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Kommentare zu:
New Yorker Imam hetzt gegen Schwule


#1 Knueppel
  • 31.01.2011, 13:41h
  • "(...) Auch eine solche natürliche Ausrichtung auf das eigene Geschlecht müsse aber bekämpft werden ..."

    Da irrt der Imam aber! Wenn etwas bekämpft werden muss, dann sind es Hetzparolen, die von ewiggestrigen Religionsschlümpfen, wie dieser "Witzfigur", aus der Voraufklärung gefischt, konserviert und aufgewärmt werden.

    "(...) Ein großer Teil der Menschen kämpft mit homosexuellen Gefühlen ..."

    Soso, und womit kämpft Herr Adhami?
    Vielleicht mit den Mächten des Wahnsinns, die seinen Geist vernebeln?

    Willkommen im 21. Jahrhundert!
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#2 gatopardo
  • 31.01.2011, 14:00h
  • Bin immer wieder dankbar für Heilungsempfehlungen, besonders von religiösen Leuten, die es ja wissen müssen. Wir sind diesen fortschrittlichen Muslimen, Christen usw. unendlich dankbar, dass sie uns Perverse nicht mehr erschlagen, aufhängen oder steinigen wollen.
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#3 Linu86Profil
  • 31.01.2011, 14:04hAachen
  • Es ist schon perfide. Diejenigen, die dem Islam und seinen Doktrinen am nächsten stehen (evangelikale Christen in den USA) schreien am lautesten, wenn eine Moschee in der Nähe des Ground Zero gebaut werden soll. Und diejenigen, die mit ihren liberalen Ansichten ideologisch am weitesten entfernt sind verteidigen und bejubeln den orthodoxen Islam. Verkehrte Welt!
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#4 Timm JohannesAnonym
  • 31.01.2011, 14:06h
  • Und noch so ein duchgeknallter Typ unter islamischen Geistlichen.

    Langsam habe ich den Eindruck, dass der Islam echt schlimmer ist, als der Vatikan...und beim Vatikan bekomme ich schon immer einen Kotzanfalll.

    Aber es gibt auch im Islam liberale Stimmen und Vereine: der Vorteil des Islams ist, das er nicht hierarchisch wie der Vatikan strukturiert ist und dort viele Imame "mitmischen".

    Da lobe ich mir doch die lutherische Bischöfin Eva Brunne in Schweden und das neue Pfarrdienstrecht der EKD, wonach jetzt verpartnerte Pfarrer offiziell kirchenrechtlich in den Pfarrhäusern wohnen und tätig sein dürfen.
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#5 heAnonym
  • 31.01.2011, 14:11h
  • Antwort auf #1 von Knueppel
  • Ausser dem scharfen eingrenzen, muss man die freundlich glasklar undmesserscharf mit Diskussionsforen drangsalieren - wenn man für Schwule in oder aus den muslimischen Kulturkreis was machen will.

    "...Der offen schwule muslimische Filmemacher Parvez Sharma erklärte gegenüber dem TV-Lokalsender NY1, dass es sich bei den kritisierten Äußerungen des Imams bereits um eine Verbesserung handele: "Ich stimme dem Imam nicht zu, aber ich denke, dass die Aussagen ein Fortschritt sind. Normalerweise hört man von der muslimischen Orthodoxie sehr viel stärkere Urteile..."

    Die Einschätzung ist nicht toll, aber real.

    Jüngstes Beispiel, Ägypten:

    "Aged just 20, with delicate features and a thin build, Saad initially appears more like a pensive young scholar than a passionate gay rights activist in a conservative Muslim society. Yet he says he seeks to defend gay men, even though his attitude toward homosexuality is hardly liberal."

    www.jpost.com/Features/InThespotlight/Article.aspx?id=205071
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#6 Knueppel
  • 31.01.2011, 14:31h
  • Antwort auf #5 von he
  • "(...) Ausser dem scharfen eingrenzen, muss man die freundlich glasklar undmesserscharf mit Diskussionsforen drangsalieren ..."

    Damit hast Du sicher recht!
    Nur bin ich dafür vermutlich nicht der Richtige, weil ich zu impulsiv bin, mich zunächst einmal mächtig ärgere, wenn ich so etwas, wie die Äußerung des Imams, lese und (wie mal jemand scherzhaft über micht schrieb) "selten Gefangene mache"

    Dein Ansatz gefällt mir selbst viel besser, als meine eigene Reaktion auf Homophobie (ins Visier nehmen, kenntlich machen und zum Abschuß freigeben). Naja, vielleicht lerne ich es noch meine Wut in den Griff zu bekommen ...
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#7 hwAnonym
  • 31.01.2011, 14:34h
  • Antwort auf #3 von Linu86
  • perfide -> pro fide -> profite

    die kunst besteht darin, so auf sie draufzuhauen, dass es den nationalen und internationalen religiösen und politischen rechten hasspredigern nicht nutzt.islamisten, christlamisten, neoliberalisten.
    letztere lieben übrigens zoff und chaos aus dem die asche ensteht, damit ihre asche ensteht.

    mal was anderes:

    Die Studenten aus dem unteren Einkommensdrittel in Großbritannien gingen jüngst nicht in die Kirche oder in die Moschee.

    Die Studenten aus dem unteren Einkommensdrittel Tunesiens oder Ägyptens gingen jüngst nicht in die Moschee oder in die Kirche.

    Um nur mal dieses gesellschaftliche Segment gezielt zu wählen.

    Noch nie war das akademische Prekariat so gebildet, informiert und organisationsfähig,
    auch ausserhalb derFHs und Unis.
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#8 LorenProfil
  • 31.01.2011, 14:34hGreifswald
  • Eine "schmerzhafte Prüfung" ist es wohl eher für Lesben und Schwule, sich ständig den Tiraden irgendwelcher Hassprediger verschiedenster Religionsgemeinschaften ausgesetzt zu sehen und darauf "zivilisiert" zu reagieren. Park51 sollte sich von diesem "Berater" trennen und so ein Zeichen setzen.
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#9 julian21
#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 31.01.2011, 14:36h
  • Solche Aussagen bestätigen nur, daß der Islam sich mit der LGBT-Community weiter schwer tut.
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#11 Ilovelife
  • 31.01.2011, 14:38h
  • Jaaaa @ Timm Johannes

    Wie beginnt ein guter Montag, Start in die Woche? Mit Eva Brunne und "in Fernsehn" Hannes Jaenicke mit seinen Eisbären und dem dazugehörigen Buch, dass er irgendwie gerade auf allen Kanälen präsentiert
    Darauf ein dreifaches Brunne, Brunne, Brunne tätäräää

    Aber gut dass du Ratzinger ins Spiel bringst.
    Es ist hier ein Imam, der spricht, aber bevor sich jetzt wieder so manches Irrlicht auf den Islam als Ganzes stürzt (was im Laufe des Nachmittags sicher noch zu erwarten ist): Benedikta sprach bei der homosexuellen Orientierung ja auch immer von einer "Prüfung"- und es sei daran erinnert, dass zahlreiche Vertreter der RKK gern einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und den Missbrauchsfällen herstellen (z.B. Laun, Kuby und Co. in einem "Fachbuch", das sie auf medrum.de bewerben)...

