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  • 27. Januar 2011 28 2 Min.



Ex-Dschungel-Queen Desirée Nick kommt gerade so richtig in Fahrt. In ihrer "Dschungelgift"-Videokolumne auf bild.de lästert sie über Jay Khan: "Wer als leicht bisexuell angehauchter Mann zehn Tage mit Sarah K. verbringt, der wird sich danach endgültig in die sicheren Gefilde des homosexuellen Hafens zurückziehen." Die Fake-Liebesstory zwischen Jay und Indira, die RTL am Mittwochabend als abgesprochen und vorgespielt entlarvte, sei für sie keine Überraschung. "Ich habe Dolly Buster Lesbensex angeboten, um mein Image zu korrigieren, ich sei heterosexuell", behauptet sie frech.

Es wird immer absurder. Selbst kleine Versprecher müssen inzwischen als Indiz für die Verleugnungs-Strategie herhalten, die Jay Khan angeblich fährt, um von seiner vermuteten Homosexualität abzulenken. Über Sarah behauptete er: "Sie ist auf einem Event zu meinem Manager gegangen und wollte, dass er ihr Gay, äh Jay, klar macht." Ließ hier Freud grüßen? Würde man Daniel Kreibich fragen, der seine Brötchen unter anderem durch Auftritte bei Astro-TV verdient, würde der mit "Ja" antworten. Der "Hellseher" wird vom Onlineportal "Promiflash" zitiert: "Jay Khan lügt, er ist bisexuell, steht jedoch mehr auf Männer." Ob ihm das die Karten gesagt haben oder ob er aus persönlicher Erfahrung spricht, verriet der Wahrsager nicht. Aber mit einer anderen bösen Aussage hat er Recht: "Sarah kann durch Lügen im Moment nichts zerstören. Wo keine Karriere ist, kann auch keine zerstört werden." Mathieu Carrière hatte zuvor noch mit theatralischen Worten behauptet: "Das kann Jays Leben zerstören."

Auch bei Facebook brodelt die Gerüchteküche. Ein angeblicher Freund von Indira sagt, Jay habe ein Profil bei Gayromeo. Nur gefunden hat es bislang noch keiner. Sollte es tatsächlich Khans Absicht gewesen sein, Heterosexualität zu "beweisen", ist ihm das inzwischen gründlich aus den Händen geglitten.

Auf Facebook zeigen sich auch die negativen Seiten der Geschichte: Auf der Page "Jay Khan die Schwuchtel aus dem Dschungel" gibt es Einträge wie "Heute muss der schwule Lutscher aber raus fliegen". Er wird u.a. auch als "schwule Drecksau" beschimpft. (cs)

Nachtrag, 21:30h: Facebook hat die Seite inzwischen gelöscht.

Foto: RTL

-w-

#1 FranziAnonym
  • 27.01.2011, 13:06h
  • Also - das die "Obertunte" (Dirk Bach) gestern den Froonck als "Tuntenfisch" bezeichnete - fand ich jetzt überhaupt nicht "lustig" !! Wie war das mit dem, der im Glashaus sitzt, und mit den Steinen !? :-)

    Und nun zum smarten Jay :-) So wie der dem Peer gestern beim umziehen (gelber Dress) auf den Arsch geschaut hat, und immer wieder hingucken musste .... neeeeeein, der Jay iss ganz bestimmt nicht schwul :-)))) Niiiiiemals !! :-)

    Und desto mehr er versucht, den "heterosexuellen" Macker zu miemen, desto enger zieht sich die Schlinge um seinen Hals, und macht ihn immer noch "bisexueller" !! :-) It´s Showtime !! :-)

    Ich rechne eigentlich fest damit, das Jay heute abend entgültig "entlarvt" wird, und aus dem Dschungelcamp fliegt !! Und dafür kommt dann die Frau "Dingens" wieder ins Camp *pruuuust*
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#2 bisexAnonym
  • 27.01.2011, 14:01h
  • "er ist bisexuell, steht jedoch mehr auf Männer."

    Jaja diese "Bisexualität" kenn ich. Das habe ich bis ca. zu meinem 16. Lebensjahr von mir auch behauptet. Männer wie Jay Khan und viele der Bisexuellen auf Gayromeo brauchen halt "etwas" länger zu erkennen das sie in Wirklichkeit gay sind.

    Aber selbst bei wirklich Bisexuellen ist die Selbstwahrnehmung oft merkwürdig, Bisexuelle die sich mehr zu Männern hingezogen fühlen, bezeichnen sich höchstens als "bisexuell", (das aber meist nicht öffentlich) und die Bisexuellen, die sich mehr zu Frauen hingezogen fühlen bezeichnen sich als "eigentlich heterosexuell"
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#3 eMANcipation*Anonym
  • 27.01.2011, 14:25h
  • Antwort auf #2 von bisex
  • Ich sehe schon: Du hast in geradezu erfrischend klarer Weise die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse und damit einhergehende Konditionierungen erkannt.

    Ansonsten ist der letzte Absatz des Artikels hervorzuheben, den aber niemand wirklich überraschen sollte.

    Wie geht denn diese lächerliche Inszenierung mit männlicher Homosexualität um, wenn nicht in einer absolut herabwürdigenden und stigmatisierenden Art und Weise?

    Die Aussagen vom sozialen oder wahlweise geschäftlichen Tod, wie sie unter anderem in der Sendung getätigt wurden, finden sich in genau dieser Form ja auch immer wieder in den Erfahrungsberichten männlicher Jugendlicher, die wegen ihres Schwulseins gemobbt werden

    oder ihre Homosexualität um jeden Preis verstecken und verleugnen, um eben diesen "Tod" nicht sterben zu müssen (was in aller Regel aber noch viel zerstörerischer werden kann).

    Abgesehen davon ist Facebook von vorne bis hinten voll von solchen offen schwulenfeindlichen Kommentaren,
    auf ganz durchschnittlichen Pinnwand-Einträgen deutscher Jugendlicher aus der Mittelschicht, wozu ein immer aggressiverer Heterosexismus und eine ausdrücklich NICHT gleichberechtigte Darstellung schwuler Jungs und junger Männer in den Massenmedien ganz wesentlich beiträgt.

    Noch einmal: DORT werden die (Vor-) Bilder produziert, die in noch nie dagewesenem Maße die Selbst- und Fremdwahrnehmung schon von Kindern prägen.

    Und da kommen Schwule, insbesondere junge Schwule, weiterhin nicht einmal ansatzweise gleichberechtigt UND ohne stigmatisierende Reduzierung auf Klischees und/oder "Problemfälle" vor - ganz im Gegensatz zur immer penetranteren heteropornographischen Selbstinszenierung!

    Facebook & Co. sind dann die Instrumente einer ganz neuen sozialen Kontrolle, wo jede noch so kleine Abweichung von der Norm umgehend negativ sanktioniert wird. Und schon Frühpubertierende müssen sich dieser Kontrolle unterwerfen, einschließlich Bekenntnis zur Heterosexualität ("Interessiert an: Frauen"), wenn sie nicht in eine Außenseiterposition geraten wollen!

    Das sind die Realitäten, denen wir uns endlich stellen und wo wir Veränderungen erkämpfen müssen, sonst können wir uns jedes Gerede von Gleichberechtigung sparen!
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