Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=13682
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Führen Tauschbörsen-Abmahnungen zum Zwangsouting von schwulen Teenagern?


#50 KünstlerAnonym
  • 15.02.2011, 08:09h

  • Wenn man Musik, Videos, etc. im Internet stiehlt, ist das dasselbe wie wenn man CDs, DVDs, etc. im Laden stiehlt. Und in beiden Fällen ist die Weitergabe solchen Materials Hehlerei.
  • Antworten » | Direktlink »
#49 BürosesselAnonym
  • 14.02.2011, 23:56h
  • Antwort auf #30 von loellie
  • ich bin mit dem Verlagswesen durchaus vertraut. Das Urheberrecht sorgt hier "nur" dafür, daß einzig(!) der Auto der Texte über ein "Verkauf" der Nutzungsrechte(!) verhandeln kann und nicht jeder x-Beliebige Internetpirat, der den Text irgendwo aus dem Netz kopiert hat. Darin besteht der Schutz des Urheberrechtes.
    Ähnlich mit Fotos. Wenn ein Fotograf die Nutzungsrechte an seinem Bild verkauft, dann kann der Käufer damit anstellen was er will. Aber das Urheberrecht garantiert, daß eben nur(!) der Schöpfer des Bildes berechtigt ist die Rechte am Bild zu verkaufen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#48 stromboliProfil
#47 FloAnonym
#46 FloAnonym
  • 14.02.2011, 20:14h
  • Antwort auf #38 von loellie
  • "Na Kleiner, wenn du mich hier durch die Blume als Lügner diffamieren willst(...)"

    Nein, ich habe nur gesagt, dass Du keine Ahnung hast, weil Du meinst, das Urheberrecht schade den Urhebern.

    Deswegen auch mein Kommentar mit US-Copyright und EU-Urheberrecht. Denn wenn Du Dich auskennst, weißt Du ja sicher, dass man in unserem Urheberrecht eben nicht sein Recht abtreten kann und dann übervorteilt wird, so wie das beim US-Copyright möglich ist.

    Deswegen ist auch der MP3-Lizenzverkauf hier so viel schwerer als dort.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#45 alexander
#44 loellieEhemaliges Profil
  • 14.02.2011, 17:05h
  • Antwort auf #43 von daVinci6667
  • Da müsste ich jetzt weiter ausholen, als mir das Thema wichtig ist.
    Die GEMA hat natürlich erheblich mehr Mitglieder, aber die Einnahmen die durch Radiosendungen und zB eben Clubs zusammenkommen, werden aufgrund eines intransparenten Schlüssels tatsächlich nur an eine kleine Minderheit ausgezahlt.

    In D zahlst du auch GEMA wenn du in deiner Kneipe das Radio laufen hast ... solche Sachen. Künstlergewerkschaft und Sozialkasse sind dann jeweils andere Institutionen.
    Mittlerweile gibt es ettliche Fälle, das zB Dorffeste nicht mehr stattfinden konnten, oder auf Weihnachtsmärkten keine Radios mehr laufen durften, weil das tausende € Gebühren kostet. Kindergärten werden in den Ruin geklagt, weil dort gesungen wird (kein Scherz) und Künstler klagen gegen die GEMA, weil sie für die Aufführung ihrer eigenen Werke bezahlen müssen.

    Tantjemen durch CD-Verkäufe sind dann wieder ein anderes Thema.

    Für eine Lösung, die Werkschaffenden zu einem Einkommen verhilft bin ich immer offen, aber das, was mittlerweile Global unter dem Deckmantel des UhG veranstaltet wird, ist blanker Irrsinn. Das bekommen die Appologeten und Propagandisten auch nicht mehr schöngeredet.

    Ach, weil kulturelle Vielfalt angesprochen wurde ... Die Bestrebungen der Musikindustrie, den Katalog der Titel, die im Radio gespielt werden dürfen auf 300 zu begrenzen, war ziemlich schnell wieder vom Tisch.
    Vielfalt und Kulturindustrie haben ähnlich viel gemein, wie Los Wochos bei der FDP und schwule Emanzipation
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#43 daVinci6667
  • 14.02.2011, 14:40h
  • Antwort auf #42 von loellie
  • Nur gerade 100 Künstler? Kaum zu glauben, dass eine solche Bevorzugung der "Grossen" legal ist!

    Unsere Suisa schreibt für die 10x kleinere Schweiz auf der Homepage: "Die SUISA ist die Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik. Rund 29 000 Komponisten, Texterinnen und Musikverleger sind in der 1923 gegründeten Genossenschaft organisiert."

    www.suisa.ch/de/suisa/kurz-und-buendig/

    @ Simone Danke für den wertvollen Hinweis! Eure Gebühren sind zwar anders geregelt und insgesamt wohl eindeutig niedriger. Wenn ihr aber schon solche Pauschalabgaben zahlt, ist die rigorose Haltung gegenüber Internetusern noch viel unverständlicher! Erst Pauschalabgabe und dann erst noch "Abmahnungen" bezahlen. Täuscht mein Eindruck, oder werdet ihr hier wirklich doppelt abgezockt?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#42 loellieEhemaliges Profil
  • 14.02.2011, 14:17h
  • Antwort auf #39 von stromboli
  • "Die frage ist doch nur , wird der urheber am ende in der gerechten weise beteiligt, oder sahnen hier die verlage und lizenzträgergesellschaften ab und der kreative bleibt der arsch im spiel...?!"

    Die GEMA verteilt ihre Einnahmen an gerade mal 100 Künstler. Dh, eine Band, die ein paar CDs zu wenig umgesetzt hat geht leer aus, und die Ihnen zustehenden Gelder landen bei Dieter B auf dem Konto. Das lässt sich nur verhindern, indem Club-DJs zB, penible Playlists erstellen, was wohl die wenigsten tun.

    Nichtmal mehr Superstars werden heutzutage an den Umsätzen durch CD-Verkäufe und Downloads beteiligt. Daher auch die erheblichen Vorschüsse, die manche noch aushandeln können.
    Dass Künstler vom UhG profitieren ist glatte Propaganda und die, nach dem Vorbild Maddovscher Schneeballspiele ermittelten Verluste, die der Industrie durch Downloads entstünden, ebenfalls.

    Und die GEMA-Abgabe auf Rohlinge gibt es auch in der BRD. Guck doch mal, wenn du das nächste mal im Laden bist, da kosten CDR auf denen "Audio" steht, und DVDR für Video mehr.
    Konkret ist die Situation, dass der Kunde beim erwerb solcher Produkte brav Abgaben für eine Leistung bezahlt, für deren Inanspruchnahme er kriminalisiert wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#41 SimoneAnonym
#40 daVinci6667
  • 14.02.2011, 13:08h
  • Antwort auf #36 von Flo
  • Grundsätzlich hast du zwar recht, dass das Runterladen von geschützten Werken, ohne dass man dafür bezahlt eine Art von Diebstahl darstellt. Auch Dein Einwand, dass nun alle bezahlen müssen, ist verständlich und berechtigt, nur mein Lieber, kann man einfach nicht 90% der Internetuser kriminalisieren. Das ist absoluter Verhältnisblödsinn!

