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  • 21. Januar 2011 12 2 Min.

Noch nicht entlassene US-Marines (Bild: expertinfantry / flickr / by 2.0)

In nur sechs Jahren hat das Homo-Verbot im US-Militär einen dreistelligen Millionenschaden verursacht, errechnete der amerikanische Bundesrechnungshof.

Das im Kongress angesiedelte Government Accountability Office erklärte, dass das inzwischen abgeschaffte "Don't ask, don't tell"-Gesetz zwischen 2004 und 2009 Mehrkosten in Höhe von rund 200 Millionen Dollar (150 Millionen Euro) verursacht habe. Für jeden entlassenen Militärangehörigen musste der Steuerzahler demnach 52.800 Dollar (39.100 Euro) aufbringen. Die Kosten entstünden, weil neue Mitarbeiter angeheuert und angelernt werden müssten. Besonders kritisch sei, dass von den 3.700 gefeuerten Schwulen und Lesben 1.400 vom Militär gut ausgebildete Experten gewesen seien. So sei es beispielsweise besonders teuer gewesen, einen Ersatz für Arabisch-Dolmetscher zu finden.

Die "Don't ask, don't tell"-Regelung wurde 1993 von Präsident Bill Clinton eingeführt. Sie besagt, dass Schwule und Lesben im Militär dienen dürfen, wenn sie ihre sexuelle Orientierung erfolgreich geheim halten. Das Gesetz löste ein Homo-Totalverbot ab. Clinton hatte zuvor im Wahlkampf versprochen, dass Schwule und Lesben bedingungslos dienen dürften, setzte sich allerdings nicht gegen das Militär unter Führung des damaligen Generalstabchefs Colin Powell durch. In der Realität hat das Gesetz dazu geführt, dass Homosexuelle von Kameraden wegen ihrer sexuellen Ausrichtung bei Vorgesetzten angeschwärzt wurden. Von 1994 bis 2010 hat das US-Militär insgesamt rund 14.000 Soldaten wegen Homosexualität entlassen, darunter auch die vielen Spezialisten, die das Militär wegen der Kriege in Afghanistan und im Irak händeringend sucht.

Barack Obama konnte die Abschaffung gegen erbitterte Widerstände erst Ende 2010 durchsetzen. Allerdings wird das Gesetz voraussichtlich erst in einigen Monaten in Kraft treten.

(dk)

-w-

#1 FloAnonym
  • 21.01.2011, 20:06h
  • Ein weiterer Beleg dafür, dass Homohass nicht nur Menschenrechte verletzt, sondern auch viel Geld kostet.

    Auch in Deutschland kostet die nach wie vor anhaltende Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen die Volkswirtschaft Milliarden!!

    Dass dennoch weiterhin Parteien wie Union und FDP unsere Diskriminierung festschreiben wollen, zeigt, wie groß der Hass auf uns sein muss, wenn man dafür selbst so extreme wirtschaftliche Nachteile in Kauf nimmt...
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#2 TeddyTeddyBumBumAnonym
  • 21.01.2011, 20:29h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • CDU und FDP hassen uns??? Ähm, nein....
    FDP unterstützt die Gleichstellung und auch CDU hat sich mittlerweile maßgeblich geändert. Nur, weil die den Schutz der Ehe, zugegebenermaßen unsinniger Weise, gegen eine Ausweitung der Recht Homosexueller anwenden, heißt das nich, dass die uns hassen.
    In einer Demokratie müssen auch solche Stimmen angehört und berücksichtigt werden. Es wäre wirklich schlimm, wenn die Homosexualität unter Strafe stellen wöllten oder so... Aber das hat dort keiner vor...
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#3 FinalmSposatoEhemaliges Profil
  • 22.01.2011, 00:38h

  • Antwort an # 2 TeddyteddyBumBum
    Nun, hassen vielleicht nicht mehr, zumindest nicht alle. Aber die Gleichstellung unterstützen? Nein, das tun CDU/CSU nicht, ebensowenig FDP. Wäre schön, wenn's so wäre! Komm wach auf! Wie oft willst Du Dich von denen noch verarschen lassen? Mehrmals haetten sie die Chance gehabt uns gleichzustellen, nie haben sie wirklich ernst gemacht! Oder zählen bei Dir schon die schönen Worte?

    Eher setzt die CDU/CSU auf Druck der Katholen das Schutzalter auf Vatikanniveau (12 Jahre, ein Schelm, wer böses denkt) als dass sie uns in allen Rechtsbelangen gleichstellen!
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