    Mich beunruhigt diese religiöse Irrlichterei nicht allzu sehr (weil diese homophobe Sprücheklopferei nun wirklich nichts Neues und noch dazu gähnend langweilig ist), solange es nicht zu einer (weltweiten)"Verbrüderung" des fundamentalistischen Islam mit der RKK und evangelikalen Kreisen kommt... dann wage ich zu vermuten, dass es uns als erstes an den Kragen geht...

    Abgesehen von Jaenicke und seinen Eisbären freue ich mich dann da, wo sich andere über lesbische Bischöfinnen und Pfarrdienstgesetze freuen, über Gert Scobels Sonntagssendung im ZDF, wo mehr als deutlich die Strategien der RKK beschrieben wurden, die Missbrauchsfälle möglichst schnell wieder zu verdunkeln... nix gegen das Dschungelcamp (habs ja auch gesehen), aber wenn (hoffentlich) bald wieder eine Zeit kommt, in der harte Auseinandersetung und Fakten, Fakten, Fakten statt weichgespülter Schnell-Schnell- Journalismus zählen, dann freue ich mich jetzt schon, dass es die Öffentlich- Rechtlichen gibt
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#12 Linu86Profil
#13 Gerhard SchröderAnonym
  • 31.01.2011, 14:51h
  • Nur gut, dass man Willy Brandt nicht mehr nach den Wurzeln und den Humus für religiöse Eiferer fragen kann.
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#14 seb1983
  • 31.01.2011, 15:36h
  • Naja...
    Schwere Prüfung statt Baukräne könnte man tatsächlich als "Fortschritt" ansehen. Damit nähert sich der Herr immerhin mal dem traurigen Niveau der katholischen Kirche...
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#15 jörgAnonym
#16 Linu86Profil
#18 nerdAnonym
#19 CowboyAnonym
  • 31.01.2011, 17:59h
  • Antwort auf #7 von hw
  • Die in Indien gingen zu den heiligen Kühen.
    Die waren aber schon auf der Straße.

    Indian summer ?

    10,000 take to streets in Delhi for anti-corruption march

    "We don't want what is happening in Egypt," said Alok Agarwal, 25, an engineer who joined the march. "Everyone is emphasising a peaceful process, but people are angry and they are waking up to the fact that something needs to change."

    "Things have improved so much in recent years," said Anjali Sharma, 20, a management graduate from Delhi. "This is what is making people more conscious of their rights. If all this money was distributed properly, we could really transform this country."

    Swami Agnivesh, a well-known Hindu religious leader and activist who has been at the forefront of the "India Against Corruption" movement in recent weeks, said: "The people have declared a war against corruption today.

    www.thenational.ae/news/worldwide/south-asia/10-000-take-to-
    streets-in-delhi-for-anti-corruption-march
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#20 I.Ramos GarciaAnonym
  • 31.01.2011, 18:00h
  • ich bin teilweise fuer diesen Imman, Daoismus, die einzige wahre Religion, weil das die einzige sei, ihrer Wahrheit von moderner Wissenschaft demonstriert ist, verweiset ihr als ungesund & Spiritus schaedigend, aber die Grunden dieses Menschen, Homosexualitaet zu verurteilen, sind stupid & total sinnlos
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#21 Wyndakyr
  • 31.01.2011, 18:23h
  • Antwort auf #10 von FoXXXyness
  • "Solche Aussagen bestätigen nur, daß der Islam sich mit der LGBT-Community weiter schwer tut."

    Nur scheint das andersrum in vielen Fällen nicht der Fall zu sein.

    julian21 und andere Islamkuschler scheinen richtig froh darüber zu sein, daß sie nicht mehr an den Baukran, sondern in den Zoo kommen.
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#22 julian21
  • 31.01.2011, 18:29h
  • Antwort auf #12 von Linu86
  • Seid wann ist die SPD liberal? Außerdem müsstest du eigentlich wissen, dass sie immer mal wieder für nen Fehltritt gut ist.

    Und überhaupt: Allein schon von nem ziemlich kleinen Landesverband der zweitgrößten Partei Deutschlands auf die gesamte Partei SPD zu schließen und dann auch noch den Fehlschluss ziehen SPD = gutes Beispiel für (Links-)Liberalismus... Hast quasi so ziemlich alles falsch gemacht.

    Vielleicht noch ein anderes etwas besseres Beispiel parat?

    Und warum soll ICH mit der Sarrazin-Debatte aufhören? Die dümpelt doch immer subtil in jedem deiner Kommentare zum Thema Islam mit.
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#23 Ilovelife
  • 31.01.2011, 19:14h
  • pssst @ julian21

    Der war hier im Forum mal der absolute Westerwelle- und FDP- Fan. Wobei ich die Gefahr von so genanntem "Konvertiteneifer", der wiederum bei gewissen anderen Usern bei gewissen anderen Themen hier vorhanden ist, noch nicht sehe.

    Was auch immer ihn bewegt: auf "sozial-liberal" sollte in den nächsten 20 Jahren wirklich niemand hoffen, und auch seine mögliche Karriere (who knows?) nicht danach planen... man will ja niemandem seine inneren Planspielchen verbieten, aber das ist wirklich sowas von unrealistisch...
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#24 stromboliProfil
  • 31.01.2011, 19:18hberlin
  • Antwort auf #7 von hw
  • lässt das aufregendes erwarten.. studenten haben immer eigene interessen.. zum beispiel den aufstieg.
    Sie suchen sich ihre "kirchen " anderswo , entsprechen die vorhandenen nicht der erwartungen!

    "Noch nie war das akademische Prekariat so gebildet, informiert und organisationsfähig, auch ausserhalb derFHs und Unis. ".. hatten wir das nicht auch im iran seinerzeits...??

    angesichts der aussagen des religionfurzes.. fällt mir die beliebigkeit der sätze auf:
    "Eine kleiner, winziger Prozentsatz der Menschen ist mit einer natürlichen Neigung geboren, die sie nicht erklären können. Man findet das auch im Tierreich in einem gewissen Maße." Auch eine solche natürliche Ausrichtung auf das eigene Geschlecht müsse aber bekämpft werden"
    tauscht man die begriffe entsteht ein anderes feindbild:
    "Eine kleiner, winziger Prozentsatz der Menschen ist mit einer unnatürlichen Neigung geboren, die sie nicht erklären können ." Eine solche natürliche Ausrichtung auf Religiösen Glauben müsse aber bekämpft werden...;
    man liest den unsinn, fängt an zu lachen und durchschaut die dummheit religiösen eiferns!

    selbst ein timm johannes wird so zum gartenzwerg im göttlichen vorgarten mit seinen einlassungen: "Da lobe ich mir doch die lutherische Bischöfin Eva Brunne in Schweden und das neue Pfarrdienstrecht der EKD, wonach jetzt verpartnerte Pfarrer offiziell kirchenrechtlich in den Pfarrhäusern wohnen und tätig sein dürfen. [smile ] "

    da treffen sich iman und wanderprediger im sprachlichen irrsinn!
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#25 stromboliProfil
  • 31.01.2011, 19:37hberlin
  • Antwort auf #16 von Linu86
  • Apologetik
    (aus dem griechischen ἀπολογία apologia, „Verteidigung, Rechtfertigung“) bezeichnet die Verteidigung einer (Welt-)Anschauung, insbesondere die wissenschaftliche Rechtfertigung von Glaubens-Lehrsätzen, und den Teilbereich der Theologie, in dem man sich mit der wissenschaftlich-rationalen Absicherung des Glaubens befasst. In der katholischen Theologie wird dieser Bereich heute meistens Fundamentaltheologie genannt.... wikipedia