    Denke mal an die Überlastung von Polizei und Gerichten, (das würde den Steuerzahler und Konsumenten noch viel mehr kosten!) und nicht zuletzt den Image-Schaden für Staat und Behörden, weil er sich so weit von den Bürgern entfernt hat. Unsere Regierung und Parlament hat das2007 schon richtig entschieden:
    www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2007/09/17/Schweiz/P
    rivate-Downloads-bleiben-legal


    Und glaube mir, auch deine Einwände wurden sehr wohl diskutiert:

    www.parlament.ch/ab/frameset/d/n/4718/251508/d_n_4718_251508
    _251590.htm?DisplayTextOid=251591


    Ja, wir bezahlen mehr für Rohlinge, MP3 Player, Handys, Speicherkarten, Festplatten etc. Gut möglich dass die Gebühren auch noch steigen werden. Was solls? Ist doch immer noch besser als dass die Polizei wegen illegaler Downloads Millionen von Haushalten durchsucht und damit auch viele schwule Jugendliche, bevor sie dazu bereit sind, vor ihren Eltern zwangsgeoutet werden, oder? Willst Du wirklich einen solchen Staat?

    @ die Neugier. Du spielst vermutlich auf das gestrige Abstimmungswochenende an. Hier bin ich über den Entscheid meiner Mitbürger allerdings enttäuscht. Nun dürfen Soldaten ihre persönliche Militär-Waffe weiterhin nach Hause nehmen. (Die Munition muss aber abgegeben werden) Die Städte haben der Volksinitiative für ein verschärften Waffengesetz zwar zugestimmt, die traditionell ausgerichtete Landbevölkerung hat ein jedoch ein überraschend deutliches Nein erreicht. Zum Glück haben wir eine (linke) Justizministerin, die ich sehr schätze:
    bazonline.ch/schweiz/standard/Sommaruga-will-Waffenrecht-ver
    schaerfen/story/15965749?dossier_id=864


    Und nein, ich habe keinen Militärdienst geleistet, folglich auch keine Waffe im Schrank. Mein Mann würde mir das völlig zu Recht sowieso nicht gestatten!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#39 stromboliProfil
  • 14.02.2011, 12:36hberlin
  • offen gestanden von dem ganzen keinen blassen schimmer, also mal wikipedia angeblättert, durchgelesen und weiterhin ratlos!

    Mir gefällt die idee, über vervielfältigungsträger ein produkt -kunst-etc. einem möglichst breiten puplikum weiterzugeben!
    Wenn nun, wie in der schweiz solche "rohlinge" bereits beim kauf mit einer abgabe belegt sind, müsste es doch egal sein ob einer was runterläd-kopiert.. etc, wenn nicht an dritte weitergegeben wird.
    Die frage ist doch nur , wird der urheber am ende in der gerechten weise beteiligt, oder sahnen hier die verlage und lizenzträgergesellschaften ab und der kreative bleibt der arsch im spiel...?!
    Das ist doch auch die ständige auseinadersetzung von kreativen gegenüber ihren übermächtigen produzenten-galeriesten so soni und andere, die in prozesse verwickelt sich gegen die rückführung der urheberrechte zu schützen suchen, die sie den künstlern , musiker,autoren, filmemachern abgezwungen haben ( so funktioniert nun mal markt!) ...
    Da steht meine sympathie hinter denen die lieber auf tantiemen verzichten, ihre produkte im internet oder anderen tauschbörsen einstellen , als der megaindustrie noch weitere gewinne auf ihre kosten zu garantieren...

    Gerecht ist es sicher nicht, aber das kleinere übel: piraterie ist auch immer eine zwangsläufigkeit herrschender verhältnisse !
  • Antworten » | Direktlink »
#38 loellieEhemaliges Profil
  • 14.02.2011, 11:31h
  • Antwort auf #35 von Flo
  • Na Kleiner, wenn du mich hier durch die Blume als Lügner diffamieren willst, dann frag doch einfach mal die Queer.de-Autoren wie das mit dem Urheberrecht bei ihnen funktioniert , auch wenn das ein hier "Kleinverlag" ist. Spätestens bei den Holzmedien hast du als Journalist Urheberrecht gehabt. Ich kenne persönlich genug Leute, die im Netz anonym publizieren müssen, weil deren Arbeitgeber die Nutzung des eigenen Namens bei ausserverlaglichen Publikationen verbieten, zB..

    Aber, agitiere du nur schön weiter. Dass mit "Urhebern" kein Spielraum existiert, um eine etwaige Reform zur Verhinderung von Missbrauch mit dem Uhg auch nur zu diskutieren, ist nichts neues.
    In der Tat bin ich ja froh, dass der Gesetzgeber nicht auf mich hört, denn die Hysterie meiner Mitbewerber ist mein bestes Kapital, weil sie potenzielle Kunden mit irrwitzigen Forderungen im Falle des Verstoss gegen Nutzungslizenzen verschrecken. Und deshalb bin ich dir dankbar für dein Engagement. Wirklich!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#37 MarcAnonym
  • 14.02.2011, 11:10h
  • Mein Freund ist Fotograf und verdammt froh, dass es das Urheberrecht gibt!!

    Ohne das Urheberrecht könnten Firmen, Verlage, Konkurenten, etc. einfach so seine Arbeit stehlen.

    Ich verstehe nicht, wieso manche solche Probleme mit dem Urheberrecht haben. Es schützt Urheber vor Diebstahl und sichert kulturelle Vielfalt. Ohne das Urheberrecht würde es viele tolle Musik, Filme, etc. nicht geben!!
  • Antworten » | Direktlink »
#36 FloAnonym
  • 14.02.2011, 09:30h
  • Antwort auf #32 von daVinci6667
  • "Die Politik hat insofern reagiert, dass wir auf Rohlingen und Speichermedien aller Art, automatisch Urheberrechtsabgaben bezahlen müssen. Ich halte dies eindeutig für den besseren Weg!"

    Du findest es also fair, dass z.B. jemand, der auf Rohlingen nur Sicherheitskopien seiner Dateien macht dafür mitzahlen soll, dass andere ihr Vergnügen preiswerter bekommen?

    Was ist daran solidarisch?

    Im Übrigen sind die Urheberabgaben ja nichts kostendeckend, sonst müssten Rohlinge viel teurer sein!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#35 FloAnonym
  • 14.02.2011, 09:28h
  • Antwort auf #31 von loellie
  • "Nein, offensichtlich weiss ich, im Gegenteil zu dir, wovon ich Rede."

