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  • 26. Januar 2011 28 2 Min.

Niki Lauda macht einen Rückzieher (Bild: p_c_w / flickr / by-nd 2.0)

Via Facebook entschuldigte sich Niki Lauda für seine Kritik am Auftritt eines männlichen Tanzpaars im ORF-Fernsehen - er versicherte, keine Vorurteile gegen Schwule zu haben.

"Ich verstehe auch die Initiative der Menschen auf Facebook und möchte mich bei allen Menschen entschuldigen, die sich durch die Wahl meiner Worte verletzt fühlten", erklärte Lauda kleinlaut auf der Flyniki-Facebbookseite. Weiter schreibt er: "Ich möchte hier nochmals klar zum Ausdruck bringen: Ich habe und hatte Zeit meines Lebens keine Vorurteile gegen Homo­sexuelle".

Zuvor hatten die Kunden der österreichischen Fluglinie, an der Lauda 50,1 Prozent hält, via Facebook, Twitter und Co. zahlreich ihren Unmut über die schwulenfeindlichen Äußerungen des früheren Formel-1-Fahrers zum Ausdruck gebracht und mit dem Boykott von FlyNiki gedroht. So schreibt etwa Mario K. auf Facebook: "Ich möchte mich nicht bei meinen schwulen Freunden entschuldigen müssen, dass, wenn ich Ihre Fluglinie benutze, ich Ihren persönlichen 'Kulturkampf' unterstütze."

"Quotengeile Schwulennummer"

Lauda hatte im Interview mit der Tageszeitung "Österreich" gesagt, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit einem geplanten Tanzauftritt eines gleichgeschlechtlichen Paares bei der Show "Dancing Stars" Kinder gefährde (queer.de berichtete). Die "quotengeile Schwulennummer" sei nicht mit "unserer Kultur" zu vereinbaren, so der 61-Jährige. Er hatte weiter erklärt, dass es einen "schwulen Tanzstil 'Mann tanzt mit Mann' ... in Wahrheit nirgends gibt". Daher habe er sich beim ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz persönlich beschwert.

Die Homo-Gruppe HOSI Wien hatte eine klare Entschuldigung von Lauda gefordert. Sie bot dem früheren Rennfahrer auch Nachhilfe zum Thema an; deshalb lud ihn HOSI-Chef Christian Högl zum Regenbogenball ein, der am 12. Februar in der Wiener Hofburg stattfindet. Bei der Benefizveranstaltung könne der Flugunternehmer beobachten, wie "gleich- und verschiedengeschlechtliche Paare übers Tanzparkett fegen". (dk)

#1 palisades
  • 26.01.2011, 18:12hBerlin
  • Liebe Freunde, soziale Netzwerke erfüllen Ihre Aufgabe. Alleine für solche Reaktionen sind sie Gold wert!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.01.2011, 18:14h
  • Kann es sein, daß Herr Lauda bei seinem schweren Unfall auf dem Nürburgring während seiner aktiven Laufbahn auch ein Teil seines Verstandes verloren hat? Die Entschuldigung kann er sich schenken!
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#3 holzaugeAnonym