    Apologismus
    ist eine rhetorische Figur, um absehbare Gegenargumente des Gegners von vornherein ins Leere laufen zu lassen. Hierbei werden der Gegenseite scheinbare Zugeständnisse gemacht, die der Gegner ohnehin nicht verwenden könnte.
    Der Begriff wird häufig verwechselt mit den Bedeutungen von Apologetik oder von Dysphemismus.... wikipedia

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#26 Linu86Profil
  • 31.01.2011, 20:14hAachen
  • Antwort auf #22 von julian21
  • Wo habe ich mich bitte jemals zur Sarrazin-Debatte geäußert?!? Ich äußere mich lediglich zum Islam...

    "Allein schon von nem ziemlich kleinen Landesverband der zweitgrößten Partei Deutschlands auf die gesamte Partei SPD zu schließen und dann auch noch den Fehlschluss ziehen SPD = gutes Beispiel für (Links-)Liberalismus"

    Du hast nach EINEM Beispiel gefragt, das habe ich dir geliefert, also vielleicht solltest du mal über deine Wortwahl nachdenken. Dass du das für einen Einzelfall hältst zeigt, in welcher Welt du lebst. Ich könnte dutzende weitere Beispiele nennen. Claudia Roth von den Grünen (na, sind die jetz linksliberal oder nicht?), auch immer gut, wenn es darum geht reaktionäre kulturelle Bräuche zu verklären und als kulturelle Eigenart zu deklarieren.

    Aber immerhin bist du ja schon so weit, dass du das Thesenpapier der Pfälzer SPD als Fehltritt deklarierst, und es wenigstens nicht noch inhaltlich verteidigst. Da bist du schon weiter als viele andere, die sich "linksliberal" nennen und meinen sie seien ach so tolerant, wenn sie ja nur jeder Forderung nachgeben...
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#27 alexander
  • 31.01.2011, 20:40h
  • Antwort auf #21 von Wyndakyr
  • jeder der hier seit längerer zeit anwesend ist, kennt die "feinen" unterschiede zwischen religionsfaschisten jeglicher coleur ! wir ärgern uns jeden tag auf´s neue über diese fundamentalisten !
    es ist also völlig müßig, immer wieder zu versuchen mit "kräftigen scheinargumenten", seine eigene kruden politischen anschauungen kundzutun ! besser wäre von besserwissenden lernen, auch dazu gibt es hier reichlich möglichkeiten, denn es machen sich etliche user die mühe "sachverhalte" zu hinterfragen und dann mitzuteilen !
    vorurteile werden durch wiederholungen nicht "wahrer", denken ist angesagt ! (falls möglich ?)
    oder bist du fred ???
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#28 Linu86Profil
#29 loellieEhemaliges Profil
#30 eMANcipation*Anonym
  • 01.02.2011, 00:07h
  • Antwort auf #21 von Wyndakyr
  • Die meisten hier sind einfach realistisch genug zu erkennen, dass es in unserer Gesellschaft keineswegs der Islam ist, der den Staat schon seit langer Zeit unterwandert hat und munter weiter unterwandert.

    Dennoch kommt niemand auf die Idee, deswegen christliche "Begegnungsstätten" schließen zu wollen, und auch mir würde das nicht im Traum einfallen.

    Es geht einzig und allein um die Trennung von Kirche und Staat, von Religion und Politik und darum, dass menschenverachtende Gesinnungen und insbesondere deren öffentliche Verbreitung nicht länger geduldet werden.

    Was daran ein "Kuschelkurs" sein soll, möge man mir erklären.

    DU bist es doch, der in seinem islamophoben Wahn mit extremistischen und zutiefst menschenverachtenden Ideologien "kuschelt"!

    PS:
    Schaffen wir endlich effektiv gleiche Lebensbedingungen für Alle,

    segregieren wir nicht mehr junge Menschen "mit Migrationshintergrund" in zutiefst (sozial-) rassistischer Manier,

    insbesondere im so genannten Bildungswesen,

    und schon wird niemand mehr einen Grund haben, sich selbst zu segregieren!
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#31 julian21
  • 01.02.2011, 00:11h
  • Antwort auf #26 von Linu86
  • "Wo habe ich mich bitte jemals zur Sarrazin-Debatte geäußert?!?"

    Hab ich nie behauptet. Ich hab gesagt, dass das Niveau dieser Debatte in all deinen Kommentaren zu dieser Thematik mitschwappt.

    Einige Beispiele? Bitte:

    tinyurl.com/5re98lk

    Und, oh Wunder, was muss ich u.a. erfahren: Du stehst total auf Geert Wilders und der is ja wohl mal eindeutig der - sogar noch tausendmal schlimmere - Thilo Sarrazin der Niederlande.

    Ein sehr schönes Zitat von dir gerade auch im Vergleich zur Sarrazin-in-Kooperation-mit-BILD-Rhetorik: "Ich find Wilders auch gut, endlich mal einer der Tacheles redet."

    Weiter: "Wilders steht für Realpolitik und Menschenrechte für alle (!!!)"

    Jaja, Realpolitik und Menschenrechte für alle.... außer Muslime. Toll. Genau das ist der richtige Weg, mit dem man noch mehr Unruhe und Hass schürt und alle Seiten aufeinander hetzt!

    Du schreibst:
    "Du hast nach EINEM Beispiel gefragt, das habe ich dir geliefert, also vielleicht solltest du mal über deine Wortwahl nachdenken."

    Ja, ich hab nach EINEM Beispiel gefragt, dass du ja auch geliefert hast. Dass du dann gleich mit dem nächstschlechtesten kommen musst, kann ich nichts.

    Jetzt bist es du, der sagt, viele Beispiele nennen zu können. Und was kommt? Nur eins, dass nicht nur total unkonkret ist sondern auch noch komplett voraussehbar. Ich dachte eigentlich, dass es gleich zu Anfang kommt. Danke dafür, denn das zeigt mir mal wieder, dass du (und sehr viele andere) nur EIN Bild des Islam kennen willst, dass u.a. Folgendes sagt:

    Alle Muslime
    - sind homophob
    - beten fünfmal am Tag
    - sind koservativ, auf keinen Fall liberal!
    - leben die Machokultur
    - wollen die Scharia als gesetzliche Grundlage
    - wollen sich nicht anpassen
    - wollen eine eigene Subkultur etablieren

    Alle muslimischen Frauen
    - tragen Kopftuch (als Zeichen ihrer Unterdrückung)
    - dürfen keine (politische) Meinung haben
    ... uvm.