    Wenn Du das sagst, muss das wohl so sein...

    Aber glücklicherweise hört der Gesetzgeber nicht auf Dich. Und da kannst Du selbst froh drum sein, wenn wirklich Dein ganzer Haushalt von Content-Produktion lebt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#34 die neugierAnonym
#33 Power UserAnonym
#32 daVinci6667
  • 13.02.2011, 20:18h

  • Antwort an #2 Flo
    Ich bin oft gleicher oder ähnlicher Meinung wie Du, schätze deine Kommentare. Hier ist mir deine Haltung aber einfach zu streng. Mir ist bewusst, dass die Gesetze in Deutschland strenger sind. In der Schweiz darfst in Tauschbörsen runterladen, aber nichts uploaden. Anfragen werden an Internetprovider gestellt, aber aus Datenschutzgruenden nicht beantwortet. Die Politik hat insofern reagiert, dass wir auf Rohlingen und Speichermedien aller Art, automatisch Urheberrechtsabgaben bezahlen müssen. Ich halte dies eindeutig für den besseren Weg!
  • Antworten » | Direktlink »
#31 loellieEhemaliges Profil
#30 loellieEhemaliges Profil
  • 13.02.2011, 18:35h
  • Antwort auf #21 von Bürostuhl
  • Tja, das scheint den Profi dann wohl vom Amateur zu unterscheiden.
    Unser Haushalt finanziert sich komplett über die Produktion von Content und ich bin dennoch für eine ersatzlose Streichung des Urheberrechts in seiner jetzigen Form. Unser Einkommen wäre davon nicht im geringsten betroffen! Im Gegenteil berechnen wir angemessene Stundensätze und gut ist und, würden wir auf eingeschränkte Nutzungslizenzen bestehen, entzögen wir uns selbst der Existenzgrundlage, weil die Rechtssicherheit seitens unserer Kunden nicht mehr gegeben wäre.

    Die Summe der Engriffe des Urheberrechts in meine Rechte und Freiheiten als Bürger lassen sich durch das bisschen angeblicher Rechtssicherheit nicht rechtfertigen. Das wirst auch du merken, falls du jemals mit einem Verlag über etwaige Publikation verhandeln solltest.

    BTW, es gab gerade dieser Tage einen kleinen Skandal im Umfeld des hamburger Asta, welcher versuchte die Berichterstattung darüber via Urheberrecht versuchte zu unterbinden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#29 SebiAnonym
  • 13.02.2011, 18:22h
  • Antwort auf #28 von denj
  • Man kann auch mal auf einer verbotene Seite gelangen. Aber das gibt keine Probleme. Man sieht schon, ob jemand z.B. auf einer Kinderpornoseite ist und diese auch gleich wieder verlässt oder ob sich da jemand stundenlang Material runterlädt.

    Und jeder, der zufällig auf eine illegale Seite gerät, braucht sich keine Sorgen zu machen. Das wird niemals eine Strafe nach sich ziehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#28 denjAnonym
  • 13.02.2011, 17:19h
  • Antwort auf #26 von Flo
  • Wird auch nicht. Ohne Straftat erfährt niemand, wer hinter eine IP steckt.

    du hast es erfasst. ein klick in zwilichtigen seiten kann einen zur straftat machen ob man will oder nicht. besser wir lassen sowas bleiben und sind damit auf der sicheren seite!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#27 FloAnonym
  • 13.02.2011, 17:13h
  • Antwort auf #21 von Bürostuhl
  • "Ich liebe das Urheberrecht. Es schützt mein Eigentum!!! Jeder der micht beklaut, wird verfolgt. Und das ist gut so. Und das gilt nicht nur für meine Texte, die keiner kennt, sondern auch für Pornos eines goßen Labels. "

    Du hast das sehr gut zusammengefasst.

    Du bist das beste Beispiel, wie sinnvoll das Urheberrecht ist. Vielleicht wirst Du nie mit Deinen Texten Geld verdienen, aber stell Dir mal vor, jemand anders bekommt sie in die Finger, schreibt seinen Namen drüber und hat Erfolg damit. Er wird berühmt und verdient Geld. Und Du guckst in die Röhre. Genau sowas kann das Urheberrecht verhindern. Und da es anmeldefrei und kostenlos funktioniert, schützt es gerade auch Leute wie Dich, die keinen Konzern im Hintergrund haben.

    Und wie Du schon sagtest:
    der gleiche Schutz vor Diebstahl geistigen Eigentums gilt für den Privatmann genauso wie für das multinationale Medienunternehmen!!

    Ich werde nie verstehen, wie manche so unsozial sein können, dass sie erwarten, dass andere gratis für sie arbeiten, während sie selbst nicht gratis arbeiten würden. Es ist asozial, wenn die Allgemeinheit zahlen soll, weil einzelne sich davor drücken wollen.

    Es wird niemand gezwungen geschütztes Material zu konsumieren. Wer nicht zahlen will, lässt es halt, sollte es dann aber auch nicht klauen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#26 FloAnonym
  • 13.02.2011, 17:02h
  • Dass das Thema Urheberrecht bei vielen Internetnutzern nicht populär ist, ist mir klar. Aber bei den Antworten zeigt sich auch wieder mal, wieviel Unwissenheit teilweise dahinter steht.

    Ich greife mal ein paar Dinge exemplarisch auf in der Hoffnung, dass das etwas zur Klärung beiträgt.

    @Arthas:
    "Du bist auch so ein obrigkeitshöriger Systemling der die Gesetze immer befolgt oder?"

    Siehst Du das auch bei Gesetzen so, die z.B. Schwule vor Verfolgung schützen? Oder sollte man nur Gesetze missachten, die einem selbst nicht in den Kram passen? Und wer entscheidet dann, welche Gesetze befolgt werden und welche nicht? Das führt Demokratie ad absurdum!

    "Wenn die Musikindusstrie der Meinung ist nicht genug Geld zu verdienen weil immer weniger Bürger bereit sind sich abzocken zu lassen, müssen sie halt ihre Strategie ändern"

    1. Schau Dir mal an, wer alles an einer CD wieviel verdient. Da verdient keiner besonders viel an einer einzelnen CD.

    2. Sie haben ihre Strategie bereits verändert. Sie fördern jetzt z.B. keine neuen Talente mehr, weil schlicht kein Geld mehr dafür da ist! Jetzt müssen also neue Talente größtenteils scheitern, weil manche Leute zu geizig sind, für ihr Vergnügen zu zahlen. Dieselben Leute sind aber seltsamerweise nicht bereit, bei ihrer Arbeit auf Geld zu verzichten.

