https://queer.de/?13569
- 25. Januar 2011 2 Min.

Niki Lauda als Experte bei RTL
Der homophobe Ausfall des früheren Formel-1-Stars Niki Lauda wird keine Konsequenzen für ihn haben. Unternehmen, die mit ihm zusammenarbeiten, akzeptieren seine Empörung über ein rein männliches Tanzpaar in einer ORF-Sendung als persönliche Meinung.
Zwar wird die Facebook-Seite von flyniki von zahlreichen Postings bombardiert, in denen Kritik an den Aussagen von Niki Lauda laut wird, das Unternehmen steht aber zu seinem Mitbesitzer: "Nach Rücksprache mit Herrn Lauda werden wir die Fragen nicht beantworten, da es sich hier um eine persönliche Meinung handelt", sagte Pressesprecherin Milene Platzer auf eine Anfrage der österreichischen Agentur pressetext. Lauda hält 50,1% der Anteile an FlyNiki (den Rest trägt Air Berlin).
Kein Problem für deutsche Unternehmen
Der gleichen Agentur sagte der Finanzdienstleister Ing-Diba, für den Niki Lauda seit einigen Monaten in einer Werbekampagne wirbt: "Das erschienene Interview mit Niki Lauda spiegelt seine persönliche Meinung wieder. Die ING-DiBa wird keine Aussagen treffen, die sich auf seine privaten Einstellungen beziehen." Es gebe keinen Grund, das Engagement zu überdenken.
Auch der deutsche Sender RTL, bei dem Lauda als Experte unter Vertrag steht, äußerte sich entsprechend. Lauda habe sich in einer österreichischen Zeitschrift zu "einer uns nicht bekannten Sendung aus dem österreichischen TV geäußert", äußerte die Pressestelle gegenüber "Sat+Kabel". "Dies hat nichts mit seinem Engagement bei der Formel-1-Berichterstattung für RTL zu tun", weswegen man auch einen weitergehenden Kommentar ablehne.
"Homophobe Einstellungen"
Lauda hatte in der Tageszeitung "Österreich" gesagt, dass er nicht wolle, das seine Kinder ein Männerpaar beim Tanzen sehen, "und dass sie glauben, das nachmachen zu müssen" (queer.de berichtete). Grund ist die geplante nächste Staffel der Tanzsendung "Dancing Stars", an der der Entertainer Alfons Haider erstmals mit einem Tanzpartner teilnehmen will.
Die öffentliche Meinung richtete sich schnell gegen Lauda, auch hat eine Facebook-Gruppe gegen seine "homophoben Einstellungen" bereits über 1.850 Fans. Es gab aber auch Unterstützer: am Dienstag äußerten der Ex-Fußballprofi Toni Polster und Operndiva Dagmar Koller in "Österreich" ihr Unbehagen über das schwule Getanze (queer.de berichtete). (nb)















Wenn überhaupt.
Wie war das bei Büchners Woyzeck? "Moral, das ist, wenn man moralisch ist." Also sparen wir uns das Moral- Geschwafel
Ing-DiBa= Bank, sagt eigentlich schon alles
RTL: bringt so tolle Formate wie "DSDS" oder das "Dschungelcamp". Entertainment halt. "Diversity" heißt bei denen "Quote", alles was darüber hinaus geht, raffen die nich
flyniki? Gäbe es deren Partner airberlin nicht, würde die in Deutschland und dem Rest der Welt wohl niemand kennen...