    Und jetzt vielleicht nochmal: Was hat Claudia Roth Schlimmes gesagt? Wo hat sie "reaktionäre kulturelle Bräuche verklärt" und als "kulturelle Eigenart deklariert"? Ich bin mir sicher, all deine Nennungen basieren auf eines der typischen muslimischen Klischees. Auch nochmal zur Erinnerung: Es geht um das angebliche "Bejubeln und Verteidigen des orthodoxen Islams".

    @Wyndakyr
    "julian21 und andere Islamkuschler scheinen richtig froh darüber zu sein, daß sie nicht mehr an den Baukran, sondern in den Zoo kommen."

    Pah! "Islamkuschler"! Ich bin so wenig "Islamkuschler" wie ich "Christenkuschler" bin! Mir sind fast alle Religionen suspekt. Ich weiß nur auch, dass es nicht nur liberale Christen, sondern auch liberale Muslime gibt.

    Außerdem, auch wenn ich mich wiederhole, hilft es überhaupt NICHTS, alle Muslime aus dem Land fernzuhalten bzw. mehr Einwanderung zu verhindern, wie es Thilo und Geert gerne hätten. Wie soll sich so ein liberales Verständnis etablieren?

    Genauso wie es nicht hilft alle Christen über einen Kamm zu schären, hilft es nicht das gleiche mit allen Muslimen zu machen. Das führt nur zu Reaktanz und bewirkt so das Gegenteil des Angestrebten.
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#32 SnakebitProfil
  • 01.02.2011, 02:09hDortmund
  • Lieber herr Abdallah Adhami

    Ich habe die Prüfung bestanden Ich bin SCHWUL!!!



    und ich bin auch so geboren, klar haben sie das recht ihre religion zu praktizieren aber nicht wenn sie sich gegen andere richtet, was für ein gott der anderen Menschen schadet :/
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#33 Linu86Profil
  • 01.02.2011, 04:03hAachen
  • Antwort auf #31 von julian21
  • *Seufz*

    Zunächst einmal: Sarrazin hat in in die Debatte "Genetikargumente" einfließen lassen. Das hat Wilders nie getan und das ist auch nie seine Absicht. Auf seinen Wahlparties sind alle Altersklassen, Hautfarben, Geschlechter und sexuelle Orientierungen vertreten.

    Ich finde es übrigens sehr bezeichnend, dass du aus meinem seitenlangen Kommentar über Geert Wilders einen einzigen Satz herauspickst und mir damit "Bildzeitungsniveau" unterstellst. Ich gehe viel näher darauf ein, aber an Diskussion bist du ja offenbar eh nicht interessiert.

    "Jaja, Realpolitik und Menschenrechte für alle.... außer Muslime."

    Wilders redet eindeutig und in jeder seiner Reden vom ISLAM als Doktrin wie vom Propheten übermittelt, nicht von Muslimen (das betont er immer wieder). Das du das nicht anerkennen oder akzeptieren willst/kannst, weil ansonsten dein Lügengebäude zusammenstürzt, dafür kann ich nichts.

    "Dass du dann gleich mit dem nächstschlechtesten kommen musst, kann ich nichts."

    *Seufz* Ich habe dich konkret darauf aufmerksam gemacht, was viele Linksliberale deines Schlages unter "Toleranz" verstehen: Getrennter Sportunterricht, getrennter Sexualkundeunterricht, etc. Du denkst das sei die Ausnahme? Headline (sinngemäß): Lehrerin wird suspendiert, weil sie muslimischen Kindern aus Versehen Schweinefleisch vorsetzte (die christlichen Kinder sollten Schweinefleisch bekommen, aber in der Küche gab es eine Verwechslung). Und zu Claudia Roth: Schau dir doch einfach mal an, in welchem Outfit die Dame vor kurzem in den Iran gereist ist. Verschleiert (!) vor den Mullahs aufgetreten... auf die Errungenschaften unserer liberalen Gesellschaft spuckend. Für dich mag das nicht der Rede wert sein, aber es ist sinnbildlich für die Selbstverleugnung... Die unsäglichen Aussagen der Frau kannst du ja googeln, wenn du dir schon die Mühe machst nach alten Kommentaren von mir zu suchen, da du anscheinend sonst nichts zu tun hast, sollte das wohl kein Problem für dich sein, oder? Noch n Beispiel:

    themoderatevoice.com/4555/british-banks-ban-offensive-to-isl
    am-piggy-banks/


    "Danke dafür, denn das zeigt mir mal wieder, dass du (und sehr viele andere) nur EIN Bild des Islam kennen willst, dass u.a. Folgendes sagt: Alle Muslime...."

    Siehst du, darin besteht dein grundsätzlicher Gedankenfehler. "...nur EIN Bild des Islam kennen willst..." soweit stimmts...."Alle Muslime".... *FAIL*. Siehst du, deine Schlussfolgerungen beruhen auf einer falschen Annahme. Für dich scheinen Muslime=Islam zu sein, aber für mich sind Muslime Individuen, und viele dieser Individuen halten sich nicht an die orthodoxe Variante des Islam (die übrigens mainstream ist in der arabischen Welt, nur damit das mal klargestellt wird). Viele Muslime praktizieren entweder gar nicht ihre Religion ("Kulturmuslime"), andere beachten lediglich die religiöse Komponente (fasten, beten, Reise nach Mekka, etc.), nicht aber die politische Komponente. Mit den religiösen Komponenten des Islam (Riten und Bräuche) hat auch keiner ein Problem (also keiner, der nicht NPD wählt und sowieso am Liebsten alle Ausländer draußen haben möchte). Aber solange die politische Komponente (Jihad, Beurteilung von Frauen/Homosexuellen, etc.) integraler Bestandteil des "Mainstreamislam" ist (die Al Azhar Universität liefert das beste Beispiel als Repräsentant dieses Mainstreams), solange ist der Islam als Ganzes zu kritisieren, auch wenn sich viele/die meisten Muslime bei uns nicht an die Vorgaben der Religion halten. Es ist eine Sache zu sagen, dass sich Muslime nicht an alle Gebote im Koran/in den Hadith halten, und eine andere zu behaupten, diese Gebote würden deswegen nicht existieren . Was der Islam braucht, ist eine Aufklärung. Und dazu gehört auch, dass sich er weltweit eine Abkehr vom "Qur'anic literalism" (weiß nicht, wie man das übersetzt) vollzieht.

    P.s.: Mein Exfreund ist Muslim und kommt ursprünglich aus Aserbaidschan :P

    Vielleicht findest du dich hierin wieder...

    www.youtube.com/watch?v=KcWrAxOWG-8
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#34 gatopardo
  • 01.02.2011, 07:32h
  • Antwort auf #31 von julian21
  • Wilders Besessenheit gegen Muslime ist geradezu sprichwörtlich. Es kursiert hier die spanische Übersetzung seiner Washingtoner Rede, in der er die "israelische Demokratie" und deren "amerikanische Unterstützung" in hohen Tönen lobt. Sie zeigt Wirkung, da sich viele Leser bereits "besorgt" zeigen und ihre christlichen Werte verteidigt sehen wollen. Bedenklich die Tatsache, dass keiner auf die Idee kommt, Staat und Religion (jeder Konfession !) in einem offiziell laizistischen
    Staat endgültig getrennt sehen zu wollen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#35 Timm JohannesAnonym
  • 01.02.2011, 08:23h
  • @julian 21

    Du hast Recht in deiner Bewertung des Islams. Es gibt nicht DEN Islam und es gibt auch keine hierarchische weltweite Führungspersönlichkeit, wie es die Katholiken mit dem Papst und dem Vatikan aufgebaut haben, sondern es gibt innerhalb des Islams viele Richtungen, Strömungen und Meinungen. Ebenso gibt es viele Imame weltweit, die bei der Auslegung des Islams "mitmischen" und ihre eigenen Parolen verbreiten.