    "Hätte der Erfinder des Rades ein Copyright wären wir heute noch in der Steinzeit. "

    1. Das wäre kein Fall fürs Urheberrecht, sondern eher fürs Patentrecht.

    2. Alle geistigen Schutzrechte (auch Urheberrecht und Patentrecht) haben das Ablaufen eingebaut! Es gibt weltweit KEIN Schutzrecht, das auf ewig gilt!

    "Menschen die sich Musik oder Filme runterladen zu kriminalisieren ist echt menschenverachtent und pervers."

    Nur weil Du das so in den Raum stellst, oder gibt es dafür auch Argumente?

    ---------------------------------------

    @Roberto:

    Viele Leute denken so wie Du und wissen einfach nicht, dass sie die Fakten nicht kennen!

    "Musiker verdienen auch, wenn ihre Songs im Radio, im Fernsehen gespielt werden. Sie verdienen durch die Verwertungsgesellschaften, die Gebühren für jede CD, für jeden CD-Brenner bekommen."

    NEIN!!!!!!!!

    Die Komponisten und Textdichter verdienen daran. Nicht die Musiker!!

    Ein typisches Beispiel, wie Missverständnisse die Meinung beeinflussen können.

    "Der Vergleich mit dem Ladendiebstahl hinkt, es wird nichts physikalisches gestohlen."

    Das ist eben das Problem, weshalb viele Leute kein Unrechtsbewusstsein haben. Aber immaterelle Güter sind genauso wertvoll wie materielle und sollten genauso nicht gestohlen werden.

    -----------------------------------

    @loellie:

    "Historisch, ist das Urheberrecht ein Schutz der Verleger gegen die Interessen der Urheber."

    Du verwechselst das angloamerikanisch geprägte Copyright-Recht mit dem kontinental-europäischen Urheberrecht.

    -----------------------------

    @Klausi:

    "Stimmt genau! Flo, willste wirklich, dass jeder Kleinkram, den Du im Web "anstellst", verfolgt werden kann?"

    Nein! Aber darum geht es doch auch nicht. Es ist ja nicht so, dass irgendein Rechteinhaber automatisch komplette IP-Protokolle von Providern bekommt.

    Aber: wenn jemand wirklich gegen Urheberrecht verstößt, muss es möglich sein, in diesem eng definierten Fall einen Namen zu der IP zu bekommen und dann Strafverfolgung und zivilrechtliche Schritte (Schadensersatzklagen) in die Wege zu leiten.

    Dasselbe wollen wir doch auch, wenn jemand unter einer IP zum Mord an einem von uns aufruft....

    --------------------------

    @FoXXXyness:

    "Mittlerweile ist es so, daß es aber auch Programme gibt, mit denen man anonym im Internet surfen kann und niemand die IP-Adresse herausfinden kann. "

    Genauso wenig wie es 100%ige Sicherheit gibt, gibt es 100%igen Datenschutz. Alles kann man irgendwie umgehen. Jeder, der entsprechende Anonymisierungsdienste nutzt und sich in Sicherheit wiegt, kann ein böses Erwachen erleben. Oft bieten gerade diese Anon-Dienste spezielle Schnittstellen zur Strafverfolgung.

    "Daß man jedoch 1000 US-Doller zahlen muß, um nicht verfolgt zu werden, halte ich für äußerst fragwürdig!"

    Das nennt man Vergleich. Und das ist bei Prozessen nichts unübliches oder anrüchiges. Das ist einfach nur ein Instrument zur Entlastung der Gerichte, wo Gegner einen Kompromiss finden können. Wenn da beide Parteien einverstanden sind, muss man ja nicht das Gericht belästigen. Und beide Parteien haben Zeit und Geld gespart.

    ---------------------------------------

    @Simone:

    "Die Höhe der Abmahnungen (in der Regel jenseits von gut und böse) sind ebenso umstritten wie der Fakt, dass es Massenabmahnungen sind, die mittlerweile ein eigener Geschäftszweig sind."

    Wenn Urheberrechte massenhaft gebrochen werden, finden die Abmahnungen eben auch massenhaft statt. Du verwechselst Ursache und Reaktion!

    "Und die Herausgabe der IP Daten für Bagatellen ist ebenfalls umstritten."

    Der volkswirtschaftliche Schaden durch Raubkopien (den wir ALLE zu tragen haben) geht in die Milliarden. Das soll eine Bagatelle sein?

    Wieso sollte das Internet ein rechtsfreier Raum sein, wo Dinge erlaubt sind, die auch in der realen Welt nicht erlaubt sind?

    Ich bin froh, dass man rausfinden kann, wenn z.B. jemand zum Mord an Schwulen aufruft.

    ----------------------------------

    @gesunderverstand:

    Ich stimme Dir in vielen Fällen zu. Aber auch der Download ist Diebstahl. Wenn das nur mal einmal geschehen ist, kann man diskutieren, ob man nicht einfach nur darauf hinweist und keine Strafe verlangt. Aber wenn jemand gar nichts mehr kauft, ist das in der Summe Millionen Nutzer schon ein immenser Schaden.

    "Sollte wegen eines privaten Verstoßes in simplem Fall die Anonymität im Internet aufgehoben werden?
    Nein"

    Wird auch nicht. Ohne Straftat erfährt niemand, wer hinter eine IP steckt.
  • Antworten » | Direktlink »
#25 denjAnonym
  • 13.02.2011, 16:56h
  • Antwort auf #16 von Klausi
  • ich mach nur legales. kann nur jedem raten aufzupassen. schwups und man ist auf der falschen seite und der sieht nicht wie 18 aus. man fragt sich hm ist er 18 oder nicht?! darf man das gucken oder schnell wegklicken!? bei illegalen seiten ein problem! bei legalen ah der muss erwachsen sein alles in ordnung! bleib auf der legalen seite, eine anzeige ist kein zuckerschlecken wenn dir was vorgeworfen wird was ein versehen war!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#24 vingtans
#23 gesunderverstandAnonym
  • 13.02.2011, 16:42h
  • Alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit, des gesunden Menschenverstands.

    Braucht man das Urheberrecht?
    Ja

    Sollte ein kommerzieller Bruch des Urheberrechts straf- wie zivilrechtlich verfolgbar sein?
    Ja

    Sollte ein privater Bruch in schwerem Fall (erstes Hochladen des Cam-Mitschnitts eines aktuellen Kinofilms) verfolgbar sein?
    Ja

    Sollte ein privater Bruch in simplem Fall (Download) straflos bleiben, wie bisher schon die Privatkopie?
    Ja

    Sollte wegen eines privaten Verstoßes in simplem Fall die Anonymität im Internet aufgehoben werden?
    Nein
  • Antworten » | Direktlink »
#22 SimoneAnonym
  • 13.02.2011, 16:27h
  • Antwort auf #2 von Flo
  • Queer.de über Abmahnungen:
    >>"Während ein solches Vorgehen generell umstritten ist"

    Du:
    >>Daran ist gar nichts unmstritten. Es gibt Urhberrechtsgesetze und entsprechende Strafen bei Verstößen.

