https://queer.de/?1365
- 24. Juli 2004 1 Min.
Berlin Der seit kurzem offen schwule FDP-Chef Guido Westerwelle hat mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen gefordert. Westerwelle sagte in einem heute vorab veröffentlichten Interview des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel": "Ich bin für mehr Selbstverständlichkeit im Umgang mit diesen Fragen." Mögliche negative politische Konsequenzen des öffentlichen Bekenntnisses seiner Homosexualität nehme er bewusst in Kauf. Der FDP-Vorsitzende hatte sich beim 50. Geburtstag von CDU-Chefin Angela Merkel erstmals mit seinem Lebenspartner in der Öffentlichkeit gezeigt. Dem "Spiegel" sagte er: "Ich kann nichts daran ändern, ob mein Leben den Leuten gefällt oder nicht gefällt." Westerwelle kritisierte im "Spiegel", dass schwul-lesbische Partnerschaften eine Menge Pflichten, aber keine angemessenen Rechte hätten. Er forderte unter anderem, das Adoptionsrecht auf homosexuelle Paare auszuweiten, sowie die Gleichbehandlung von homosexuellen mit heterosexuellen Paaren im Steuerrecht. Rot-Grün sei "bei dem ganzen Thema auf halber Strecke stehen geblieben". (mize)
Links zum Thema:
» siehe queer.de-Bericht
» Der Spiegel-Bericht