    ---
    Aber gleichwohl gibt es wie im Christentum auch, fundamentalistische Strömungen und Hassprediger. Und solche Typen sollten wir am Besten erst gar nicht in unser Land nach Deutschland hineinlassen: sofort ausweisen und zurück nach Saudi-Arabien, Pakistan oder Afghanistan. An deutschen Moscheen sollten nur liberale/gemäßigte Imame predigen, die für Frieden eintreten, keinen Dschihad predigen und homosexuelle Menschen akzeptieren.
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#36 stromboliProfil
#37 No-ReligionAnonym
  • 01.02.2011, 11:13h
  • Was sieht man daran? Religionen - egal welche - haben immer Teile die zum Extremismus hin gehen.

    Demnächst vergreift sich dann wieder einer von den Katholen im Ton oder einer von den selbst ernannten "Volksüarteien" lässt wieder nen dummen Spruch los....

    ....nur ist dann leider wieder das Aufregen hier nicht so groß....
  • Antworten » | Direktlink »
#38 hwAnonym
  • 01.02.2011, 12:59h
  • Antwort auf #36 von stromboli
  • Die deutschen Rüstungsexporte nach Ägypten etwa schwollen von gut 16 Millionen Euro im Jahr 2006 auf 77,5 Millionen Euro im Jahr 2009 an, die Ausfuhren nach Marokko von zehn Millionen Euro 2007 auf mehr als 37 Millionen Euro 2009, der Export von genehmigungspflichtigen Waren nach Algerien pendelte um die neun Millionen Euro, während in Libyen nach einem Lieferumfang von 24 Millionen Euro 2007 im vergangenen Jahr ein Volumen von mehr als 53 Millionen Euro erreicht wurde. Die deutschen Rüstungsausfuhren nach Ägypten beinhalteten vor allem Kommunikationsausrüstung für das ägyptische Militär und Ersatzteile für Panzer und gepanzerte Fahrzeuge. Die ägyptische Polizei verfügt über Maschinenpistolen vom Typ MP5 aus der Entwicklung des deutschen Produzenten Heckler und Koch. Allein 2009 erhielt Ägypten fast 900 Maschinenpistolen und Einzelteile im Wert von mehr als 800.000 Euro aus der Bundesrepublik. Diese Gerätschaften kommen auch bei der aktuellen Niederschlagung der Proteste zum Einsatz.

    Ebenfalls keine ernst gemeinten Einwände sind aus Berlin gegen die Regierung Mauretaniens zu hören. Dort verbrannte sich kürzlich ein Mann unter Protest gegen Korruption sowie gegen soziale Missstände. Ausdrücklich hatte er in einer Internet-Botschaft verlangt, es müssten endlich mehrere Anti-Sklaverei-Aktivisten freigelassen werden.Die Zahl der Sklaven in Mauretanien wird von Experten auf ca. 20 Prozent der Bevölkerung geschätzt; der aktuelle Staatspräsident, der 2008 per Putsch an die Macht gelangt war, gilt - anders als sein Amtsvorgänger - nicht als entschiedener Feind der Sklaverei. Mit seiner Regierung kooperieren nicht nur deutsche Großkonzerne wie BASF und RWE, die in Mauretanien nach Erdöl suchen. Auch die Bundesregierung unterhält Beziehungen zur Regierung in Nouakchott, die sie für die Abwehr von Flüchtlingsbooten auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln braucht. Eine neue Entwicklungs-Übereinkunft mit der mauretanischen Regierung wurde am 25. Januar unterzeichnet - nur wenige Tage nach der Selbstverbrennung des Mannes, der gegen ebendiese Regierung protestiert hatte, unter anderem wegen ihrer Korruption und ihrer mangelnden Aktivität gegen Sklaverei.

    Zur Verwendung von Steuergeldern:

    Das Auswärtige Amt über Tunesien. Dort findet sich - Stand: August 2010 - die Feststellung: "Die Beziehungen zwischen Deutschland und Tunesien sind gut und intensiv."
    Über die Menschenrechtslage in dem nordafrikanischen Repressionsstaat heißt es, zwar gebe es "in der Praxis" gewisse "Defizite". Pessimismus sei jedoch unangebracht: "Die Verfassung garantiert die Menschenrechte und eine unabhängige Justiz."

    Im November 2010 als eine hochrangige Parlamentarierdelegation aus Tunis die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin besuchte - unter der Leitung eines auch für "Menschenrechte" zuständigen Ausschussvorsitzenden -, da nannte der stellvertretende Generalsekretär der deutschen Stiftung Ben Alis Tunesien einen "ausgezeichneten Partner".
    (www.kas.de 11.11.2010)

    Über die Ursachen der Beliebtheit Tunesiens bei deutschen Managern berichtete die bundeseigene Außenwirtschaftsagentur Germany Trade and Invest (gtai) exemplarisch im Jahr 2008. Damals war bei gtai zu lesen, "die Lohnkosten in Tunesien" lägen "im internationalen Vergleich am unteren Ende der Skala". Nur einige Länder in Ostasien wiesen "ein niedrigeres Lohnniveau" auf; selbst "in Marokko und der Türkei" müssten "höhere Löhne gezahlt werden". Damit sind die Armutszustände recht präzise beschrieben, die - in Verbindung mit für deutsche Firmen offenbar nicht schädlicher Korruption - nun die Revolte gegen das Regime von Staatspräsident Ben Ali ausgelöst haben. "Ein aufgeklärtes Land mit liberaler Wirtschaftsordnung" sei Tunesien, lobte die Wirtschaftspresse vor Jahren angesichts der Hungerlöhne; es profiliere sich so "als Standort für industrielle Investoren". Maßgeblich verantwortlich für die lukrativen Bedingungen sei der "milde Diktator" Ben Ali.
    (Lohn- und Lohnnebenkosten - Tunesien; www.gtai.de 28.03.2008)
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#39 stromboliProfil
  • 01.02.2011, 14:13hberlin
  • Antwort auf #38 von hw
  • was mich ebenso umtreibt: da haben wir mit millonen die polizei der von bürgerkrieg bedrohten länder ausgebildet, sie auf strassenkampf und verhörtechnik gedrillt.. und nun diese erosionen im gefüge..

    ist den auf nichts mehr verlass?
    Nützt da noch die umsatzsteigerung bei heckler &koch oder rheinmetall, bei dailmer und aerospace hinsichtlich der aufrüstung von polizei und militär, wenn irgendwelche studenten demonstrieren...
    kreisler besingt das dilema trefflich_

    www.youtube.com/watch?v=mcBGsNhwxhY
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#40 Jukka S.Anonym
  • 01.02.2011, 20:25h
  • Ach, die brauchen das mit den Männern nicht - man hat ja die Kinder dafür...

    vimeo.com/11352212

    Die Interviews, die dort praktisch vom Gehsteig weg gegeben werden - da sieht man wie völlig normal und alltäglich Kinderprostitution dort ist.