    Die Höhe der Abmahnungen (in der Regel jenseits von gut und böse) sind ebenso umstritten wie der Fakt, dass es Massenabmahnungen sind, die mittlerweile ein eigener Geschäftszweig sind. Und die Herausgabe der IP Daten für Bagatellen ist ebenfalls umstritten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#21 BürostuhlAnonym
  • 13.02.2011, 16:25h
  • Antwort auf #14 von loellie
  • Also...ich habe ein Hobby...ich schreibe gerne...zu meinem reinen Provatvergnügen, nicht wiel ich damit Geld verdienen will/kann...einfach nur so....In meinen Texten steckt verdammt viel Arbeit. Manchmal sitzt du fünf bis sechs Stunden über einem leeren Blatt Papier, stehst auf und das Blatt ist immer noch leer. Wenn ich mir vorstelle, wir hätten kein Urheberrechtsschutz und jeder "Heini" könnte meine schwer erarbeiteten Texte (auch wenn es nur eine theoretische Möglichkeit seinmag) einfach so benutzen und veröffentlichen und sich damit Geld in die Tasche stecken...ich fände es furchtbar. Ich liebe das Urheberrecht. Es schützt mein Eigentum!!! Jeder der micht beklaut, wird verfolgt. Und das ist gut so. Und das gilt nicht nur für meine Texte, die keiner kennt, sondern auch für Pornos eines goßen Labels.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#20 FoXXXynessEhemaliges Profil
#19 fbiAnonym
#18 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.02.2011, 15:35h
  • Ich habe bisher noch nie illegale Sachen aus dem Internet heruntergeladen. Mittlerweile ist es so, daß es aber auch Programme gibt, mit denen man anonym im Internet surfen kann und niemand die IP-Adresse herausfinden kann. Daß man jedoch 1000 US-Doller zahlen muß, um nicht verfolgt zu werden, halte ich für äußerst fragwürdig!
  • Antworten » | Direktlink »
#17 seb1983
  • 13.02.2011, 15:35h
  • Antwort auf #16 von Klausi
  • Beleidigungen etc. werden im Web viel zu wenig verfolgt, um es dann mal etwas greifbarer zu machen: Auch gegen Minderheiten wie Schwule wird in Foren gerne breitest abgelästert was man sich so im normalen Leben gar nicht trauen würde.

    Sowas fällt für mich nicht unter Meinungsfreiheit, ebenso wie Diebstahl geistigen Eigentums nicht unter irgendwelche sonstigen Freiheiten fällt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#16 KlausiAnonym
  • 13.02.2011, 15:23h
  • Roberto schreibt:
    >Aber darum geht es nicht. Es geht um die Abwägung zwischen Copyright und Privatssphäre/Datenschutz.

    Stimmt genau! Flo, willste wirklich, dass jeder Kleinkram, den Du im Web "anstellst", verfolgt werden kann?

    Das würde dann ja in jedem Bereich gelten. Stell Dir vor, jeder Forenkommentar von Dir ist per IP-Adresse verfolgbar. Wenn man bedenkt, wie oft hier über Prominente, Geistliche und so weiter spekuliert, beleidigt wird, wäre allein das schon ein hervorragendes Arbeitsfeld für Anwälte. Das würde als letzte Konsequenz die Meinungsfreiheit erbelich einschränken. Warum ja auch das Bundesverfassungsgericht eigentlich die Vorratsdatenspeicherung zurecht gestoppt hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#15 ExplorerBoyAnonym
  • 13.02.2011, 15:15h
  • Ihr habt Probleme!
    Ich habe auch kein Geld für teure Pornos und gucke mir die kostenlosen Pornoclips an und die von Amateurboys. Wenn ich mehr Geld kriege ist es mir wichtiger eine Playstation 3 als Pornos zu kaufen, bis dahin muss ich mich mit der PS2 begnügen! Ich werde es überleben, auch ohne mir eine PS3 im Laden zu klauen
    Wenn man was klaut soll man auch genug Mumm haben dazu zu stehen wenn man erwischt wird!

    Was habt ihr sonst für eine Lösung? Alle Heteros werden bestraft, aber Schwule haben ein Freifahrtschein bei allem bei dem sie geoutet werden könnten?
    Also kann ich mir in jedem Schwulenclub legal Drogen reinpfeifen, denn jede Anzeige würden meine Eltern mitbekommen und ich wäre somit zwangsgeoutet.
    Wenn ich den PC nicht ausreichend schütze und meine Eltern im Verlauf oder so sehen auf welchen Seiten ich war ist es meine Schuld wenn ich geoutet werde. Nicht anders ist es wenn ich illegal Pornos runterlade und mich dabei erwischen lasse, dann hafte auch ich dafür und kann Polizei, Staatsanwalt und Co. nicht mit "ich bin nicht geoutet, holt mich hier straffrei raus" kommen.
  • Antworten » | Direktlink »
#14 loellieEhemaliges Profil
  • 13.02.2011, 15:12h
  • Das Urheberrecht ist eine der schlimmsten Geisseln der Menschheit. Historisch, ist das Urheberrecht ein Schutz der Verleger gegen die Interessen der Urheber. Daran hat sich bis heute nichts wesentlich geändert.

    Warum sich angesichts des praktisch endlosen Angebots an freien Inhalten noch immer Menschen finden, die den Abzockern, Zensoren und Feinden der Freiheit, unablässig Scheinbegründungen liefern, oder diese beim Kampf gegen das eigene Klientel durch Kauf ihrer Produkte gar finanzieren, anstatt das Gelump einfach zu ignorieren, verstehe ich beim besten Willen nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 RobertoAnonym
  • 13.02.2011, 15:02h
  • Natürlich sollen auch Musiker, Filmschaffende etc. eine angemessene Vergütung erhalten. Ein paar Gedanken dazu:

    1) Was ist angemessen? Musiker verdienen auch, wenn ihre Songs im Radio, im Fernsehen gespielt werden. Sie verdienen durch die Verwertungsgesellschaften, die Gebühren für jede CD, für jeden CD-Brenner bekommen. Sie verdienen durch Konzerte, Merchandising, Interviews, kommerzielle Nutzung ihrer Stücke in Werbung und Filmen. Usw (bis vor kurzem gab es auch massiv Einnahmen mit gezielt an Jugendliche gerichtete Klingeltöne, eine unmoralische Abzocke ohne gleichen).

