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Einzelkommentar zu:
Führen Tauschbörsen-Abmahnungen zum Zwangsouting von schwulen Teenagern?


#6 FloAnonym
  • 13.02.2011, 14:26h
  • Antwort auf #3 von egal
  • "Bleibt die Frage, ob das stumpfe Gehacke in Pornos in irgendeiner Form schützenswert ist. Deutsche Gerichte haben das jedenfalls bereits verneint. Und Kunst ist es ganz offensichtlich nicht."

    1. Ob etwas als Kunst angesehen wird oder nicht, ist für den Schutz nicht wichtig. Zumal Kunst rein subjektiv ist. Wenn ich bei mir im Garten mit meiner Billig-Kamera einen Baum fotografiere, werden viele das sicher nie als Kunst ansehen und ich werde damit wohl auch nie Geld verdienen. Dennoch habe ich als Urheber das Recht an diesem Bild!

    Und wenn das doch mal jemandem in die Finger fällt, darf er das nicht ohne meine Erlaubnis verkaufen, veröffentlichen, etc.

    Deswegen sprechen Juristen da gerne von der Schöpfungshöhe. (obwohl auch das subjektiv ist und unterschiedliche Gerichte das unterschiedlich stark auslegen)

    2. Ob Pornos Urhberrechtsschutz genießen oder nicht, hängt vom einzelnen Werk ab. Und das wird auch von Gericht zu Gericht unterschiedlich gesehen. Aber selbst, wenn dem nicht so wäre, können noch andere Schutzrechte wie das Leistungsschutzrecht greifen.

    Und die erfolgreichen Abmahnungen zeigen ja, dass auch Pornos (auch in Deutschland) sehr wohl geschützt sind.

    Fazit:
    Ich kann jedem nur von Urheberrechtsverletzungen dringend abraten, denn das Internet ist keineswegs so anonym, wie manche glauben (und mit IP6 könnte sich das noch verschärfen).

    Und wenn man geschnappt wird, kann man froh sein, wenn man "nur" mit einer Abmahung für 1000 Euro aus der Sache kommt. Da kommen schnell auch mal Schadensersatzforderungen für entgangene Gewinne zusammen, die schnell den totalen finanziellen Ruin bedeuten können. Da kommt der legale Kauf viel preiswerter.

    Und selbst, wenn man nicht geschnappt wird, ist die Angst viel größer, als wenn man mal z.B. ein paar Euro für legale Musik ausgibt.

    Und denkt auch daran:
    wer Musik, Filme, etc. liebt, sollte auch dafür zahlen. Denn nur das erlaubt den Urhebern weiterhin tolle Sachen zu kreieren. Und nur das gibt auch Neulingen eine Chance, am Markt Fuß zu fassen.

    Wenn ein großes kreatives Talent eine 40-Stunden-Woche am Fließband stehen muss, wird dieses Talent nicht mehr in der restlichen Zeit besonders kreativ sein können. Und auch wir wollen für unsere Arbeit alle belohnt werden.

    Jeder will Musik, Filme, etc. am liebsten gratis, aber dann muss sich auch jeder fragen, ob er selbst auch umsonst arbeiten würde.
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