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Parlamentarier Pono Moatlhodi würde alle Schwulen am liebsten tot sehen.

Bei einer Aids-Konferenz in Botswana erklärte der Vizepräsident des Parlamentes, er werde Schwule in seinem Land "nie akzeptieren" und nicht in die HIV-Präventionsarbeit mit einbeziehen.

Wie die "Botswana Gazette" berichtet, zeigt sich Pono Moatlhodi damit soldarisch mit Simbabwes Präsident Robert Mugabe, der Schwule in der Vergangenheit als "schlimmer als Schweine und Hunde" bezeichnet hatte: "Ich stimme mit Mugabe überein, der dieses Verhalten als das von westlichen Hunden beschreibt. Ich mag diese schwulen Leute nicht und werde sie niemals tolerieren. Sie sind dämonisch und böse", erklärte Moatlhodi. In Afrika beschreiben Politiker Homosexualität häufig als Phänomen westlicher Staaten in Europa und Nordamerika, das von Natur aus "unafrikanisch" sei.

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"Es gibt so viele Frauen"

Moatlhodi sagte weiter, er verstehe insbesondere nicht, warum Schwule kein heterosexuelles Leben führen wollten: "Es gibt so viele Frauen in diesem Land, warum würde irgend jemand mit einem anderen Mann Geschlechtsverkehr haben wollen? Die Bibel spricht sich schließlich auch dagegen aus und deshalb ist es böse".

Bei der Konferenz wurde insbesondere darüber diskutiert, ob Kondome auch in Gefängnissen verteilt werden sollen. Internationalen Aids-Organisationen zufolge verbreitet sich der HI-Virus rasend schnell in Haftanstalten des Landes. Bei der Konferenz berichtet ein ebenfalls eingeladener frühere Gefängnisinsasse von vielen sexuellen Kontakten hinter Gittern, die immer ungeschützt stattfänden. Am gleichgeschlechtlichen Verkehr würden mehrheitlich Heterosexuelle teilnehmen: "Diese Jungs sind natürlich sexuell aktiv - wenn's nicht anders geht, mit einem Mann."

Rund ein Viertel der 15- bis 49-Jährigen sind HIV-positiv

Wenn die Männer aus den Gefängnissen kommen, geben sie ihre Infektion oft an ihre Ehefrau oder andere Sexpartnerinnen weiter. Nach Berechnungen des US-Außenministeriums sind im Land 24 Prozent der 15- bis 49-jährigen Bevölkerung HIV-positiv. Es gehört damit zu den am härtesten von HIV getroffenen Ländern der Welt. Dennoch sieht Moatlhodi keine Notwendigkeit, Kondome in Gefängnissen anzubieten: "Wenn wir diesen Gefangenen Kondome geben, dann sagen wir ihnen ja im Prinzip, dass sie frei sind. Sie sind es aber nicht", so Moatlhodi. Hätte er die Macht dazu, würde er die Todesstrafe für alle Homosexuellen aussprechen.

In Botswana ist gleichgeschlechtlicher Verkehr verboten und wird mit Haftstrafen von bis zu sieben Jahren geahndet. (dk)

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#1 Benedictus
  • 14.02.2011, 15:30h
  • Mein Gott wie primitiv und kurzsichtig gedacht.

    Naja, seit dem sogar die Bevölkerung nordafrikanischer Staaten so langsam beginnt, aufzuwachen, bin ich immer mehr der Meinung, dass jedes Volk den Präsidenten bekommt, den es verdient. Und solange das Volk stillhält oder gar seinen Präsidenten in seiner Überzeugung unterstützt, sollen sie doch selber zusehen, wie sie das Problem mit positiven Haftanstalts-Entlassenen in den Griff bekommen.

    Allerdings...

    Mein Glück ist, dass meine Mutter aus Afrika geflüchtet ist, bevor ich zur Welt kam. Dieses Glück haben aber nur sehr wenige. Und ich habe vielleicht gut reden, wenn ich den obersten Absatz unreflektiert stehen lasse...
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.02.2011, 15:51h
  • Noch ein Land, dem die Entwicklungshilfe sofort gestrichen wird!
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#3 BurgerBerlin
  • 14.02.2011, 16:04hBerlin
  • Ach was bin ich froh in einer westlichen Kultur zu leben und nicht in einem Entwicklungsland zwischen Ziegen und solchen Politikern. Und im Westen kommt Wasser aus dem Hahn und genug Essen gibt es auch - schon komisch Herr Moathodi und Mugabe.
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