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  • 24. Januar 2011 13 2 Min.

Das Stuttgarter CSD-Plakat 2011 (Bild: CSD Stuttgart)

Der CSD Stuttgart will 2011 unter dem am Wochenende auf dem Neujahrsempfang vorgestellten Motto "Generation Zukunft" auf die Probleme von schwulen und lesbischen Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen - und fordert Aufklärung bereits im Kindergarten.

Die Organisatoren beklagen, dass trotz des schnellen Abbaus von gesetzlicher Diskriminierung Vorurteile gegen Lesben und Schwule nach wie weit verbreitet sind. Daher müsste insbesondere der Nachwuchs für die Problematik sensibilisiert werden: "Nur wenn wir heute in eine tolerante Gesellschaft investieren, werden wir in Zukunft von Menschen umgeben sein, für die die Akzeptanz von Minderheiten keine Herausforderung, sondern eine Selbstverständlichkeit ist", erklärte CSD-Gesamtleiter Christoph Michl. Das Ziel sei ein "gleichberechtigteres Miteinander in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens".

Neben der vollständigen rechtlichen Gleichstellung etwa beim Einkommensteuer- oder Adoptionsrecht fordern die Aktivisten daher Aufklärung über die vielfältigen Lebensweisen bereits im Kindergarten: "Offene Aufklärung, eine tolerante Erziehung und ein rechtlicher Rahmen, der den Menschen gleichberechtigt und nicht seine Sexualität in den Mittelpunkt stellt, müssen als höchstes Gut in der Gesellschaft verankert und als Werte gelebt werden", erklärten die Organisatoren.

Das Motto wird im konservativen Baden-Württemberg mit Sicherheit zu erhitzten Diskussionen führen. Bereits im letzten Jahr kritisierten Teile der CDU den CSD in Stuttgart generell als jugendgefährdend. Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der Landes-CDU erklärte, dass die "bewusst obszönen Provokationen" mit dem Kinder- und Jugendschutz nicht vereinbar seien (queer.de berichtete).

Die CSD-Führung bemängelte statt dessen, dass Baden-Württemberg das rückständigste Bundesland bei Homo-Rechten sei (queer.de berichtete). Die CDU/FDP-Koalition unter Ministerpräsident Stefan Mappus weigert sich etwa, das Standesamt generell als Eintragungsort für eingetragene Lebenspartnerschaften festzulegen - als einziges der 16 deutschen Bundesländer. Zudem will die Stuttgarter Regierung schwule und lesbische Beamte nicht gleichstellen, obwohl das von den Höchstrichtern gefordert wurde (queer.de berichtete). (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Wo sollten Kinder oder Jugendliche über Homosexualität aufgeklärt werden?
    Ergebnis der Umfrage vom 24.1.2011 bis 31.01.2011
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#1 jojoAnonym
  • 24.01.2011, 18:09h
  • wieder mal hut ab vor dem stuttgarter csd-team!

    die kriegen es seit ein paar jahren hin, über die lahmen "wir wollen auch irgendwie gleich sein und so"-plattitüden hinwegzukommen und sich die themen zu suchen, die richtig dringend sind und die ein bisschen weh tun. für mich ist das ein paradebeispiel dafür, wie ein csd es bei aller feierfreude schafft, themen zu setzen und diskussionen anzustoßen, die die öffentlichkeit wahrnimmt.

    super, weiter so!
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#2 Ilovelife
  • 24.01.2011, 19:03h
  • Eben @ jojo, vor allem mutig, da gerade dieser CSD ja regelmäßig von den Piusschwestern "besucht" wird und unsere "Freunde" von den Evangelikalen im "Ländle" ja bundesweit mit am stärksten präsent sind...

    Wer LGBT- Rechte auch in Baden- Württemberg will, muss Mappus abwählen. Mappus muss weg!!!

    Da die FDP aber Mappus stützt, darf keine einzige Stimme von LGBT- seite an die FDP und sowieso nicht an die homophobe Baden- Württemberger CDU gehen...
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#3 Tobi CologneAnonym
  • 24.01.2011, 19:25h
  • Sehr gut! Gerade homo-, bi- oder transsexuelle Jugendliche haben so viel Mobbing auszuhalten und eine so hohe Selbstmordrate. Das muss endlich thematisiert werden.

    Und um das zu verhindern, muss auch in allen Schulformen regelmäßig das Thema thematisiert werden. In Sexualkunde, Geschichte, Politik, Literatur, etc.
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