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  • 08. Februar 2011 43 2 Min.

Guess who´s staying for dinner... (Bild: White House Photo by Shealah Craighead)

Unter dem Motto "Der Papst kommt" wollen sich Aktivisten treffen, um über Reaktionen auf den Deutschland-Besuch des Papstes im September 2011 zu beraten.

Am 17. Februar findet das erste Netzwerktreffen in den Räumlichkeiten des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg statt. Zu dem Termin erwartet werden nach Angaben des LSVD Vertreter von etwa ein Dutzend Organisationen, die zum Thema sexuelle Selbst­bestimmung arbeiten. Geplant sind gemeinsame Aktivitäten im Rahmen des Papst-Besuches.

Der LSVD hatte im Dezember letzten Jahres bereits die Einladung des Papstes als Redner im Bundestag scharf kritisiert. Sprecher Manfred Bruns erklärte damals, dass die deutschen Parlamentarier einen Kniefall vor einem Religionsführer machten, "der keinen Zweifel daran lässt, dass er wesentliche Grundlagen unserer Verfassungsordnung wie Gleichberechtigung und Diskriminierungs­verbot ablehnt" (queer.de berichtete). Der Lesben- und Schwulenverband regte an, der Papst solle das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homo­sexuellen besuchen.

Wenig Protest unter deutschen Politikern

Trotz seines kategorischen Neins zur Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben kann sich der Papst jedoch auf die Unterstützung aller im Bundestag vertretenen Parteien verlassen. Nur wenige Politiker wagten es, sich dem Konsens zu entziehen, so etwa der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck - der Kölner Abgeordnete wurde jedoch schnell von seiner Berliner Fraktionschefin Renate Künast zurückgepfiffen (queer.de berichtete).

Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Rolf Schwanitz gehört zu den wenigen Politikern, die den Papst-Auftritt kritisieren. Im Deutschlandfunk warnte er vor einer katholischen Werbeveranstaltung: "Der wichtigste Grund ist aus meiner Sicht, dass dem Vertreter einer speziellen Glaubensrichtung nicht derart das Podium geboten werden sollte. Das wirft viele Fragen auf, für die Verquickung von Staat und Kirche."

Unionspolitiker betonen aber, dass die deutsche Demokratie maßgeblich auf Werten beruhe, "die durch das Christentum geprägt sind", wie Stefan Müller von der CSU erklärte. Auch Politiker der Linken haben ihr Okay für den Auftritt gegeben - sie betonen, dass es mit der katholische Kirche Übereinstimmungen in sozialen Fragen gebe. (dk)

Interessierte Personen sind eingeladen, an dem Netzwerktreffen "Der Papst kommt" teilzunehmen. Der LSVD bittet um Voranmeldung bei joerg.steinert@lsvd.de. Termin: Donnerstag, 17. Februar 2011, 19.00 Uhr, LSVD Berlin-Brandenburg, Kleiststraße 35, 10787 Berlin.

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.02.2011, 14:45h
  • Tolle Aktion, nur die Entfernung ist zu groß, um da mitzumachen.
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#2 Katrin
  • 08.02.2011, 16:59h
  • Das einzige was mir zum Papst und zu den Kirchen einfällt ist die Forderung sofort alle, aber auch alle Steuermittel und sonstigen Vergünstigungen zu kappen. Ich seh nicht ein das ich den Greis aus Rom und seine Organisation in Deutschland, sowie andere religiöse Vereine auch nur mit einem Cent unterstützen soll und dann auf das schwerste beschimpft und beleidigt zu werden.
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#3 stromboli
  • 08.02.2011, 17:09hberlin
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • das ist nicht eine veranstaltung die nur (!) berlin betrifft, es ist eine veranstaltung im deutschen parlament.. also an alle gerichtet.
    Es braucht also bundesweit aktionen die zeigen: das was da in berlin passiert darf nicht unwiedersprochen bleiben!
    Also aktionen , die im ganzen land stimmung machen gegen den besuch, gegen die rede, gegen die person!

    als raff deine röcke und hurtig hurtig, auf ein regionales treffen in deiner nähe!
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