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- 08. Februar 2011 2 Min.

Solche Geschichten kommen normalerweise nur aus Hollywood: Der siebenjährige Malcolm hat im Radio eine Geschichte über die Benachteiligungen gehört, die Schwule und Lesben in Amerika widerfahren. Der Junge war sauer - und sprach mit seiner Mutter darüber, was er dagegen tun könne. Schließlich entschied er sich, 140 Dollar an zwei Homo-Gruppen zu spenden: zum einen an die Human Rights Campaign, die sich mit Lobbyarbeit in Washington für eine Gleichbehandlung in den Gesetzbüchern einsetzt, zum anderen an das Los Angeles Gay and Lesbian Center. Die Einrichtung bietet unter anderem einen kurzfristigen Unterschlupf für junge Obdachlose an, die wegen ihrer sexuellen Orientierung aus dem Haus der Eltern geworfen worden waren. Dieses Problem hat Malcolm besonders betroffen gemacht, da es Studien zufolge in den USA immer mehr um sich greift: So kam bereits eine Untersuchung aus dem Jahr 2006 zu dem Ergebnis, dass fast die Hälfte aller jungen Obdachlosen schwul, lesbisch oder transsexuell sind. Grund für ihren Rauswurf aus dem Elternhaus war meist ihr Coming-out.
In einem Brief schrieb Malcolm an das schwul-lesbische Zentrum: "Ich schicke Ihnen das Geld, weil ich es unfair finde, wenn Schwule und Lesben nicht gleich behandelt werden". Seine Mutter erklärte den Hintergrund der Spende: "Ich will meinem Sohn zeigen, dass es wichtig ist, die Welt um ihn herum zu verbessern. Deshalb gibt er 140 Dollar an den Wohltätigkeitsverband seiner Wahl".
Die Mutter regte daraufhin an, mit der Geschichte Malcolms um neue Spenden zu werben: Sie forderte das Los Angeles Gay and Lesbian Center heraus, in einer Spendenaktion 27.000 Dollar einzusammeln.
Die Aktivisten nahmen gerne an - und versprachen, eine "großes Dankesschreiben" an Malcolm zu senden, sobald sie das Ziel erreicht haben. So viel ist sicher: Das Hollywood-Happyend ist bereits vorprogrammiert. (dk)














