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- 01. Februar 2011 2 Min.

Alwyn Uytingco gehört auf den Philippinen zu einem der populärsten Nachwuchsschauspieler
Weil seine Fans ihn für schwul halten, will der 22-jährige philippinische Schauspieler Alwyn Uytingco künftig nur noch Hetero-Rollen annehmen.
In einem Interview sagte Uytingco nach Angaben des "Manila Bulletin", Fans sei in Briefen und bei persönlichen Begegnungen wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass er auch privat sexuell an Männern interessiert ist. Das habe ihn zuletzt schwer belastet. Er betonte, dass Homosexualität eine normale Ausrichtung wie Heterosexualität sei - aber eben nicht seine eigene.
Uytingco spielte den schwulen Sohn Pip in "Ang Tanging Ina" (Die besondere Mutter Ina), der erfolgreichsten Filmreihe in der Geschichte der Philippinen. Bislang sind seit 2003 drei Filme sowie eine TV-Serie produziert worden.
Der 22 Jahre alte Schauspieler kündigte an, sich zunächst auf seine zur Hauptsendezeit ausgestrahlten Seifenoper "Babaeng Hampaslupa" (Die Landstreicherin) konzentrieren zu wollen. Hier spielt er den besten Freund der männlichen Hauptfigur - und ist natürlich in erotische Abenteuer mit Frauen verwickelt.
Auf den Philippinen wird Homosexualität toleriert, es gibt allerdings nur eine kleine schwule Szene in der Hauptstadt Manila. Das öffentliche Bild bestimmen insbesondere weiblich agierende Männer, von denen sich viele als Frauen identifizieren ("Bakla").
Gleichgeschlechtlicher Sex ist in dem zu 90 Prozent christlichen Land nicht verboten, Homo-Partnerschaften werden aber von der Regierung nicht anerkannt. Ein Gleichbehandlungsgesetz scheiterte mehrfach im Parlament. Homo-Aktivisten fordern schon seit Jahren mehr Rechte für Schwule und Lesben, scheitern aber an den Parteien, die traditionell vorsichtig mit dem Thema Sexualität umgehen. 2009 gab es jedoch einen Erfolg für Homo-Aktivisten: Die Militärführung hob eine Vorschrift auf, nach der Schwule vom Militärdienst ausgeschlossen sind (queer.de berichtete). (dk)