    Oft reicht schon ein Song in der Hitparade, um im normalsterblichen Denken fürs Leben abgesichert zu sein. Überlege mal, was langweilige Nerv-Sänger wie Phil Collins, die in Sendern wie WDR2 immer noch abgenudelt werden, allein durch alte Werke verdienen. Und: Urheberrechte sind ungerecht verteilt. Journalisten verdienen nichts dran. Bäcker verdienen nur einmal an ihren Brötchen.

    2) Eine Raubkopie ist kein Raub. Raub enthält Gewalt gegen Personen. Der Vergleich mit dem Ladendiebstahl hinkt, es wird nichts physikalisches gestohlen.

    Aber darum geht es nicht. Es geht um die Abwägung zwischen Copyright und Privatssphäre/Datenschutz. Der Text spricht es an: Warum sind schwere Straftaten vor Aufklärung geschützt, aber die Abmahnungswelle gegen Filesharer darf weitergehen?

    Nein, die Musikindustrie muss bessere Möglichkeiten finden als pseudolegale Kriminalisierung von Personen. Zumal es abseits vom Filesharing genügend legale oder unverfolgbare Möglichkeiten gibt, sich den Song/den Film zu beschaffen, den man haben will. Filehoster, Mitschnitte, FreeDRM bei Napster-Flat etc.
  • Antworten » | Direktlink »
#12 seb1983
  • 13.02.2011, 14:59h
  • Sorry, weil ich nicht genug Geld für etwas und keine Kreditkarte habe dann ist es also legitim es zu stehlen?? Grade bei so lebenswichtigen Dingen wie Pornos?
    Wer sich sowas auf Tauschbörsen zieht sollte sich bewusst sein dass es illegal ist, ebenso wie im Supermarkt etwas in die Tasche zu stecken und dass es n Risiko gibt erwischt zu werden.

    Das ganze klingt wie "ich hatte doch keine Wahl, ich musste den Pelzmantel klauen weil mir kalt war,und den 600er Mercedes weil ich zur Arbeit musste. Wie ich soll meine alte Jacke anziehen und den Bus nehmen???"

    Es gibt massenhaft kostenlose und legale Pornoclips im Internet, es ist also nicht so dass die Jugendlichen keine Wahl haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#11 ArthasAnonym
  • 13.02.2011, 14:58h
  • Antwort auf #9 von Marek
  • Du bist auch so ein obrigkeitshöriger Systemling der die Gesetze immer befolgt oder? Wenn die Musikindusstrie der Meinung ist nicht genug Geld zu verdienen weil immer weniger Bürger bereit sind sich abzocken zu lassen, müssen sie halt ihre Strategie ändern (Werbung, angemessene Preise, Sponsoring, Veranstaltungen etc.). Hätte der Erfinder des Rades ein Copyright wären wir heute noch in der Steinzeit. Menschen die sich Musik oder Filme runterladen zu kriminalisieren ist echt menschenverachtent und pervers.

    www.piratenpartei.de/node/343

    Raubkopierer sind immer die Anderen!

    Die Vervielfältigung von urheberrechtlich geschützten Werken wird in den letzten Jahren auf Betreiben der Unterhaltungsindustrie mehr und mehr kriminalisiert - vor allem beim Kunden. Die gewerbsmäßige Vervielfältigung von solchen Werken zu kommerziellen Zwecken ohne Genehmigung des Urhebers wird von Vertretern dieser Industrie oft und gerne als „Raubkopieren“ verteufelt, auch wenn das unrechtmäßige Kopieren nichts mit Raub zu tun hat. Darüber hinaus versuchen Lobbyisten der Unterhaltungsindustrie für solche Taten ein möglichst hohes Strafmaß („bis zu 5 Jahren“) zu erlangen, indem Gesetzgebungsverfahren massiv beeinflusst werden. Auch die bisher rechtmäßigen Kopiervorgänge (z. B. für private Zwecke oder als Backup) werden verstärkt in die Nähe von Straftaten gerückt.

    Ein besonders schwerer Fall von Urheberrechtsverletzung ist erst vor kurzem bekannt geworden. Hierbei wurden - mit der Absicht Geld zu verdienen - rechtswidrig kopierte Musikstücke professionell über das Internet vertrieben. Was in diesem Fall allerdings merkwürdig anmutet ist die Tatsache, dass die übliche Hetzkampagne der Unterhaltungsindustrie und ihrer Lobbyverbände ausblieb. Der Grund für diese Stillhaltetaktik: Der Täter ist diesmal die Musikfirma EMI und Raubkopierer sind immer die Anderen!

    EMI hat offenbar jahrelang Musik der Gruppe „King Crimson“ online verkauft, ohne dazu jemals berechtigt gewesen zu sein. Darüber hinaus hat EMI nach Ablauf ihres Vertrages mit „King Crimson“ wohl auch weiterhin CDs der Band vertrieben. Robert Fripp, Gründungsmitglied und einziges dauerhaftes Mitglied von „King Crimson“, prangert daher auch primär die Heuchelei innerhalb der Musikindustrie bezüglich der Urheberrechte an. Während Kinder und Familien gerne mit astronomisch teuren Verfahren überzogen werden, um sie vor die Wahl zwischen Ruin und Abgabe einer Unterlassungserklärung zu stellen, werden die eigenen Verstöße offensichtlich mit einem anderen Maß gemessen. Eventuell wäre es recht heilsam, wenn führende Mitarbeiter der EMI wegen fortgesetzten, schweren Verstößen gegen das Urheberrecht zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt würden – schließlich sind Raubkopierer doch Verbrecher, nicht wahr?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#10 FloAnonym
  • 13.02.2011, 14:47h
  • Antwort auf #7 von Flo
  • PS:
    Das hat natürlich auch jeder von uns, auch ohne dass man irgendwie davon lebt, irgendwo beschäftigt ist, einer Interessenvertretung angeschlossen ist, etc.

    Ein weiteres Beispiel:
    wenn hier jemand hobbymäßig Musik macht, sind seine Titel automatisch geschützt. Auch wenn man weder bei einer Plattenfirma bzw. einem Musikverlag ist, noch bei der GEMA gemeldet ist oder was auch immer... Wenn jemand von uns privat ein Leid schreibt, ein Gedicht, o.ä. ist das automatisch urhberrechtlich geschützt und man ist automatisch der Urheber des Werks.

    Das ist echt extrem cool!
    Man ist geschützt, ohne irgendwo beschäftig oder Mitglied zu sein. Ganz automatisch, ohne Antrag und ohne Gebühren. Und niemand kann das dann klauen oder uns sonstwie übervorteilen. Solange wir leben. Und noch 70 Jahre über unseren Tod hinaus.

    Das Urheberrecht ist ein Garant für kulturelle Vielfalt und sollte deshalb in jedermanns Interesse sein!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#9 MarekAnonym
  • 13.02.2011, 14:39h
  • Antwort auf #6 von Flo
  • "Jeder will Musik, Filme, etc. am liebsten gratis, aber dann muss sich auch jeder fragen, ob er selbst auch umsonst arbeiten würde."