    Aber die "armen, abartigen" Schwulen - die sind natürlich ein Problem, klar, sicher!

    *steine zermalmen könnte vor zorn...*
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#41 julian21
  • 01.02.2011, 23:59h
  • Antwort auf #33 von Linu86
  • Oha: Zweimal „*Seufz*“? Du Armer! Man hat’s wohl nicht leicht.

    „Auf seinen Wahlparties sind alle Altersklassen, Hautfarben, Geschlechter und sexuelle Orientierungen vertreten.“

    Toll! Bestimmt auch ganz viele Rassisten und Nazis. Denn diese bedient er ja auch wunderbar. Einzig (liberale) Muslime sind ganz bestimmt nicht anzutreffen. Komisch.

    „Ich finde es übrigens sehr bezeichnend, dass du aus meinem seitenlangen Kommentar über Geert Wilders einen einzigen Satz herauspickst und mir damit "Bildzeitungsniveau" unterstellst. Ich gehe viel näher darauf ein, aber an Diskussion bist du ja offenbar eh nicht interessiert.“

    Ich hab mich schon oft mit Wilders beschäftigt. Jetzt kriege ich aber einfach Brechreiz und möchte mich nicht nochmal so lange damit auseinandersetzen. Außerdem macht es für mich auch keinen großen Unterschied, ob du sagst „Wilders find ich gut.“ oder ob du sagst „Wilders find ich gut, weil…“. Beides doof.

    „Wilders redet eindeutig und in jeder seiner Reden vom ISLAM als Doktrin wie vom Propheten übermittelt, nicht von Muslimen (das betont er immer wieder). Das du das nicht anerkennen oder akzeptieren willst/kannst, weil ansonsten dein Lügengebäude zusammenstürzt, dafür kann ich nichts.“

    Sein Problem ist, dass er den Islam auch in seiner liberalen westlichen bzw. europäischen nicht-konservativen Auslegung nicht akzeptieren oder einfach nicht wahrhaben will. Und der ist doch schon längst Alltag. Das merke ich selber unter Freunden, die ihren muslimischen „Glauben“ so auslegen wie die Vielzahl deutscher Christen, die höchstens zu Weihnachten in die Kirche gehen.

    Außerdem betreibt er Islambashing in Reinkultur. Dabei gibt es noch andere Religionen, die er andressieren könnte. Wie wärs denn mit den ultrakonservativen Vertretern des Christentums? Wenn er schon sagt, der Koran sollte verboten werden, müsste er eigentlich im gleichen Atemzug dasselbe für die Bibel (insb. Altes Testament) fordern. Wie war das da noch mit uns Schwulen? Aber ne, bloß nicht! Darauf begründet ja die auch so tolle europäische Leitkultur. Und Wählerstimmen gehen dann wahrscheinlich auch noch flöten.

    Ich glaube du willst einfach nicht einsehen, dass er ein hetzender Rechtspopulist ist. Gesteh es dir ein. Er ist im Endeffekt kein Deut besser als Islamisten, da er genau deren Mittel übernimmt und gegen sie verwendet (Terror vs. Hetze). Das ist eigentlich Kindergarten, wenn‘s nicht so gefährlich wäre.

    „Ich habe dich konkret darauf aufmerksam gemacht, was viele Linksliberale deines Schlages unter "Toleranz" verstehen: Getrennter Sportunterricht, getrennter Sexualkundeunterricht, etc. Du denkst das sei die Ausnahme“

    Wie bitte? Konkret? Boulevard-Schlagzeilen und billige Verallgemeinerungen der Marke „viele/alle Liberale sagen, dass…“ finde ich alles andere als konkret. Und du hörst ja nicht auf. Im Gegenteil: Du lieferst ja immer weiter Futter:
    Erstmal zur Geschichte mit der „suspendierten“ Lehrerin. Dazu erstmal das hier:

    www.bildblog.de/23423/boulevard-erklaert-moslems-den-schnitz
    elkrieg/


    Schon ein bisschen peinlich (immer wieder) auf den Boulevard hereinzufallen, hm? Aber ich kenn das ein bisschen: Man liest halt besonders die Dinge gerne, die die eigene Meinung bestätigen. Aber besonders beim Boulevard sollte man dann doch nochmal nachhaken. DIESES Beispiel meine ich übrigens mit Bildniveau. Vielen Dank für die Bestätigung.

    Jetzt zur Sache mit Roth: Ich hatte dich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich Beispiele will, in denen Linksliberale (gut, Roth würde ich dazuzählen) den orthodoxen Islam "bejubeln und verteidigen“ (wie du es ja selber behauptet hast) und diese bitte auf keinen muslimischen Klischees beruhen. Und da fällt dir nichts Besseres ein als Claudia Roth, die mit einem Kopftuch bei den Mullahs sitzt? Das find ICH bezeichnend.

    Erstens ist das Kopftuch - wie ich ja schon gesagt hatte - kein Zeichen der Unterdrückung und zweitens ist Verschleierung alles andere als das, was Claudia Roth zeigt:

    www.haolam.de/images/artikel/221010123340-b1-.jpg

    Im Vergleich dazu auch nochmal die dreisten muslimischen Männer mit ihrer machohaften „Nichtverschleierung“:

    www.mehrnews.com/mehr_media/image/2010/10/583392_orig.jpg

    Ich kann es nicht glauben, dass das Kopftuch immer noch Thema ist. Wie oft wurde es schon in den Medien erklärt, dass es eben kein Zeichen der Unterwerfung der Frau ist.

    Und nach Aussagen Roths google ich ganz bestimmt nicht. Bin ich es, der seine auf Rechtspopulisten begründete und durch BILD-Zeitungsstellen bestätigte Islamophobie verteidigen will?

    Das Bank-Beispiel ist ne total andere Geschichte. Die Banken wollen einfach nicht ihre muslimischen Kunden vergraulen bzw. noch mehr muslimische Kunden anlocken. Das hat aber rein gar nichts mit Linksliberalismus zutun (zumal Banken wohl alles andere als linkliberal orientiert sind), das ist einfach kalkuliertes Geschäft und kostenlose PR. Um Missverständnissen vorzubeugen: Falls sowas vom Staat ausgehen würde, würde ich es verurteilen. Aber das ist ja nicht der Fall.

    „Für dich scheinen Muslime=Islam zu sein“

    Nein. Gerade das ist bei mir nicht der Fall. Gerade deswegen habe ich ja diese Klischees aufgelistet, weil du sie ja in deinem Kopf eingehämmert zu haben scheinst, ansonsten kann ich mir deine Islamophobie nicht erklären.

    Was ich nicht verstehe: Einerseits sagst du, die meisten Muslime „halten sich nicht an die orthodoxe Variante des Islam“, womit du wahrscheinlich überwiegend deutsche/europäische/westliche Muslime meinst. Andererseits sagst du dann aber wieder, dass die „politische Komponente integraler Bestandteil des ‚Mainstreamislam‘“ ist. Das ist doch ein totaler Widerspruch!

