetz auch von republikanischen Senatoren und Abgeordneten mitgetragen wird.

Lokale Aktivisten würden Bundesgesetze begrüßen, da gerade auf dem Land Diskriminierung an der Tagesordnung sei. So erklärte Shari Maloney von der Gruppe Diversity Resource Action Alliance, die sich für Toleranz zwischen den Kulturen einsetzt: "Wir sind hier in der Mitte Minnesotas. Bei uns gibt es keine multikulturelle Vielfalt wie in Ballungsräumen. Wenn man anders ist, zieht man viel mehr Aufmerksamkeit auf sich - und das ist nicht immer gut." (dk)

-w-

#1 vingtans
  • 18.01.2011, 18:40h
  • armer kerl.

    da hatte ich es gut in meiner schule, hab mich in der 9ten klasse geoute und sie probleme damit gehabt, im gegenteil..meine damalige deutschlehrerin hat sich immer darum gekümmert mich mit thomas mann texten zu versorgen^^
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#2 Linu86
  • 18.01.2011, 18:42hAachen
  • Sowas macht mich wütend!!!

    "Focus on the Family", solche Organisationen haben das Blut unschuldiger Teenager an ihren Händen!!!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.01.2011, 18:51h
  • Ich hoffe, daß die Mobber so schnell wie möglich an der dortigen Schule ausfindig und suspendiert werden! Außerdem bin ich dafür, daß die miesen Subjekte, die diesen jungen Mann in den Freitod getrieben haben, vor Gericht kommen und dafür verurteilt werden.

    Der Familie des jungen Mannes spreche ich mein aufrichtiges Beileid aus und ich hoffe, daß Senator Franken mit seiner Initiative Erfolg hat!
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