    Das sehe ich ähnlich!

    Jeder will die Leistungen von anderen am liebsten kostenlos haben. Aber wenn es um die eigene Arbeit geht, wird keiner gerne um sein Geld betrogen, sondern kann nicht genug dafür bekommen.

    Raubkopien sind also ein Zeichen großer Doppelmoral!

    Und sie sind nicht nur bigott, sondern auch dumm:
    Denn die daraus entstehenden volkswirtschaftlichen Schäden, zahlen wir alle mit Steuern und Sozialabgaben dann doch wieder doppelt und dreifach, da z.B. ein Musiker, der vorher Steuern gezahlt hätte, diese nun nicht mehr zahlt oder sogar Sozialleistungen kassiert.

    Raubkopierer sind im wahrsten Sinne des Wortes asozial, da sie erwarten, dass die Allgemeinheit für ihr Vergnügen zahlt. Sie leben auf Kosten anderer und sehen sich dann auch noch als besonders cool an.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#8 heinz jederAnonym
#7 FloAnonym
  • 13.02.2011, 14:31h
  • Was vielleicht auch noch für manche interessant ist:
    im Gegensatz z.B. zum Patentrecht oder Markenrecht genießt man bei seinen kreativen Erzeugnissen (Texte, Fotos, Zeichungen, Skulpturen, Musik, Filme, etc.) das Urheberrecht ganz automatisch!!

    Da braucht man nichts zu beantragen und auch nichts zu bezahlen!! Das hat man als Urheber ganz automatisch, sobald man etwas schutzwürdiges produziert hat.

    Und kann das nutzen, vermarkten und notfalls auch einklagen!!

    Das ist ein automatischer und kostenloser Schutz für Kreative und ihre Erzeugnisse.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FloAnonym
  • 13.02.2011, 14:26h
  • Antwort auf #3 von egal
  • "Bleibt die Frage, ob das stumpfe Gehacke in Pornos in irgendeiner Form schützenswert ist. Deutsche Gerichte haben das jedenfalls bereits verneint. Und Kunst ist es ganz offensichtlich nicht."

    1. Ob etwas als Kunst angesehen wird oder nicht, ist für den Schutz nicht wichtig. Zumal Kunst rein subjektiv ist. Wenn ich bei mir im Garten mit meiner Billig-Kamera einen Baum fotografiere, werden viele das sicher nie als Kunst ansehen und ich werde damit wohl auch nie Geld verdienen. Dennoch habe ich als Urheber das Recht an diesem Bild!

    Und wenn das doch mal jemandem in die Finger fällt, darf er das nicht ohne meine Erlaubnis verkaufen, veröffentlichen, etc.

    Deswegen sprechen Juristen da gerne von der Schöpfungshöhe. (obwohl auch das subjektiv ist und unterschiedliche Gerichte das unterschiedlich stark auslegen)

    2. Ob Pornos Urhberrechtsschutz genießen oder nicht, hängt vom einzelnen Werk ab. Und das wird auch von Gericht zu Gericht unterschiedlich gesehen. Aber selbst, wenn dem nicht so wäre, können noch andere Schutzrechte wie das Leistungsschutzrecht greifen.

    Und die erfolgreichen Abmahnungen zeigen ja, dass auch Pornos (auch in Deutschland) sehr wohl geschützt sind.

    Fazit:
    Ich kann jedem nur von Urheberrechtsverletzungen dringend abraten, denn das Internet ist keineswegs so anonym, wie manche glauben (und mit IP6 könnte sich das noch verschärfen).

    Und wenn man geschnappt wird, kann man froh sein, wenn man "nur" mit einer Abmahung für 1000 Euro aus der Sache kommt. Da kommen schnell auch mal Schadensersatzforderungen für entgangene Gewinne zusammen, die schnell den totalen finanziellen Ruin bedeuten können. Da kommt der legale Kauf viel preiswerter.

    Und selbst, wenn man nicht geschnappt wird, ist die Angst viel größer, als wenn man mal z.B. ein paar Euro für legale Musik ausgibt.

    Und denkt auch daran:
    wer Musik, Filme, etc. liebt, sollte auch dafür zahlen. Denn nur das erlaubt den Urhebern weiterhin tolle Sachen zu kreieren. Und nur das gibt auch Neulingen eine Chance, am Markt Fuß zu fassen.

    Wenn ein großes kreatives Talent eine 40-Stunden-Woche am Fließband stehen muss, wird dieses Talent nicht mehr in der restlichen Zeit besonders kreativ sein können. Und auch wir wollen für unsere Arbeit alle belohnt werden.

    Jeder will Musik, Filme, etc. am liebsten gratis, aber dann muss sich auch jeder fragen, ob er selbst auch umsonst arbeiten würde.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#5 ArthasAnonym
  • 13.02.2011, 13:38h
  • Ja, so ein Outing bei den Eltern kann übel werden:

    www.youtube.com/watch?v=UxnqDClu2iE

    Aber mal ernsthaft, diese Leute sollte mann boykottieren! Wer seine eigene Zielgruppe, also die Schwulen, so nötigt und erpresst weil man dieses Jahr mal ein Milliönchen weniger hat und sich daher einen vergoldeten Ferrari nicht leisten kann, hat ein Boykot verdient. Ganz zu schweigen von den unterbezahlten Darstellern die dort zu einem Hungerlohn arbeiten weil sie sich sonst ihre Studiengebühren nicht zahlen können. Es gibt genügend Alternativen. Ich schaue immer bei PirateBay oder Isohunt was es da im Angebot gibt. Hier gibs es Hilfe wie man sich vor der Internet-Stasi schüzt:

    filesharefreak.com/2007/12/04/ip-blocking-blocklists/
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Leo20mal6Anonym
  • 13.02.2011, 13:38h
  • Ich hab eh nie verstanden, dass man einen GANZEN Pornofilm braucht. Die kostenlose 12-40min Dinger im Netz reichen doch. Mann kommt doch nicht weit...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 egalAnonym
#2 FloAnonym
  • 13.02.2011, 13:24h
  • "Während ein solches Vorgehen generell umstritten ist"

    Daran ist gar nichts unmstritten. Es gibt Urhberrechtsgesetze und entsprechende Strafen bei Verstößen.

    Nur weil Güter immateriell sind, heißt das nicht, dass man die stehlen darf. Das ist genauso Diebstahl wie bei materiellen Gütern.

    --------

    "Führt ein solches Vorgehen zum Zwangs-Outing von schwulen Teenagern?"

    Mal eine Gegenfrage:
    wenn ein schwuler Teenager jemandem in einer Gay Bar Geld klaut, lässt der Beklaute das dann auch auf sich sitzen, nur damit der schwule Teenager nicht vor anderen zwangsgeoutet wird?

