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- 21. Januar 2011 2 Min.

Reinhold Robbe bei einer Veranstaltung der politischen Konkurrenz (2007) (Bild: Wiki Commons / Torsten Bätge / CC-BY-2.5CC-BY-SA-3.0)
Der frühere Wehrbeauftragte Reinhold Robbe (SPD) will im April eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen.
Wie die "Ostfriesen-Zeitung" meldet, will der 56-Jährige aus Bunde (Landkreis Leer) seinen langjährigen Lebensgefährten im Standesamt "heiraten". Öffentlich darüber reden möchte der Politiker jedoch nicht: "Ich habe immer gesagt: Mein Privatleben gehört mir - und so soll es bleiben", erklärte der Sozialdemokrat gegenüber der Lokalzeitung. Immerhin konnten ihm die Redakteure ein kleines Detail entlocken: Sein künftiger Lebenspartner ist ein Opernregisseur.
Robbe war von 1994 bis 2005 Bundestagsabgeordneter für die SPD. Danach kontrollierte er bis 2010 als Wehrbeauftragter das Parlament im Bereich der Bundeswehr - obwohl er als Zivildienstleistender nie bei der Truppe war. In diesem Amt geriet er bundesweit in die Schlagzeilen, als er die finanzielle Unterversorgung der Bundeswehr als skandalös bezeichnete und ungewohnt laut bessere Arbeitsbedingungen für Soldaten forderte.
In der Diskussion um die Ausweitung von Homo-Rechten hielt sich Robbe zurück. Im Jahr 2000 hat er als Sprecher des Seeheimer Kreises, dem Sprachrohr konservativer SPD-Abgeordnete, beim Thema Homo-Ehe einen "breiten überfraktionellen Konsens" angestrebt. Aufgrund der Fundamentalopposition von CDU und CSU wurde dieses Konzept jedoch verworfen.
In seinem letzten Wehrbericht, der im März 2010 veröffentlicht wurde, kritisierte er die Diskriminierung von schwulen und lesbischen Soldaten. "Vor diesem Hintergrund kann nicht oft genug angemahnt werden, Benachteiligungen, diskriminierendes Verhalten oder unangemessenen Umgang Vorgesetzten zu melden", appellierte er damals (queer.de berichtete). Robbe hatte eigentlich eine zweite Amtszeit als Wehrbeauftragter angestrebt, scheiterte jedoch am Widerstand der FDP, die ein Parteimitglied für das Amt durchsetzen wollte. (dk)














