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Wird oft als letzter Diktator Europas bezeichnet: Weißrusslands Staatspräsident Alexander Lukaschenko

Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko hat vor drei Monaten in Gegenwart des deutschen Außenministers Guido Westerwelle (FDP) eine Tirade gegen Schwule gestartet, berichtet eine polnische Zeitung unter Berufung auf Quellen im Warschauer Außenministerium.

Die Zeitung "Wprost" schreibt, dass es bei einem Treffen des polnischen Außenministers Radoslaw Sikorski mit Lukaschenko und Westerwelle in der weißrussischen Hauptstadt Minsk im Dezember 2010 diplomatische Verstimmungen gegeben haben soll. Demnach soll Lukaschenko in einem Monolog seinen Unmut über Homosexualität geäußert haben: "Er sagte, dass er nicht versteht, wie ein Mann mit einem Mann leben kann", zitiert "Wprost" die Quelle.

Weiter heißt es: "Das war offensichtlich eine Anspielung auf Westerwelle, der einen Lebenspartner hat. Der deutsche Minister sah nervös aus, aber Lukaschenko ist dann sogar noch weiter gegangen". Dem Bericht zufolge soll er angeregt haben, alle Schwulen in Sowchosen (Bauernhöfe in Staatseigentum) zu stecken. Gegen Lesben habe der 56-jährige autoritär regierende Staatschef jedoch nichts, heißt es weiter.

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Homosexualität legal, aber unterdrückt

In Weißrussland ist Homosexualität zwar seit 1994 legal, gilt aber wie in Sowjetzeiten als Tabuthema. Schwul-lesbische Einrichtungen werden vom Regime meist nicht geduldet, gleichgeschlechtliche Paare nicht anerkannt und es gibt keinen Schutz gegen Diskriminierung. Immerhin scheint es nun kleine Fortschritte zu geben: Vor wenigen Tagen fand in der Hauptstadt Minsk erstmals eine Homo-Demo statt, an der sich aber nur ein Dutzend Aktivisten beteiligten (queer.de berichtete). Im vergangenen Jahr wurde der CSD noch untersagt. Teilnehmer, die trotz des Verbots für ihre Rechte auf die Straße gingen, wurden festgenommen und zur Zahlung von Geldstrafen verurteilt (queer.de berichtete). (dk)

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#1 GeertAnonym
  • 17.02.2011, 13:00h
  • Aus diesem und anderen Gründen wird ja jetzt der Lebenspartner von Westerwelle versteckt. Er nimmt an keiner offiziellen Reise mehr teil und tritt auch sonst kaum noch in Erscheinung.
    Es war von Westerwelle alles gut gemeint, aber man muss ihm vorwerfen, das er für einen Außenminister reichlich naiv war/ist. Er musste wissen, dass ein offen schwules Leben nur in einigen Ländern Westeuropas und Nordamerikas möglich ist, aber nicht in anderen Weltteilen. Darüber hinaus gibt es weltweit verschiedene Konzepte, wie Homosexualität, die es ja in allen Gesellschaften gibt, ausgelebt werden kann. Die "Gay-Pride"-Methode ist nur eine davon.
    Mit seinem Freund an der Seite gibt Westerwelle in den Augen vieler Regierungen seinem Land der Lächerlichkeit hin, ob wir als Schwule dies nun bedauern oder nicht.
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#2 AndreasAKAnonym
  • 17.02.2011, 13:04h
  • Hallo,

    was erwartet man erstens; von einem "Staatschef"
    der in seinem eigenen Land wie ein Diktator herrscht. Der unliebsame politische Gegner mit körperlicher Gewalt nierdemachen lässt.

    Noch schlimmer; was können wir von einem Aussenminister erwarten(unabhängig von der Person Westerwelle), der es zulässt dass eine Gastgeber sich so gegen Menschenrechte auslässt udn eine Kasarnierung berfürwortet.

    Am Allerschlimmsten aber, dass gerade Herr Westerwelle als schwuler Mann kein Rückrat hatte und dieses Zusammentreffen nicht sofort beendet hat.

    Unser Aussenminister hat anscheinend vergessen, dass er der Vertreter unseres Volkes im Ausland ist, damit auch ein Vertreter aller Schwulen und Lesben, denn wir alle sind ein Teil des Volkes welches er repräsentiert!

    Was lehrt uns das; Herr Westerwelle hat nicht den Mut für Veränderungan zu sorgen, denn hätte er tatsächlich diese Veranstaltung verlassen udn dies mit der Hetze begründet würde vermutlich eines erreicht werden.

    Das Geschwätz dieses Populisten Lukaschenko würde ärgert im übrigen nicht nur uns, sondern auch viele Menschen in Weissrussland, welche nicht an eine ordentliche Wiederwahl glauben

    Gruß

    Andreas
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#3 AndreasAKAnonym