    Ich stimm dir absolut zu, wenn du sagen würdest, dass ein politisch motivierter konservativer Islam - sprich Islamismus - aufgehalten werden muss. Aber Entwicklungen oder Tendenzen in die Richtung gibt es in Deutschland, in Europa oder generell im Westen einfach nicht!

    „für mich sind Muslime Individuen“

    Dann hör doch auch auf, dem Wilders unreflektiert zuzujubeln und schaff dir endlich mal ne eigene Meinung! Ansonsten ist der Satz nichts anderes als ne lächerlich heuchlerische Floskel.

    „Was der Islam braucht, ist eine Aufklärung.“

    Und die bekommt er, indem man möglichst viele Muslime aus dem Land fernhält? Was bringt es denn die Seiten gegeneinander aufzuhetzen, wie es Sarrazin und ganz besonders Wilders eindeutig tun? Ich sags nochmal: Das führt einfach zu Reaktanz und bewirkt genau das Gegenteil des Angestrebten.

    „P.s.: Mein Exfreund ist Muslim und kommt ursprünglich aus Aserbaidschan :P“

    PS: Ich habe einige türkische Freunde. Einige weniger, einige mehr gläubig. Alle in Deutschland aufgewachsen. Alle liberal und kein bisschen homophob.
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#42 David2Anonym
  • 02.02.2011, 05:43h
  • Antwort auf #34 von gatopardo
  • "Schreckgespenst Islamismus

    Die Strategie des Mubarak-Regimes, für öffentliches Chaos* zu sorgen, damit die Bevölkerung nicht mehr nach Freiheit, sondern nach seiner ordnenden Hand ruft, verfängt in Ägypten nicht. Bei uns aber geht sie auf. Europäische Politiker und Experten warnen nun davor, in Ägypten könnten Extremisten die Macht übernehmen und der Aufstand drohe in eine islamische Revolution umzukippen. Dagegen helfe nur, was sie einen "geordneten Übergang" nennen."
    (MURIEL ASSEBUR, promovierte Islamwissenschaftlerin und arbeitet bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)** zum Nahen Osten und zu Afrika.

    * wer Kriminelle freiläßt um eine Intifada zu sabotieren, organisiert auch Anschläge auf Christen in Ägypten.

    www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/schreckgespenst-isl
    amismus/


    Intifada (انتفاضة Intifada (t) ) ist ein arabisches Wort und bedeutet wörtlich "Abschütteln", obwohl es in der Regel als Aufstand oder Widerstand oder Rebellion übersetzt wird.

    **

    www.swp-berlin.org/
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#44 Linu86Profil
  • 02.02.2011, 22:31hAachen
  • Antwort auf #41 von julian21
  • Toll! Auf den Satz:"Auf seinen Wahlparties sind alle [...]Hautfarben [...] vertreten“ zu antworten mit:"Toll! Bestimmt auch ganz viele Rassisten." Das erfordert wirklich eine ausgesprochene Denkleistung.

    "Einzig (liberale) Muslime sind ganz bestimmt nicht anzutreffen. Komisch."

    Aha. Dann versuch mal in der "Atheist Alliance International" (AAI) liberale Katholiken zu finden. Wie, du findest keine? Hmm... müssen wohl auch alles Nazis sein

    "Jetzt kriege ich aber einfach Brechreiz und möchte mich nicht nochmal so lange damit auseinandersetzen."

    Gut, dann hätten wir das mit dem Diskussionsbedarf ("an Diskussion bist du ja offenbar eh nicht interessiert") ja geklärt. Schön, wie sich Argumente doch durch einfache Parolen ersetzen lassen.

    "Sein Problem ist, dass er den Islam auch in seiner liberalen westlichen bzw. europäischen nicht-konservativen Auslegung nicht akzeptieren oder einfach nicht wahrhaben will."

    Was DU nicht wahrhaben willst ist, dass es diesen Islam (noch) nicht gibt. Nicht in theologischer Hinsicht. Versuche auch nur einen (!) Imam zu finden (in Europa oder sonstwo), der eine 1:1 wörtliche Übereinstimmung des Korans mit dem Wort Gottes ablehnt (Quranic literalism, siehe oben). Finde EINEN!!! Und FALLS du ihn findest (Quelle mit angeben), dann berichte doch noch gleichzeitig über seine Stellung innerhalb der islamischen Gemeinschaft. Damit hättest du dann deine Antwort.

    "Und der ist doch schon längst Alltag. Das merke ich selber unter Freunden, die ihren muslimischen „Glauben“ so auslegen[...]"

    Bei dir redet man echt gegen ne Wand. Ich sage dir jetz zum x-ten mal, dass ich kein Problem mit Muslimen habe. Und erst recht nicht mit Muslimen, die ihren Glauben so leben, wie du es beschreibst ("Kulturmuslime"). Es gibt auch liberale Katholiken, die das Zölibat & die Homosexuellenfeindlichkeit ihrer Kirche ablehnen, aber das macht den Katholizismus nicht "liberaler", sondern allenfalls die ihn "praktizierenden" Katholiken.

    "Dabei gibt es noch andere Religionen, die er andressieren könnte. Wie wärs denn mit den ultrakonservativen Vertretern des Christentums? "

    www.au.org/media/press-releases/archives/2010/03/los-angeles
    -movie-premiere.html


    "Wenn er schon sagt, der Koran sollte verboten werden, müsste er eigentlich im gleichen Atemzug dasselbe für die Bibel (insb. Altes Testament) fordern."

    Ich bin auch gegen ein Koranverbot, genauso wie gegen ein Verbot des Alten Testament (gilt auch für "Mein Kampf"). Und zwar nicht, weil ich diese Bücher toll finde, sondern weil ich finde, dass jeder das lesen können sollte, was er möchte. Bücher zu verbieten hat einer Gesellschaft meines Erachtens noch nie gut getan. Aber das macht Wilders noch lange nicht zu einem "Rassisten und Nazi". Würdest du einen Politiker als Nazi bezeichnen, der das Verbot des Alten Testaments fordert?? Das sind vielleicht radikalliberale Ideen (zu radikal wie ich finde), aber keinesfalls rechte.

    "Er ist im Endeffekt kein Deut besser als Islamisten, da er genau deren Mittel übernimmt und gegen sie verwendet "

    Inwiefern ist jemand, der für Schwulenrechte, Meinungsfreiheit, und gegen eine politisierte Religionsideologie eintritt gleichbedeutend mit Leuten, die andere auf Grund ihres Glaubens/sexuelle Orientierung/etc. umbringen oder zum Mord an ihnen aufrufen?!? Zeig mir ein konkretes Beispiel an dem deutlich wird, dass Wilders Muslime (Achtung: nicht den ISLAM!) ablehnt!

    "Schon ein bisschen peinlich (immer wieder) auf den Boulevard hereinzufallen, hm?"

