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Einzelkommentar zu:
Führen Tauschbörsen-Abmahnungen zum Zwangsouting von schwulen Teenagern?


#13 RobertoAnonym
  • 13.02.2011, 15:02h
  • Natürlich sollen auch Musiker, Filmschaffende etc. eine angemessene Vergütung erhalten. Ein paar Gedanken dazu:

    1) Was ist angemessen? Musiker verdienen auch, wenn ihre Songs im Radio, im Fernsehen gespielt werden. Sie verdienen durch die Verwertungsgesellschaften, die Gebühren für jede CD, für jeden CD-Brenner bekommen. Sie verdienen durch Konzerte, Merchandising, Interviews, kommerzielle Nutzung ihrer Stücke in Werbung und Filmen. Usw (bis vor kurzem gab es auch massiv Einnahmen mit gezielt an Jugendliche gerichtete Klingeltöne, eine unmoralische Abzocke ohne gleichen).

    Oft reicht schon ein Song in der Hitparade, um im normalsterblichen Denken fürs Leben abgesichert zu sein. Überlege mal, was langweilige Nerv-Sänger wie Phil Collins, die in Sendern wie WDR2 immer noch abgenudelt werden, allein durch alte Werke verdienen. Und: Urheberrechte sind ungerecht verteilt. Journalisten verdienen nichts dran. Bäcker verdienen nur einmal an ihren Brötchen.

    2) Eine Raubkopie ist kein Raub. Raub enthält Gewalt gegen Personen. Der Vergleich mit dem Ladendiebstahl hinkt, es wird nichts physikalisches gestohlen.

    Aber darum geht es nicht. Es geht um die Abwägung zwischen Copyright und Privatssphäre/Datenschutz. Der Text spricht es an: Warum sind schwere Straftaten vor Aufklärung geschützt, aber die Abmahnungswelle gegen Filesharer darf weitergehen?

    Nein, die Musikindustrie muss bessere Möglichkeiten finden als pseudolegale Kriminalisierung von Personen. Zumal es abseits vom Filesharing genügend legale oder unverfolgbare Möglichkeiten gibt, sich den Song/den Film zu beschaffen, den man haben will. Filehoster, Mitschnitte, FreeDRM bei Napster-Flat etc.
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