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- 24. Januar 2011 2 Min.

Für Niki Lauda ist mann-männlicher Tanz ein Anschlag auf seine Heterosexualität (Bild: Money Service Group/APA-Fotoservice/Pichler)
Der frühere Formel-1-Star Niki Lauda hat den ORF kritisiert, weil dort zwei Männer an einer Tanzshow teilnehmen wollen - die "quotengeile Schwulennummer" könne Kinder verwirren.
In der Tageszeitung "Österreich" sagte der 61-Jährige: "Ich bin empört, dass sich der öffentlich-rechtliche ORF, der ja von unser aller Gebühren finanziert wird, aus reiner Quotengeilheit dafür hergibt, schwules Tanzen zu propagieren". Es gehöre schließlich zu "unserer Kultur", dass Männer und Frauen miteinander tanzten - und nicht Männer mit Männern. Er spielt damit auf die sechste Staffel der Serie "Dancing Stars" an, an der der schwule Schauspieler und Moderator Alfons Haider erstmals mit einem gleichgeschlechtlichen (heterosexuellen) Tanzpartner teilnehmen will (queer.de berichtete).
Lauda: ORF hat schwulen Tanz erfunden

Alfons Haider (hier mit Dita von Teese beim Wiener Lifeball 2010) will nach Ansicht von Niki Lauda die Tanzkultur kaputt machen. (Bild: Wiki Commons / Manfred Werner - Tsui / CC-BY-SA-3.0)
Lauda erklärte, er sorge sich vor allem um den Nachwuchs, der auf dumme Gedanken kommen könne: "Ich will nicht, dass meine Kinder im ORF sehen, dass ein Mann mit einem Mann tanzt - und dass sie glauben, das nachmachen zu müssen". Es sei schließlich nicht Aufgabe des ORF, "der Jugend einen schwulen Tanzstil 'Mann tanzt mit Mann' zu propagieren, den es in Wahrheit nirgends gibt". Tanzexperte Lauda glaubt, dass der ORF diesen Tanzstil quasi erfunden hat: "Es tanzt ja nirgendwo ein Mann mit einem Mann - in keiner Disco, auf keinem Ball -, nur im ORF, weil der damit Quote schinden will".
Als Konsequenz fordert der Unternehmer den Generaldirektor der Fernsehanstalt auf, den Auftritt Haiders zu stoppen. Dieser müsse das Anliegen schließlich verstehen, denn er lebe "ja in aufrechter Ehe".
Persönlich habe er natürlich nichts gegen Homosexuelle, bekräftigt Lauda weiter. Immerhin habe er in seiner Fluglinie FlyNiki ja "jede Menge Schwule" eingestellt - "sogar als Ausbildner". Lauda hält 50,1% der Anteile an FlyNiki, Air Berlin 49,9%. Die von Niki Lauda einst gegründete Lauda Air ist mittlerweile im vollständigen Besitz der Austrian Airlines AG.
Niki Lauda befürchtet, dass Schwule - kommen sie erst mal an die Macht - einen Unterdrückungsapparat gegen Leute wie ihn aufbauen könnten: "Ich will auch nicht, dass ich mich eines Tages dafür entschuldigen muss, dass ich heterosexuell bin", so der 61-Jährige.
Die erste Folge von "Dancing Stars" soll am 7. März ausgestrahlt werden. (dk)














