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- 25. Januar 2011 2 Min.

Bischof Luis Bambarén
Ein hochrangiger katholischer Bischof aus Peru hat gefordert, dass Schwule künftig Schwuchteln genannt werden sollen.
In einem Interview im Vorfeld der im April angesetzten peruanischen Parlamentswahlen erklärte Luis Bambarén, der Bischof von Chimbote und frühere Vorsitzende der peruanischen Bischofskonferenz: "Warum gibt es so viele Gerede um die Begriffe 'gay, gay, gay'. Lassen Sie uns normales Spanisch reden und sie als 'maricónes' bezeichnen." "Maricón" ist eine abwertende Bezeichnung für Schwule und entspricht etwa dem deutschen Schimpfwort "Schwuchtel".
Bischof kämpft im Wahlkampf gegen Homo-Ehe
Im Wahlkampf setzt sich der Bischof dafür ein, dass keine Kandidaten gewählt werden, die sich für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht aussprechen. Der 82-Jährige erklärte: "Die Ehe kommt von Gott und ist eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau. Niemand kann Gottes Plan ändern". Selbst der Papst sei hier machtlos, so Bambarén. Auch eingetragene Partnerschaften, die sich an der Ehe orientierten, kämen für die Kirche nicht in Frage.
Die Homo-Gruppe Movimiento Homosexual de Lima (MHOL) kritisierte die Aussagen des Bischofs als unchristlich: "Wir sollten Unterschiede anerkennen. Eine ganze Gruppe von Menschen zu verunglimpfen, hat sicherlich nichts mit christlichen Werten zu tun", erklärte der Aktivist Christian Olivera.
Homosexualität ist in Peru zwar seit 1924 legal, allerdings werden Gesetze zum "Schutz der öffentlichen Moral" oft gegen Schwule und Lesben angewendet. In der Gesellschaft herrscht aber - wie auch in anderen südamerikanischen Ländern - eine Macho-Kultur vor, die das Coming-out erschwert. MHOL erklärte, dass in den letzten fünf Jahren mindestens 500 Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung umgebracht worden sind.
Im Mai wurden Pläne der peruanischen Regierung bekannt, Homosexuelle nicht mehr bei der Polizei zuzulassen (queer.de berichtete). Im Dezember hat der oberste Gerichtshof jedoch entschieden, dass das Berufsverbot eine verfassungswidrige Diskriminierung darstelle. (dk)














