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  • 24. Juli 2004 14 1 Min.

Berlin Der seit kurzem offen schwule FDP-Chef Guido Westerwelle hat mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen gefordert. Westerwelle sagte in einem heute vorab veröffentlichten Interview des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel": "Ich bin für mehr Selbstverständlichkeit im Umgang mit diesen Fragen." Mögliche negative politische Konsequenzen des öffentlichen Bekenntnisses seiner Homosexualität nehme er bewusst in Kauf. Der FDP-Vorsitzende hatte sich beim 50. Geburtstag von CDU-Chefin Angela Merkel erstmals mit seinem Lebenspartner in der Öffentlichkeit gezeigt. Dem "Spiegel" sagte er: "Ich kann nichts daran ändern, ob mein Leben den Leuten gefällt oder nicht gefällt." Westerwelle kritisierte im "Spiegel", dass schwul-lesbische Partnerschaften eine Menge Pflichten, aber keine angemessenen Rechte hätten. Er forderte unter anderem, das Adoptionsrecht auf homosexuelle Paare auszuweiten, sowie die Gleichbehandlung von homosexuellen mit heterosexuellen Paaren im Steuerrecht. Rot-Grün sei "bei dem ganzen Thema auf halber Strecke stehen geblieben". (mize)

-w-

#1 RalfAnonym
  • 24.07.2004, 15:41h
  • Natürlich hat Westerwelle recht, der rot-grünen Koalition Halbheiten vorzuwerfen, aber er sollte sich lieber an die eigene Nase fassen. Wo die FDP mitregiert, ob zusammen mit der CDU oder mit der SPD, hat sie alles getan und tut noch immer alles, um eine Gleichstellung zu torpedieren, vom Verbot der Verpartnerung auf dem Standesamt bis zur Ablehnung des Ergänzungsgesetzes. Westerwelle wird also erst dann glaubwürdig sein, wenn er seine eigene Partei dazu bringt, ihre Blockadehaltung aufzugeben und ihre Regierungsmacht in den Ländern zu einem neuen Kurs gegenüber Lesben und Schwulen zu nutzen. Gelingt ihm das nicht, wird er sich als genau so ein schwules Parteifeigenblatt erweisen wie Volker Beck, der in schöner Regelmäßigkeit Gesetzesverbesserungen ankündigt, die sich stets als leere Verspechnungen erweisen, weil weder SPD noch Grüne sie durchzusetzen gewillt sind.
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#2 lsvdAnonym
  • 24.07.2004, 16:22h
  • mehr dazu in der rubrik presse bei lsvd.de
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#3 MarkusAnonym
  • 24.07.2004, 22:59h
  • Warum fragt eigentlich niemand die Schwesterwelle, warum er durch die gemeinsame Blockade mit Angies schwarzer Bande eben dafür gesorgt hat, daß Rot-Grün "auf halber Strecke" steckenbleiben mußte? Warum seine Partei in Baden-Württemberg noch nicht einmal versucht hat, den Koalitionspartner CDU zur Öffnung der Standesämter zu bewegen? Und warum die FDP in Rheinland-Pfalz verhindert hat, daß die SPD die Standesämter freigibt? Bis dieser Mensch und seine rechtsliberale Partei glaubwürdig werden, gibt es noch eine ganze Menge zu tun!
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