    --------

    "Gerade Teenager, die nie genug Geld hätten (und erst Recht keine Kreditkarte, um "legalen" Porno zu bezahlen), wären von dem Vorgehen betroffen"

    1. Ich hatte auch als Teenager keine Schwulenpornos und habe das überlebt. Ganz im Gegenteil: statt nur auf Pornos abzuwichsen, sollten die lieber mal versuchen gleichgesinnte zu finden und da auch mal einen Partner zu finden.

    2. Nur weil man kein Geld hat, ist das keine Erlaubnis zu stehlen. Auch wenn z.B. der Diebstahl von Lebensmitteln durch jemand wirklich Armen moralisch (und auch von Gerichten) anders gewertet wird, als wenn die Millionärsfrau einen Pelz stehlt.

    3. Es gibt auch genug Möglichkeiten im Internet gratis an Pornos ranzukommen, wo man keine Urheberrechtsprobleme fürchten muss. Nämlich jenseits von Tauschbörsen & Co auf einschlägigen Gratiswebsites, wo Amateure ihre Filmchen hochladen.

    -----------------

    "Und verträgt sich das mit den Zielen schwuler Firmen?"

    Das sind Pornoanbieter, keine Homoorganisationen. Oft sind die Geschäftsführer sogar Heteros, die neben Heteropornos eben auch schwule Pornos im Programm haben. Ich fürchte, Community-Belange sind denen zienlich egal.

    Bei Heteroteens werden die sich auch nicht beeindrucken lassen, dass die Eltern dann erfahren, dass der Sohnemann schon Pornos guckt.

    -----------------

    "Auch manche Ehefrau könnte so vom Doppelleben ihres Mannes erfahren."

    Dito. Ich kann doch nicht jemanden, der mich beklaut verschonen, damit andere nichts erfahren. Was ist das denn für ein Rechtsverständnis?!

    Der Ehemann mit Doppelleben sollte lieber mal überlegen, ob das seiner Frau gegenüber fair ist. Und ob es nicht für alle Beteiligten besser ist, klaren Tisch zu machen und zu sehen, wie man dann damit umgeht (notfalls halt Scheidung).

    -------------------------

    "Der Download von Copyright-geschützten Dateien ist zwar in Deutschland nicht strafbar, der gleichzeitige Upload aber sehr woh"

    Das ist so NICHT RICHTIG!!

    Der Download von urheberrechtlichem Material ist genauso strafbar, wenn es sich dabei erkennbar um solches Material handelt.

    Ein Beispiel:
    wenn jemand seine "eigene Musik" anbietet, ich lade mir die runter und weiß nicht, dass das in Wirklich urhberrechtlich geschütztes Material ist, habe ich kein Problem, weil ich das nicht wissen konnte.

    Wenn aber irgendeine dubiose Quelle die neueste Musik von Interpret XY anbietet oder auch Filme, die gerade erst im Kino sind, muss jedem klar sein, dass das ein illegales Angebot ist. Bei solchen offensichtlich illegalen Angeboten ist dann auch schon der Download strafbar!

    ------------------

    Da es beim Thema Urheberrecht immer viele falsche Infos gibt, will ich nochmal über was ganz wichtiges aufklären:

    manche meinen, wenn kein (c)-Vermerk dabei steht, wäre es nicht geschützt. Grundsätzlich gilt: jedes geistige Erzeugnis (egal ob Text, Foto, Gemälde, Video, Musik, Skulptur, etc.), das eine gewisse geistige Schöpfungshöhe erkennen lässt, ist automatisch urheberrechtlich geschützt. Der Urhaber hat das Verwendungs- und Verwertungsrecht daran lebenslänglich und das besteht auch noch über den Tod hinaus (in Deutschland bis 70 Jahre nach dem Tod!) !! Die geistige Schöpfungshöhe ist sehr schnell gegeben. Ein Einkaufszettel ist z.B. nicht urheberrechtlich geschützt. Aber wenn ich den Beuys-mäßig als Kunst oder Konsumkritik ansehe, kann das sehr wohl der Fall sein.

    Und all dieses urheberrechtlich geschützte Material darf nicht ohne Erlaubnis des Rechteinhabers vervielfältigt, verkauft, veröffentlicht, etc. werden. Für die Wahrung seiner Interessen kann der Urheber auch Dritte beauftragen, z.B. eine Verwertungsgesellschaft wie die Gema. Eine Erlaubnis kann individuell geschehen oder ein Urheber kann Dinge auch generell als gemeinfrei freigeben.

    Neben dem Urheberrecht gibt es dann auch noch Leistungsschutzrecht, Markenrecht, Geschmackmusterrecht, etc. zum Schutz geistigen Eigentums.

    ------------

    Ich weiß, dass manche nicht ganz verstehen, dass immaterielle Güter genauso Schutz verdienen wie materielle.

    Aber jeder möge sich mal vorstellen, wie es ist, wenn man einen ganzen Monat arbeitet und am Ende sagt der Arbeitgeber: "Nein, Du bekommst kein Geld."

    Und jeder möge auch bedenken:
    wenn all die Musiker, Filmemacher, etc. nichts mehr mit ihrer Kunst verdienen können, können die es irgendwann nicht mehr machen, sondern müssen sich einen anderen Job suchen. Man dreht sich also selbst den Hahn guter Musik zu. Z.B. können Plattenfirmen heute kaum noch neue Musiker aufbauen, weil ihnen durch die Raubkopien das Geld fehlt. Deswegen werden diese Firmen heute eher von Geschäftsleuten geführt und nicht mehr wie früher von Kreativen.

    Es wird auch immer gerne behauptet, die heutige Musik sei eh alles schrott:
    1. Das ist eine direkte Folge von Raubkopien. Der Branche fehlt das Geld für Qualität.

    2. Natürlich hat es auch immer schon Schrott gegeben, aber jeder kann selbst entscheiden, wofür er bezahlt und wofür nicht. Ich muss mir ja keine Musik kaufen, die Schrott ist. Nur darf ich sie auch nicht stehlen. Ich darf ja auch nicht Gerät A im Elektronikmarkt klauen, nur weil es schlechter als andere Geräte ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#1 urmelAnonym
  • 13.02.2011, 12:14h
  • lucas,das ist doch wieder der peinliche?
    macht der nicht striptease für massaker?

    gestern gelesen: "Michael Lucas can take his pimp money and his view of Egypt and go to hell. ..."

    off topic

    (so halt, gerade bei wdr, west.art talk, bettina böttinger:

    exakt um 12.00 uhr, michael lüders, nahostexperte und publizist:

    reporter von al jezeera und al arabia wurden umarmt. sie berichteten, dass muslimbrüder dort [tahrir-square] zusammenmit homosexuellen vor freude tanzten.)
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel