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  • 25. Januar 2011 38 2 Min.

Bischof Luis Bambarén

Ein hochrangiger katholischer Bischof aus Peru hat gefordert, dass Schwule künftig Schwuchteln genannt werden sollen.

In einem Interview im Vorfeld der im April angesetzten peruanischen Parlamentswahlen erklärte Luis Bambarén, der Bischof von Chimbote und frühere Vorsitzende der peruanischen Bischofskonferenz: "Warum gibt es so viele Gerede um die Begriffe 'gay, gay, gay'. Lassen Sie uns normales Spanisch reden und sie als 'maricónes' bezeichnen." "Maricón" ist eine abwertende Bezeichnung für Schwule und entspricht etwa dem deutschen Schimpfwort "Schwuchtel".

Bischof kämpft im Wahlkampf gegen Homo-Ehe

Im Wahlkampf setzt sich der Bischof dafür ein, dass keine Kandidaten gewählt werden, die sich für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht aussprechen. Der 82-Jährige erklärte: "Die Ehe kommt von Gott und ist eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau. Niemand kann Gottes Plan ändern". Selbst der Papst sei hier machtlos, so Bambarén. Auch eingetragene Partnerschaften, die sich an der Ehe orientierten, kämen für die Kirche nicht in Frage.

Die Homo-Gruppe Movimiento Homosexual de Lima (MHOL) kritisierte die Aussagen des Bischofs als unchristlich: "Wir sollten Unterschiede anerkennen. Eine ganze Gruppe von Menschen zu verunglimpfen, hat sicherlich nichts mit christlichen Werten zu tun", erklärte der Aktivist Christian Olivera.

Homosexualität ist in Peru zwar seit 1924 legal, allerdings werden Gesetze zum "Schutz der öffentlichen Moral" oft gegen Schwule und Lesben angewendet. In der Gesellschaft herrscht aber - wie auch in anderen südamerikanischen Ländern - eine Macho-Kultur vor, die das Coming-out erschwert. MHOL erklärte, dass in den letzten fünf Jahren mindestens 500 Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung umgebracht worden sind.

Im Mai wurden Pläne der peruanischen Regierung bekannt, Homosexuelle nicht mehr bei der Polizei zuzulassen (queer.de berichtete). Im Dezember hat der oberste Gerichtshof jedoch entschieden, dass das Berufsverbot eine verfassungswidrige Diskriminierung darstelle. (dk)

Youtube | Befragung des Bischofs zum Thema "Schwuchteln"
-w-

#1 Wildhase1969
  • 25.01.2011, 15:14hBerlin
  • Ooops, wie will er denn dann die Oberschwuchtel in Rom benennen?
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#2 HarryBAnonym
  • 25.01.2011, 15:23h
  • "Warum gibt es so viele Gerede um die Begriffe 'Priester! Priester! Priester!'. Lassen Sie uns normales Deutsch reden und sie als 'Kinderf*cker' bezeichnen."
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#3 CarstenFfm
  • 25.01.2011, 15:52h
  • Aber Herr Bischof, machen wir doch keine halben Sachen. Die Katholibans von kreuz.net bezeichnen uns als "Homo-Perverse" oder "Sodomisten"... also wenn schon, denn schon.

    Es stimmt auch nicht ganz, wie Ihr es schriebt:
    "Maricón", wörtlich Marienkäfer war eine usprünglich abwertende Bezeichnung für Schwule in Spanischen.... seit einiger Zeit übernimmt die gay Szene aber den Begriff, und wir bezeichnen und auf Spanisch selber als "Maricón"... womit der Begriif ja OK ist.

    Wie in vielen andern Sprachen auch, gibt es im Spanischen kein originäres Wort für "gay" außer ursprünglichen Beschimpfungen... also nimmt man das englische "gay" oder die Community macht sich eine ursprüngliche Beschimpfung zu eigen und reinigt sie damit sozusagen.... so wie das deutsch Wort "schwul" auch. Wer unbedingt politisch korrekt sein will, traut sich "Maricón" noch nicht, wo die Latino-Schwulen selber es längst benutzen.

    Also, wenn der Bischof uns ärgern will, soll er sich mal was Heftigeres einfallen lassen.
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