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- 31. Januar 2011 3 Min.

Abdallah Adhami ruft Schwule dazu auf, gegen ihre Homosexualität zu kämpfen. (Bild: FB)
Der Imam eines umstrittenen islamischen Begegnungszentrums in Manhattan bezeichnet Homosexualität als "schmerzhafte Prüfung", die in den meisten Fällen durch Missbrauch hervorgerufen wird.
Abdallah Adhami ist erst vor zwei Wochen zu einem Imam des 100 Millionen Dollar teuren islamischen Begegnungszentrums Park51 ernannt worden. Nun sorgen abfällige Äußerungen über Homosexuelle für Aufregung. In einer auf der islamischen Website sakeenah.org veröffentlichten Rede erklärte er: "Ein großer Teil der Menschen kämpft mit homosexuellen Gefühlen, weil sie in ihrem Leben seelischer oder sexueller Gewalt ausgesetzt gewesen sind". Die restlichen Schwulen, die nicht als Folge von Gewalt der "schmerzhaften Prüfung" Homosexualität ausgesetzt wurden, verhielten sich wie Mitglieder des Tierreiches: "Eine kleiner, winziger Prozentsatz der Menschen ist mit einer natürlichen Neigung geboren, die sie nicht erklären können. Man findet das auch im Tierreich in einem gewissen Maße." Auch eine solche natürliche Ausrichtung auf das eigene Geschlecht müsse aber bekämpft werden, appelliert Adhami.
Angriff auf die Würde von Schwulen und Lesben

Beim Protest gegen die "Ground Zero Mosque" werden oft alle Muslime mit Terroristen gleichgesetzt. (Bild: david_shankbone / flickr / by 2.0)
Homo-Gruppen kritisierten die Äußerungen des US-Imams scharf: "Wenn ein mächtiger Religionsführer seine Ignoranz und seinen Hass zum Besten gibt, dann weckt das Zweifel an seiner Urteilsfähigkeit", erklärte Fred Sainz, ein Sprecher der Human Rights Campaign, gegenüber der "New York Post". Paul Schindler, Chefredakteur des New Yorker Homo-Magazins "Gay City News", nannte die Aussagen einen Angriff auf "die Würde aller Schwuler und Lesben".
Die Führung von Park51 wollte sich nur in einer kurzen Pressemitteilung zur Kontroverse äußern. Darin heißt es, dass der Imam nur als "Berater" beim Begegnungszentrum angestellt sei und seine Äußerungen nicht die Meinung von Park51 widerspiegelten. Schwule und Lesben seien willkommen: "P51 ist ein Begegnungszentrum für alle, unabhängig von deren Rassen, Geschlecht, Religion oder sexueller Orientierung".
Parvez Sharma: Äußerungen sind ein Fortschritt
Der offen schwule muslimische Filmemacher Parvez Sharma erklärte gegenüber dem TV-Lokalsender NY1, dass es sich bei den kritisierten Äußerungen des Imams bereits um eine Verbesserung handele: "Ich stimme dem Imam nicht zu, aber ich denke, dass die Aussagen ein Fortschritt sind. Normalerweise hört man von der muslimischen Orthodoxie sehr viel stärkere Urteile." Von Adami würde er gerne erfahren, ob der Imam offen schwule Muslime wie ihn in seiner Gemeinde dulden würde. Sharma sorgte mit seiner Dokumentation "A Jihad for Love" über homosexuelle Muslime für Aufsehen. Die Ausstrahlung des Films im britischen Fernsehen führte zu Todesdrohungen gegen den Regisseur (queer.de berichtete).
Park51 ist ein islamisches Begegnungszentrum in einem 13-stöckigen Gebäude, das in Kürze errichtet werden soll. Der Plan führte zu heftiger Kritik unter amerikanischen Konservativen. Sie bemängelten insbesondere die Nähe zum World Trade Center, das zwei Blocks entfernt liegt. Einer CNN-Umfrage zufolge lehnen zwei Drittel der Amerikaner den Bau ab. Im August verteidigte Präsident Barack Obama die Pläne und verwies auf die Religionsfreiheit in den USA: "Muslime haben das selbe Recht, ihre Religion zu praktizieren, wie jeder andere in diesem Land." (dk)















Da irrt der Imam aber! Wenn etwas bekämpft werden muss, dann sind es Hetzparolen, die von ewiggestrigen Religionsschlümpfen, wie dieser "Witzfigur", aus der Voraufklärung gefischt, konserviert und aufgewärmt werden.
"(...) Ein großer Teil der Menschen kämpft mit homosexuellen Gefühlen ..."
Soso, und womit kämpft Herr Adhami?
Vielleicht mit den Mächten des Wahnsinns, die seinen Geist vernebeln?
Willkommen im 21. Jahrhundert!