    Inwiefern widerspricht dein Link meiner Aussage (außer, dass er tendenziös berichtet). Die Lehrerin wurde in der Tat vorläufig suspendiert/vom Dienst freigestellt, was die Lehrerin als Demütigung empfand und sich daraufhin krank schreiben lies. Hier nachzulesen...

    nachrichten.rp-online.de/regional/affaere-um-schnitzel-fuer-
    muslime-1.105605


    Übrigens lese ich keine BILD, also wenn die Bildzeitung da eine falsche Berichterstattung geliefert hat, kann ich das nicht beurteilen. Und solche Überschriften:"Deutsche Lehrerin von Moslems weggemobbt" sind in der Tat muslimfeindlich (Achtung: NICHT islamophob, muslimfeindlich)... außerdem steht selbst in dem von dir geposteten Link dass von der Schulleitung "der vorläufige Verzicht auf Schweinefleisch beim Schulmittagessen erklärt wurde." Ich frage dich: Hätte man auch "vorläufig" das Schweinefleisch FÜR ALLE KINDER gestrichen, wenn man aus Versehen einem Vegetarierkind Fleisch vorgesetzt hätte? Ich glaube nicht...

    "Und da fällt dir nichts Besseres ein als Claudia Roth, die mit einem Kopftuch bei den Mullahs sitzt? Das find ICH bezeichnend."

    Zieht Frau Erdogan bei ihrem Deutschlandbesuch das Kopftuch AUS?! Nein, natürlich nicht. Verlangt auch keiner. Und dass umgekehrt eine Vertreterin der linksliberalen Bewegung mit Kopftuch verkleidet bei den Religionsfaschisten der Mullahs auftritt, die die Kopftuchpflicht unter Gewaltandrohung durchsetzen, das ist ein mittlerer Skandal! Eine Bekannte von mir (Deutsche, aber ursprünglich aus Teheran) wurde sogar von einem Polizisten geschlagen, weil eine Haarsträhne unter ihrem Kopftuch hervorlugte (normalerweise ist man bei Europäern da lascher, aber sie sieht nunmal persisch aus). Statt also Solidarität mit den unterdrückten Iranerinnen zu üben indem sie ganz bewusst das Kopftuch "weglässt" (was ihr als diplomatisch immuner Politikerin zweifellos möglich wäre), übt sie sich in Konformität mit dem Regime. Dass du das als Bagatelle abtun willst ist in der Tat bezeichnend für den neuaufkommenden moralischen Relativismus innerhalb der linksliberalen Bewegung...
    P.s.: Was der Link mit den "nichtverschleierten Mullahs" bezwecken soll ist mir nicht ganz klar...

    "Wie oft wurde es schon in den Medien erklärt, dass es eben kein Zeichen der Unterwerfung der Frau ist."

    Es gibt Frauen, die das Kopftuch freiwillig und ohne Druckausübung tragen, und es gibt welche, denen wird es aufgezwungen (Beispiel Iran, siehe oben...oder man denke an 6-jährige Mädchen mit Kopftuch, die noch viel zu jung sind, um selbst entscheiden zu können... oder man denke an die Frauen, die zwar nicht explizit "gezwungen" werden, aber doch durch subtile Druckausübung aus ihrem Umfeld dazu gedrängt werden). Da nützt es auch nichts, mir Beispiele aus deinem Bekanntenkreis zu nennen, bei denen das anders war (da wären wir wieder bei den Individuen). Dem Kopftuch einen Freifahrtsschein auszustellen ist daher gänzlich unangebracht.

    "Das Bank-Beispiel ist ne total andere Geschichte. Die Banken wollen einfach nicht ihre muslimischen Kunden vergraulen bzw. noch mehr muslimische Kunden anlocken."

    Genau so ist es...moment, habe ich das gerade richtig verstanden? Du findest es also richtig, wenn Banken Sparschweine abschaffen, um die religiösen Gefühle von Muslimen nicht zu verletzen? Vielleicht sollten wir demnächst auch die Milkakühe nicht mehr im Fernsehn zeigen, um die religiösen Gefühle von Hindus nicht zu verletzen. Aber da werden bekanntlich keine Botschaften angezündet...

    "Um Missverständnissen vorzubeugen: Falls sowas vom Staat ausgehen würde, würde ich es verurteilen."

    Es ist eigtl. völlig wurscht, ob die Zensur vom Staat ausgeht, oder ob wir sie uns selbst auferlegen (siehe Mohammedkarikaturen oder das Geschrei nach der "Teddybär"- Southparkepisode).Wo sonst hätten es deutsche Politiker (inklusive der Grünen) kommentarlos durchgehen lassen, als die Innenminister 17 arabischer Staaten den Regierungschef eines demokratischen Landes (Dänemark) zur Bestrafung der Karikaturisten und zum Bruch der dänischen Verfassung aufforderten, ohne bei den europäischen Regierungschefs Empörung auszulösen?

    "Gerade deswegen habe ich ja diese Klischees aufgelistet, weil du sie ja in deinem Kopf eingehämmert zu haben scheinst, ansonsten kann ich mir deine Islamophobie nicht erklären."

    Welche Klischees meinst du denn, die ich angeblich gegenüber Muslimen habe? Soll ich dir das nächste Mal auch "Katholophobie" unterstellen, wenn du die katholische Dogmatik in Frage stellst? "Islamophobie" ist ein erfundener Kampfbegriff, absolut nichtssagend. Wenn dann rede doch bitte von Muslimfeindlichkeit oder Ressentiments gegenüber Muslimen. Denn ja: ich bin islamophob...und christianophob...und religionsphob :P

    "Einerseits sagst du, die meisten Muslime „halten sich nicht an die orthodoxe Variante des Islam“[...]Andererseits sagst du dann aber wieder, dass die „politische Komponente integraler Bestandteil des ‚Mainstreamislam‘“ ist. Das ist doch ein totaler Widerspruch!"

    Nicht wirklich. Eine ablehnende Haltung gegenüber Homosexualität ist integraler Bestandteil der OFFIZIELLEN katholischen Glaubenslehre ("Mainstreamkatholizismus" wenn man so will). Das tut aber der Tatsache keinen Abbruch, dass viele Katholiken kein Problem mit Homosexualität haben (sie halten sich also nicht an die orthodoxe Variante des Katholizismus, auch wenn sie offiziell bestand hat). Wo ist da der Widerspruch?

    "...ein politisch motivierter konservativer Islam - sprich Islamismus - aufgehalten werden muss. Aber Entwicklungen oder Tendenzen in die Richtung gibt es in Deutschland, in Europa oder generell im Westen einfach nicht!"

    Natürlich gibt es diese Tendenzen (auch bei uns). Schonmal von Pierre Vogel gehört, dem neuen Star eines reaktionären Islam? Oder in Großbritannien, da ist die Entwicklung besonders erschreckend...

    www.stern.de/politik/ausland/grossbritannien-islamisten-kont
    rollieren-britische-moscheen-597157.html


    "PS: Ich habe einige türkische Freunde."

    Ich habe das nur gepostet, weil du mir unterstellt hast, ich hätte ein Problem mit Muslimen. Dabei habe ich mal mit einem geschlafen :P . Und dass deine türkischen Freunde nicht homophob sind bezweifel ich gar nicht (wieso sollte ich das?). NUR: das liegt nicht an einem "europäischen" Islam (auch nicht an einem "europäischen" Katholizismus => was soll das überhaupt sein?), sondern höchstens an einem weichgewaschenen, bzw. einem von persönlichen Überzeugungen durchtränkten Islam.
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